Manchen Menschen muss man „nachhaltig“ in den Arsch treten….

Nachhaltigkeit. Nachhaltige Entwicklung. Sustainable Development. Ein Jahr meines Lebens hab ich mich u.a. mit dieser Thematik beschäftigt, um mit ein paar anderen Leidensgenossen ein Tool zu entwickeln, mit dessen Hilfe nachhaltige Entwicklung unterstützt werden soll.

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die eigenen Bedürfnisse befriedigt, ohne die Möglichkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. „

Sagt der Brundtland-Bericht. Jeder mittelmäßige PR-Berater und Politassistent sollte doch in der Lage sein, das ihnen anscheinend unbekannte Wort „nachhaltig“ mit dem erstbesten Googletreffer halbwegs zu verstehen. Dennoch muss ich mir immer wieder anhören wie irgend ein Hannes von „nachhaltig verändern“ „nachhaltig beeinflussen“ oder einer „nachhaltigen Kurssteigerungen“ sprechen. Oder wie gerade im Radio von „nachhaltigem Absatz“.

Nachhaltig bedeutet nicht andauernd, es bedeutet nicht stetig, es bedeutet nicht anhaltend und es bedeutet nicht gefestigt. Im Grunde ist nachhaltig keins der Wörter die man als Politiker in den Mund nehmen sollte, wenn man keine Ahnung davon hat. Oder wie es sogar der Wirtschaft (in diesem Falle Dr. Michael Rogowski) schon aufgefallen ist:

Mitunter fungiert Nachhaltigkeit ja tatsächlich als eine Art Füll- und Modewort.
Wo manchem partout nichts einfällt, garniert er Texte und Reden mit dem Adjektiv „nachhaltig“.
Das wirkt dann zumindest fortschrittlich.
Auch wenn oft niemand weiß, was eigentlich gemeint ist.

Also liebes Politmittelfeld: Wenn eure Schreiberlinge euch mal wieder eine Rede vorlegen, in der dieses n-Wort vorkommt, dann überlegt mal kurz ob es in dem verwendetem Zusammenhang denn auch Sinn macht. Ansonsten sagt diesem Schreiberlingen mal die Meinung, ihr wisst schon: nachhaltig!

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