1+1=3 und die Bomben sind dabei…

Etwas in dieser Art hatte ich ja im Urin. Naja eigentlich in den Augen und Ohren…

Mal abgesehen von den aktuellen politischen Spannungen zwischem den USA samt Willigen und Iran gibt es wohl noch weitere Punkte die deutlich machen, das für eine der beiden Seiten wohl nur noch um ein wann und nicht mehr um ein ob geht.

Fangen wir mal hiermit an. „Gezielte Schläge mit der GBU-38, einer Waffe die man auch an Brot- und Butterfliegern wie der F16 montieren kann, ausgeführt mit einer B1-B. Die B1 ist ein Teil der stategischen Langstreckenbomberflotte der USA. Das sind die Kisten die früher dafür gedacht waren, das Ende der uns bekannten Welt noch zu beschleunigen und den pöhsn pöhsn Ivan überschallschnell noch ein paar Erst- oder Zweitschlaggeschenke zu überbringen. Das sind auch die Kisten die im Irak und Kosovo Bomben abgeworfen haben. Auch zu Beginn des Afghanistankrieges waren diese Flugzeuge mehr als maßgeblich beteiligt. Bei diesen Flügen wurden durch die B1 im Mittel ein Viertel bis ein Drittel der jeweiligen Bombenlast abgeworfen, der Anteil der Flüge der B1 lag weit unter 10%. Einzelne Bomben abzuwerfen ist für eine B1 dann eher eine Ausnahme würde man denken, wenn man mal amateurhaft die Betriebskosten einer B1 mit denen einer F16,15,18 oder 14 vergleicht, die zumindest für solche Einsätze wie den zu Beginn erwähnten ausreichen sollten. Eine Idee warum dieser einzelne Angriff mit einer B1 ausgeführt wurde liefert die USAF gleich mit:

This was the first use of a GBU-38 JDAM by a B-1B in a combat environment. The Air Force recently added a new software package to the bomber that allows it to carry and deliver this guided weapon. The JDAM, a 500-pound bomb, is a precision weapon that allows warfighters to focus their strikes and minimize collateral damage.

“With the new software package and this precision weapon, we can target and eliminate the terrorist threat in close quarters,” said Maj. Gen. Allen Peck, deputy Combined Forces Air Component commander for U.S. Central Command. “We’re able to better support our coalition ground forces,” he said “and significantly reduce the possibility of civilian casualties.”

Gut, in einem Kampfgebiet eine nicht sonderlich aufregende neue Waffe (eine „kleinere“ JDAM) mit einem strategischem Langstreckenbomber zu testen, einem Bomber von dem es, je nach Quelle, noch zwischen 60 und 90 einsatzbereite Einheiten gibt könnte man gewagt nennen. Allerdings nur wenn man die Betrachtung auf den Test der Waffe legt. Es wurde hier nicht der Abwurf der Waffe getestet sondern der Abwurf von einer B1. Hört sich im ersten Moment nicht sonderlich aufregend an, aber das kommt noch.

Neulich war es dann wieder soweit. Neben der totalen Anzahl der Angriffe sind auch wieder die B1 erwähnt. Diese durften wieder einzelne Gebäude, ja sogar eine Waldgrenze bebomben. Erneut mit einzelnen Schlägen von GBU-38 (500p),12(500p) und 31(2000p). Die 12 und 38er sind mit ihren „nur“ 500 Pfund ja noch als Präzisionswaffen vermarktbar, die GBU-31 hingegen ist dafür gebaut, erst bunkerähnliche Strukturen zu durchdringen bevor sie explodiert. Der Bereich um den entstehenden Krater einer solche Bombe (gute 10 Meter Tiefe und 15 8 Meter Radius) in dem die Splitter eine tödliche Wirkung haben beträgt irgendwas jenseits der 360 Meter. Klingt gerade nicht sonderlich „kolleteral schadensvermindernd“ oder? Definitiv keine Waffe die man in einem bewohntem Gebiet einsetzen sollte wenn man die Bevölkerung nicht in die Arme(e) des Gegners treiben will.

Oder steckt da etwa mehr dahinter? Natürlich tut es das.

Einzelne präzise Schläge mit einer B1-B Lancer haben deutliche Vorteile gegenüber Angriffsflügen mit konventionelleren Jagdbombern. Für die Menge der Bombenlast erreicht eine B1 eine sehr hohe Geschwindigkeit, kann in einer sehr niedrigen Höhe fliegen, besitzt eine geringe RCS als vergleichbare Flugzeuge und kombinierte diese Eigenschaften mit einer sehr hohen Reichweite. Konzipiert als eine Erstschlagswaffe die unentdeckt in ein feindliches Gebiet eindringen soll einzelne Ziele auschalten soll. Quasi das was man für einen Anfangskrieg zusätzlich zu Tomahawks und Co. braucht. Allerdings nicht das was man im Moment in Afhanistan oder im Irak braucht. Auch wenn man dort mit vereinzelter Luftabwehr zu rechnen hat dürfte allein durch die Betriebskosten der gelegenliche Abschuss einer F-1x günstiger kommen als der aufwendige Betrieb der B1. Also immer noch Übungen? Wofür üben diese Langstreckenbomber denn das präzise Auschalten einzelner Gebäude mit bunkerknackenden Bomben? Zwei Fragen habe ich dann noch:

The strike came after coalition forces came under fire from enemy forces in the buildings.

Also gab es den Angriff der B1 nach Funkmeldung? Sind also mehrere B1 über Afghanistan in Bereitschaft? Für einen Teil des Rückgrades der strategischen Bomberflotte der USA ein gewagter Einsatzort, zumal die Aufgaben auch gut durch andere vorhandene Flugzeuge vorgenommen werden könnten (das alte Warzenschwein vllt.). Zumal an beiden Einsätzen Beobachtertrupps vorhanden waren um die Ergebnisse der Angriffe zu melden.

Und dann noch das hier. Erneut 31 und 38er GBUs auf normale Gebäude. Und die Gegend um Sangin wirkt nicht überall so unbewohnt das 300m Bombensplitterkreise niemanden stören. Es gibt noch genug weitere offizielle Meldungen über Einsätze der B1. Mit dem Teil der Gerüchteküche dazu gibt sich irgendwann ein Idee die nicht die Vermeidung eines militärischen Konfliktes mit dem Iran beinhaltet.

Juchee und so :-/

3 thoughts on “1+1=3 und die Bomben sind dabei…

  1. Hi seit den Terrorwar sind mehrere B1 in England stationiert, und das sie solche Einsätze fliegen ist auch bekannt. Aber warum dann der Kommentar das dumme damals als ich beim Bund war, gab es einen Luftzwischenfall mit den Amis die ersten Tomahawks sind ohne Genehmigungen über halb Europa geflogen. JA die neuen Waffen werden immer effektiver was das töten angeht und in Verbindung mit den Tornados könnte sogar eine Luftgestützt Zielbeleuchtung erfolgen wenn man die Pods dafür mitnimmt. Naja kommt Zeit kommt Rat.

  2. AFAIK kommen die meisten B1 über Afgh. aus Diego Garcia (Dem angeblichen schönsten Standort der Massenvernichtungswaffen). Einsätze fliegen die Kisten halt schon lange, nur diese einzelnen Präzisionschläge find ich immer noch etwas ungewöhnlich. Sicher kann man eine B1 ewig kreisen lassen und nach und nach von ihren Dutzend GBU38 immer eine abwerfen lassen, doch ist das nichts was eine in der Nähe stationierte F16 oder ne A10 auch leisten kann, die btw durch andere Bordwaffen mehr Kontrolle hätte…

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