Heute: mäßiger Frost: -5 bis -10 Grad Celsius, GEZ-Spam und Düdelmusik.

Brrr…

Ok, es sind im Moment nur -8°C draussen, es war schonmal deutlich kälter. Aber immerhin scheint die Sonne, auch wenn Flora und Fauna nun erstmal wieder einen Dämpfer bekommen haben. Dennoch soll das lokale Klima als Aufreisser genüge getan haben, widmen wir uns anderen Themen:

Als erstes möchte ich den innovativen Spammern ein Augenzwinkern widmen, die sich von den Bankmails abgewandt haben und auf den GEZ Zug aufgesprungen sind.

Sehr geehrter GEZ Kunde,

die Gesamtsumme für Ihre Rechnung im Monat Dezember beträgt: 379,47 Euro.
Anbei erhalten Sie den detaillierten Nutzungsnachweis im beigefügter ZIP Datei.
Bitte beachten Sie, dass diese Rechnung einen Zuschlag beinhaltet, der durch das nicht rechtzeigige Anmelden des
Internetverbindung entstanden ist.
Die Unterlassung rechtzeitiger Einwände gilt als Genehmigung. Weitere Informationen zum Widerspruch finden ebenfalls im beigefügten Dokument.
[…]

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GEZ AKTUELL
Die Ministerprasidenten haben am 19. Oktober 2006 beschlossen, dass fur „Neuartige Rundfunkgerate“ (Internet-PCs) ab Januar 2007 eine Gebuhr in Hohe von EUR 5,52 zu entrichten ist. Betroffen davon sind nur diejenigen, die bisher weniger als 2 Rundfunkgerate angemeldet haben.
www.gez.de/aktuell
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Mit freundlichen Grussen
Ihre GEZ Team
i.A. Sandy Steinecke
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Ok, das mit dem „rechtzeitig“ und „rechts zeig ich“ mag so mancher Botnetz-Betreiber nun wirklich nicht wissen, dafür wird es aber leider genug AINUS geben (Ahnungslose Internetnutzer), die auf diesen Schmarrn reinfallen. Daher auch hier nochmal für das Netz, die Bots, und den Geist in der Maschine: Niemals nie nicht nirgends wann einfach irgendwelche Anhänge öffnen, gerade wenn es um dubiose Rechnungen geht!

Genug belehrt, ausserdem kann man sich über solche Themen doch viel besser bei den fabulösen Hotlines beschweren, womit wir zum zweiten Thema des morgenlichen Posts kommen:

Wartezeit und Düdelmusik in Hotlines.

In meinem bisherigem Hotlinenutzerleben ist mir ein einziges Mal eine passable Wartemusik an die Ohren gekommen. Ein nun nicht mehr existierender Hersteller von Grafikkarten hatte stumpf einen Radiosender geschaltet, der während der Wartezeit lief. Spitze! Kein sich ständig wiederholender Jingle belastete dort das Ohr, sondern ein kleiner lokaler Sender sorgte für Kurzweil beim Warten. Heutzutage muss man sich den Werbejingle wieder und wieder anhören. 30 Sekunden komprimierte Langweiligkeit und Tonleitervergewaltigung als Endlosschleife. Andere stellen die Musik nach 2 Minuten ab, es ist gar kein Geräusch mehr in der Leitung zu hören, was einen kurz überlegen lässt, ob die andere Seite einfach aufgelegt hat.

Warum ich mich so über diese Musik aufrege, die man ja „nur mal kurz“ hören muss? Weil ich bei fünf verschiedenen Hotlines in den letzten 2 Wochen kein Gespräch unter 30 Minuten Wartezeit bekommen habe. Das Thema DSL scheint für einen Mobilfunkbetreiber zum Bleistift schon nicht rosig zu laufen, da hilft auch längeres Warten nicht, nach knapp 20 Minuten wird man aus der Leitung befördert.
Mein Tipp an dieser Stelle: Mit einer ganz anderen Servicestelle anfangen, auf ahnungslos tun und sich weiterleiten lassen. Dann muss man zwar immer noch ewig und drei Tage warten, fliegt aber nicht mehr automatisch aus der Leitung (Die grausame Musik gibt es dafür aber ;-)).

6 thoughts on “Heute: mäßiger Frost: -5 bis -10 Grad Celsius, GEZ-Spam und Düdelmusik.

  1. Hatte denselben Spam heute, fand ihn ähnlich grossartig, gerade der Name, mit dem unterschrieben wurde: Sandy Steinecke.

    Es hat so nen leichten Anstrich von „IM Steinecke“ und gerade dieser stasieske Generalverdacht und -vorwurf sind doch, was die GEZ so allgemein beliebt macht, richtig?

  2. Immerhin mal was anderes als die ganzen vielen „Banken“, die mich so anschreiben von wegen Softwareupdate, mein-Passwort-brauchen und so. Die haben auch eigenartigerweise alle den gleichen Wortlaut in ihren Texten.

  3. Die Banken sind doch immer ganz gerne mal schnell dabei sich zu vernetzen, vielleicht gibt die Polente demnächst nicht nur die Anweisung, Kreditkarteninformationen rauszurücken, sondern schreibt auch gleich die Texte der Banken?
    So könnte die Bank dann auch an Emailadressen kommen.
    Und wer dann nicht innerhalb von 2 Tagen bestätigt kriegt Chackos mit Speichel-DNA-Tests auf „freiwilliger Basis“ auf den Hals. Wegen … ähm … innerer Sicherheit? Kinderpornos? Softwarepiraterie?

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