Dust in the Wind – µ-Chip von Hitachi

I close my eyes, only for a moment, and the moment’s gone

All my dreams, pass before my eyes, a curiosity

Dust in the wind, all they are is dust in the wind.

Hitachi stellt RFID-Staub her

Für alle die noch an eine Privatsphäre geglaubt haben, jetzt solltet ihr entgültig aufwachen. Die vollständige Verfolgung durch RFID nimmt neue Formen an.
Ich find es jetzt nicht sonderlich überraschend das eben auch diese ID-Chips minaturisiert werden (grade wenn ich an die Möglichkeiten von LIGA&Co denke), nur verwundert mich ein wenig die Geschwindigkeit der Entwicklung. Leider hat Golem.de mal wieder die „Quelle“ vergessen, auf die sie sich beziehen, daher liefere ich sie hier mal nach. Selbst eine integrierte Antenne ist wohl möglich, dann wird die maximale Reichweite von 40cm zwar reduziert, aber für verdeckte Integration bietet sich der Chip dann um so mehr an. Dadurch das der Chip passiv arbeitet, und nicht auf eine Energiequelle angewiesen ist, ist die Lebenszeit (und damit die Erreichbarkeit) hoch. Sehr sehr hoch. Der Temperaturbereich in dem der Chip arbeitet dürfte weit höher sein als derjenige, in dem die Gegenstände, in denen er verbaut wird, nutzbar sind. Für weitere technische Informationen schaut man einfach hier nach.


Same old song, just a drop of water in an endless sea…

Nun, inhaltlich nichts neues: „Warnung, Datenschutz! Attention! Danger! Gefahr!“
Klar, wir haben doch alle nichts zu verbergen, sind brave Bürger und neuer Technologie muss man doch aufgeschlossen sein, sonst gehen alle Arbeitsplätze in Deutschland schwupps usw.
Banküberfall? Keine Sorge, die registrierten und mit einem Tag versehenen Geldscheine werden von jeder Kasse automatisch erfasst und bei einem entsprechendem „Hintergrund“ des Scheins schellen die Alarme los und man wird vorsorglich bewustlos getasert (ist ja nicht tödlich), denn nur böse Menschen haben solche Geldscheine. Personenkontrolle? Einfach nur durch die Schranke in der S-Bahn, dem Bahnhof, dem Rathaus, dem Stadion oder $sonstigesGebäude gehen, schon wird aus dem Ausweis gelesen, wer wohin geht, wie lange er dort ist und was er dort macht. Auch ergeben sich für Hobby und Profi-Agenten neue Möglichkeiten der Personenmarkierung, entsprechend geschützt kann so ein Chip ja auch mal per Anstecknadel, Injektion oder Nahrung ausgegeben werden, falls mal jemand „unterschieden“ werden muss, oder Bewegungen verfolgt werden sollen. Bei Demonstrationen könnte man diese kleinen Niedlichkeiten ja auch mal per entsprechendem Werfer über den Demonstranten auswerfen, irgend ein Chip wird schon bei diesen „Bombenlegern“ hängenbleiben, haben ja alle so komische lange Haare. Und wenn die Demo sich dann aufgelöst hat kann man nachwirkend überprüfen wer denn noch dabei war.

Schöne neue Welt, ich begrüße dir :-/

Edit: Da WordPress gerade nicht so wollte: Das wohl bekannte Lied kann man sich unter http://www.kansasband.com/ anhören, neben vielen weiteren guten Stücken…

2 thoughts on “Dust in the Wind – µ-Chip von Hitachi

  1. Unglaublich, wo sollen die Chips denn noch überall rein? Ich kann doch nicht alle Einkäufe erst in die Mirkowelle packen, bevor sie in den Kühlschrank wandern (dazu sind sie zu empfindlich). Gibt es eigentlich schon Erfahrungsberichte über den RSA Security Blocker?

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