Pferdestärken, Penisprothesen und der Klima-Koller

Die öffentliche Beachtung des nicht ganz so neuen Problems des Klimawandels ist nun ja zu gunsten von bösen Terroristen von früher und von heute gesunken, da kann man ja nochmal des deutschen liebsten Kind beachten: das Automobil.

Das Automobil ist Segen und Fluch unserer sogenannten Zivilisation zugleich. Ich bekenne mich gleich mal als „Gern-Fahrer“, dem das Fahren Spass macht, der sich über verschiedene Modelle informiert, einiges gefahren ist (und noch viel fahren wird). Ich gehöre aber auch zu der Fraktion an Autofahrern, die sich denkt: Ich fahre gerne, aber ich möchte das nicht allzusehr auf Kosten der Umwelt (und auch meiner eigenen Brieftasche) tun. Ich bekomme aber auch keine schlaflosen Nächte wenn mein Verbrauch 13 g/km CO2 über dem von der EU vorgeschlagenem Grenzwert liegt, vorallem wenn ich an meine im Moment lächerlich geringe Jahresfahrleistung denke. Und vorallem nicht wenn ich aus dem Fenster Blicke und sehe was da sonst so durch die Gegend rollt.

Versuchen wir das ganze erstmal naiv: Ich habe einen Gegenstand X, mit dem ich von Y nach Z möchte. Dafür benötige ich Menge K an Kraftstoff.

(K in X) führt zu (Y := Z)

Auf dem ersten Blick fallem den Betrachter einige Wege ein um diese „Gleichung“ zu manipulieren. Fangen wir „hinten rum“ an: Ich nehme nicht X um von Y nach Z zu kommen, sondern nach Möglichkeit etwas andere. Das könnte der ÖPNV sein. Bus und Bahn. Was OL und HB betrifft würde ich sogar sagen das man in vielen Fällen damit gut und auch recht zuverlässig ankommt. Für B,D und HH kann ich es nicht dauerhaft testen, die bisherigen Versuche waren allerdings allesamt positiv. Dies liegt nicht jedem, ich hatte nach jahrzehnten Schulbusfahrerei auch eine gewisse Distanz aufgebaut, aber ich möchte einfach mal sagen: Probiert es aus, es ist nicht so schlimm wie man immer hört und denkt.

Gut, gehen wir wieder zum Individualverkehr zurück. X kann man ja durch X2 ersetzen. Das macht man meist nur selten, aber wenn die Zeit gekommen ist, sich einen neuen fahrbaren Untersatz zu gönnen, könnte man ja das Verbrauchskriterium auch dann höher bewerten, wenn es einem finanziell scheissegal ist ob der Wagen für 100km mit 4l Benzin oder 200l Moët & Chandon Prickelbrause betrieben wird (,ich könnte jetzt die Moralkeule schwingen ala „auch ihr wollt doch mal Kinder haben, die gesund aufwachsen, und nicht an Asthma, Neurodermitis und Allergien leiden“, oder vom „ökologischem Bewusstsein“ sprechen. Andererseits könnte ich auch einfach mal die Fiktion beschreiben, dass es vielleicht mal zu, sagen wir Pflastersteinen o.ä. in der Windschutzscheibe kommen wird, weil so ein „blöder Benzinsäufer“ Schuld an all dem Klimaelend ist unter dem der „normale“ Bürger zu leiden hat).

Ebenso ist es fraglich ob es denn der neue Siebensitzige-FullSize-MidiVan/SUV sein muss, um klein Noah-Luca und Chiara Sofie die 1500m zum Kindergarten an der Ecke zu bringen. Ich kenne ein Schauspiel an einer nahegelegenen Grunschule, das beginnt kurz vor Acht. Dann rauschen im Halb-Minutentakt gestresste Elternteile an, um ihre kleinem Lieblinge auszuladen. Je nach Auto hat dann das Kind meist 4-6 Plätze zur Auswahl, auf denen es diesen Service geniessen kann. Der zusätzliche Reiz dieses Schauspiels bietet sich durch die Tatsache, das die Autos nichtmal auf den zugehörigen Parkplatz der Schule abgestellt werden, sondern lieber im totalem Halteverbot oder gleich mitten auf der Strasse stehen bleiben, wozu sonst gibt es denn auch den Warnblinker. Da die wenigsten dabei auch noch Lust haben das Auto abzustellen kommen bei mir noch zwei weitere Fragen auf: Wie hoch ist die Schadstoffbelastung, welche die Kinderlungen dort jeden Morgen aufnehmen und warum ist noch keine Autoschieberbande auf die Idee gekommen just in diesem Moment einzugreifen und sich ein paar Luxuskarossen anzueignen? Nicht das die Idee der Fahrgemeinschaft etwas so sonderlich neues wäre, nur ist sie wohl nicht standesgemäß genug.

Bevor wir noch weiter an der Art des X manipulieren („Wir erinnern uns: Wir können X ersetzen durch eine weitere Art von X mit einem anderem Bezug zu K oder durch ein anderes Medium) fragen wir uns: Brauch X wirklich soundsoviel von K? Mir geht es nun nicht gerade um Hi-Octaneos Benzinum und Giga-DupaDiesel, auch nicht um die Möglichkeit mit relativ überschaubarem Kostenaufwand eine LNG oder LPG-Anlage in das Fahrzeug einzubauen. Es geht nun darum das individuelle X zu manipulieren. So altbacken und oft erwähnt die Vorschläge sind: Einmal den Kofferraum ausmisten (NEIN, die Schneeketten braucht man nicht mehr im Juni und auch den Eiskratzer, das Frostfrei-Spray und der Scheibenschutz haben dann nichts mehr im Auto zu suchen!), überlegen ob es nun wirklich 18,5° mit der Klimaanlage sein müssen oder die 19,5° Aussentemperatur, die vom Fahrtwind in das Fahrzeug gedrückt werden nicht auch ausreichen. Dazu die Kleinigkeiten vom rechtzeitigem Hochschalten, Ausrollen lassen und gelegenliches Nutzen der Schubabschaltung (Ja, auch in ihrem Fahrzeug vorhanden) und schon hat man seinen eigenen Verbrauch um Schätzungsweise einen bis eineinhalb Liter reduziert. Mir ist bewusst das ich das hier nicht für die richtige Zielgruppe schreibe, allerdings liegt IMHO der Anteil an Fahrern, die diese „Kleinigkeiten“ nicht kennen, vergessen haben oder nicht berücksichtigen bei ca. 70%.

Gut, genug des naiven Rumgestottere Geschreibe. Das ist inhaltlich ja vielleicht von ökologischem Bewusstsein geprägt, doch wahrnehmen wird es kaum einer. Fakten sehen anders aus. Da ist die heimische Nutzergruppe Meilen (ich sollte wohl besser Gallonen schreiben) davon entfernt, geforderte Kraftstoffverbräuche zu erreichen. Da ist der Markt auch gar nicht daran interessiert, zu verzichten oder umzudenken. Da gibt es die neue Mittelklasse eines Premiumherstellers, deren Motorenpalette zu 50% Jenseits der 200ps liegt(und zu knapp 88% jenseits der 150ps), deren Gewicht und Größe im Vergleich zum Vorgänger erneut zugelegt hat. Und es gibt die Meute die diesen Fakt feiert. Autos sind lange schon keine Vernunftkäufe mehr, sie sind Statusymbol für Unsichere, Geltungsbedürftige und Verletzbare.

Schublade: „Ach die mit dem einen Lied da…“

JET is a band.

Damit hätte man ja das wichtigste geklärt. Ich geb zu, so wirklich hab ich mich mit den Australiern nicht beschäftigt bislang, nun aber drüber gestolpert das sie wohl zum Hurricane kommen werden und da hört man sich die Band ja mal an.
Are You Gonna Be My Girl – Ach die sind das. Tanzbare Musik. Vielleicht etwas überspielt, zu oft gehört und das übliche. Zweite Chance:
Stand Up. Ok. Der Fuß wippt. Der Kopf nickt. Hmm. Die haben ja was. Doch. Wirklich. Ich bin angetan. Die weiteren Lieder bei MySpace (Mal wieder ein Pro-Punkt für all die CommercialSocialCommunityKacke) tun ihr übriges. Ich freu mich drauf die auf dem Hurricane zu sehen.

Wenn nun nur noch die Gerüchte um angebliche 80K Besucher endlich mal verstimmen würden, da könnt man ja gleich zum Ring fahren :-/

Just in diesem Moment läuft Stand Up aus und hinterlässt ein zufriedenes Grinsen in meinen Ohren, hach….

Bus-Proleten-Sabotage….

Wer früher oder auch noch heute auf den ÖPNV angewiesen ist, kennst sie: Die harten Jungs von der letzten Reihe. Die Gang des Linienbusses. Die Geißel der fleissigen Busfahrer und entnervten Reinigungskräfte. Sie sind vorallem eins: „coole“ und „harte“ Kerlchen mit albernen Basecaps und kindischen Sprüchen im Fluppenheim.

Diese Tatsache wurde nun wohl von den Betreibern des örtlichen ÖPNV in die Werbung einbezogen 😉

DHL – Dieeef Luft holen….

3-5 Tage Lieferzeit sind ein Thema, doch wenn einen dann so etwas mitgeteilt wird:

Empfänger:NILS GIESEN
Status:Aus unvorhersehbaren Gründen mußte die Zustellung abgebrochen werden.
Status von:28.03.07 13:35
Vorgang:Die Zustellung erfolgt am nächsten Werktag.

…dann überlegt man doch schonmal ob der Sprinter falsch gesprintet, gesprengt worden oder verschollen ist!? So kann ich nich arbeiten…

Suchanfragen der Woche…

Bei dem schönem Wetter die letzten Tage sind wieder einige Raketen am Start gewesen und haben sich Google ermächtigt.

Die Top 5 der letzten Zeit:

5. Scheiss Schwester

Kleine bzw. große Geschwister scheinen seid jahrzenten die gleichen Probleme zu haben.

4. StudiVZ wer deine seite zuletz gesehen hat

Die Sicherheit bzw. Öffentlichkeit im VZ scheint ja doch noch den ein oder anderen User zu interessieren…

3. wie komme ich zum hurricane

Eine gute Frage! Ich nehm wohl nen Auto, sonst kommt doch der ganze Kram nicht mit 😉

2. rentnervz

Ja, auch die bislang am wenigsten beachtete Zielgruppe will gruscheln und Profile besichtigen, denkt mal drüber nach Holzbrink wenn ihr wieder Geld verschenkt investiert.

1. am arsch befriedigen

Seid Wochen das erste mal so etwas wie Sonne. Das perfeke Wetter um mal aus der Hütte zu kommen. Frag mich wer da an den PC gelassen wurde, denn er hat er verzweifelt die gesamte Seite durchforstet. An aller letzter Stelle findet er sowas allerdings hier.

Ausser Konkurrenz laufen der R2D2 Beamer, der wohl nicht nur mir gefällt und natürlich „nett ist die kleine schwester von scheisse“.

Itsy Bitsy Spider

Ok, es musste ja auch die andere Seite geben:

Your results:
You are Spider-Man

Spider-Man
80%
Green Lantern
80%
The Flash
65%
Catwoman
65%
Supergirl
55%
Hulk
55%
Iron Man
55%
Robin
50%
Superman
50%
Wonder Woman
45%
Batman
25%
You are intelligent, witty,
a bit geeky and have great
power and responsibility.


Click here to take the Superhero Personality Quiz

I’m a lover and I’m a sinner…

I’m a joker, surprise 😉

Your results:
You are The Joker

The Joker
72%
Lex Luthor
70%
Magneto
68%
Apocalypse
68%
Dr. Doom
67%
Mystique
63%
Poison Ivy
62%
Mr. Freeze
54%
Dark Phoenix
52%
Venom
51%
Green Goblin
47%
Catwoman
44%
Riddler
43%
Juggernaut
43%
Kingpin
43%
Two-Face
39%
The Clown Prince of Crime. You are a brilliant mastermind but are criminally insane. You love to joke around while accomplishing the task at hand.


Click here to take the „Which Super Villain am I?“ quiz…

hier gefunden

1+1=3 und die Bomben sind dabei…

Etwas in dieser Art hatte ich ja im Urin. Naja eigentlich in den Augen und Ohren…

Mal abgesehen von den aktuellen politischen Spannungen zwischem den USA samt Willigen und Iran gibt es wohl noch weitere Punkte die deutlich machen, das für eine der beiden Seiten wohl nur noch um ein wann und nicht mehr um ein ob geht.

Fangen wir mal hiermit an. „Gezielte Schläge mit der GBU-38, einer Waffe die man auch an Brot- und Butterfliegern wie der F16 montieren kann, ausgeführt mit einer B1-B. Die B1 ist ein Teil der stategischen Langstreckenbomberflotte der USA. Das sind die Kisten die früher dafür gedacht waren, das Ende der uns bekannten Welt noch zu beschleunigen und den pöhsn pöhsn Ivan überschallschnell noch ein paar Erst- oder Zweitschlaggeschenke zu überbringen. Das sind auch die Kisten die im Irak und Kosovo Bomben abgeworfen haben. Auch zu Beginn des Afghanistankrieges waren diese Flugzeuge mehr als maßgeblich beteiligt. Bei diesen Flügen wurden durch die B1 im Mittel ein Viertel bis ein Drittel der jeweiligen Bombenlast abgeworfen, der Anteil der Flüge der B1 lag weit unter 10%. Einzelne Bomben abzuwerfen ist für eine B1 dann eher eine Ausnahme würde man denken, wenn man mal amateurhaft die Betriebskosten einer B1 mit denen einer F16,15,18 oder 14 vergleicht, die zumindest für solche Einsätze wie den zu Beginn erwähnten ausreichen sollten. Eine Idee warum dieser einzelne Angriff mit einer B1 ausgeführt wurde liefert die USAF gleich mit:

This was the first use of a GBU-38 JDAM by a B-1B in a combat environment. The Air Force recently added a new software package to the bomber that allows it to carry and deliver this guided weapon. The JDAM, a 500-pound bomb, is a precision weapon that allows warfighters to focus their strikes and minimize collateral damage.

“With the new software package and this precision weapon, we can target and eliminate the terrorist threat in close quarters,” said Maj. Gen. Allen Peck, deputy Combined Forces Air Component commander for U.S. Central Command. “We’re able to better support our coalition ground forces,” he said “and significantly reduce the possibility of civilian casualties.”

Gut, in einem Kampfgebiet eine nicht sonderlich aufregende neue Waffe (eine „kleinere“ JDAM) mit einem strategischem Langstreckenbomber zu testen, einem Bomber von dem es, je nach Quelle, noch zwischen 60 und 90 einsatzbereite Einheiten gibt könnte man gewagt nennen. Allerdings nur wenn man die Betrachtung auf den Test der Waffe legt. Es wurde hier nicht der Abwurf der Waffe getestet sondern der Abwurf von einer B1. Hört sich im ersten Moment nicht sonderlich aufregend an, aber das kommt noch.

Neulich war es dann wieder soweit. Neben der totalen Anzahl der Angriffe sind auch wieder die B1 erwähnt. Diese durften wieder einzelne Gebäude, ja sogar eine Waldgrenze bebomben. Erneut mit einzelnen Schlägen von GBU-38 (500p),12(500p) und 31(2000p). Die 12 und 38er sind mit ihren „nur“ 500 Pfund ja noch als Präzisionswaffen vermarktbar, die GBU-31 hingegen ist dafür gebaut, erst bunkerähnliche Strukturen zu durchdringen bevor sie explodiert. Der Bereich um den entstehenden Krater einer solche Bombe (gute 10 Meter Tiefe und 15 8 Meter Radius) in dem die Splitter eine tödliche Wirkung haben beträgt irgendwas jenseits der 360 Meter. Klingt gerade nicht sonderlich „kolleteral schadensvermindernd“ oder? Definitiv keine Waffe die man in einem bewohntem Gebiet einsetzen sollte wenn man die Bevölkerung nicht in die Arme(e) des Gegners treiben will.

Oder steckt da etwa mehr dahinter? Natürlich tut es das.

Einzelne präzise Schläge mit einer B1-B Lancer haben deutliche Vorteile gegenüber Angriffsflügen mit konventionelleren Jagdbombern. Für die Menge der Bombenlast erreicht eine B1 eine sehr hohe Geschwindigkeit, kann in einer sehr niedrigen Höhe fliegen, besitzt eine geringe RCS als vergleichbare Flugzeuge und kombinierte diese Eigenschaften mit einer sehr hohen Reichweite. Konzipiert als eine Erstschlagswaffe die unentdeckt in ein feindliches Gebiet eindringen soll einzelne Ziele auschalten soll. Quasi das was man für einen Anfangskrieg zusätzlich zu Tomahawks und Co. braucht. Allerdings nicht das was man im Moment in Afhanistan oder im Irak braucht. Auch wenn man dort mit vereinzelter Luftabwehr zu rechnen hat dürfte allein durch die Betriebskosten der gelegenliche Abschuss einer F-1x günstiger kommen als der aufwendige Betrieb der B1. Also immer noch Übungen? Wofür üben diese Langstreckenbomber denn das präzise Auschalten einzelner Gebäude mit bunkerknackenden Bomben? Zwei Fragen habe ich dann noch:

The strike came after coalition forces came under fire from enemy forces in the buildings.

Also gab es den Angriff der B1 nach Funkmeldung? Sind also mehrere B1 über Afghanistan in Bereitschaft? Für einen Teil des Rückgrades der strategischen Bomberflotte der USA ein gewagter Einsatzort, zumal die Aufgaben auch gut durch andere vorhandene Flugzeuge vorgenommen werden könnten (das alte Warzenschwein vllt.). Zumal an beiden Einsätzen Beobachtertrupps vorhanden waren um die Ergebnisse der Angriffe zu melden.

Und dann noch das hier. Erneut 31 und 38er GBUs auf normale Gebäude. Und die Gegend um Sangin wirkt nicht überall so unbewohnt das 300m Bombensplitterkreise niemanden stören. Es gibt noch genug weitere offizielle Meldungen über Einsätze der B1. Mit dem Teil der Gerüchteküche dazu gibt sich irgendwann ein Idee die nicht die Vermeidung eines militärischen Konfliktes mit dem Iran beinhaltet.

Juchee und so :-/