Wer hat Angst vorm kleinen Mann…

Sie haben Angst. Sie wittern Gefahr. Sie fürchten, teilweise berechtigt, um ihre Arbeitsgrundlage.

Wen ich meine? Die klassischen Medien, ob nun Print oder Onlineausgabe.

Warum ich das meine? Nicht grad wegen dem Wirbel der im Moment um Blogs gemacht wird, nein. Eher wegen solcher Artikel in der FAZ. Nicht etwa, dass dieses Thema nun sonderlich spannend wäre. Wikitravel war mir noch nichtmal bekannt bis zu diesem Artikel. Wobei diese Seite ein tolles Konzept hat, und mit etwas Mitarbeit sicherlich gut funktionieren wird. Nein, ich sehe das wieder nur als einen weiteren Punkt, in dem die klassischen Medien um ihre Auflage kämpfen müssen. Was macht man inzwischen wenn man sich über ein Gerät informieren will? Kauft man sich eine Fachzeitschrift oder sucht man in den gängigen Bewertungsportalen nach einer Information? Was machen Schüler wenn sie sich auf ein Referat vorbereiten sollen? Das Lexikon im Regal oder Wikipedia?

„Hey, dieser Backpack0r42 hat einen Bericht über den kleinen Pub in Waterville geschrieben in dem wir damals auch waren. Steht ja fast alles so wie wir das erlebt haben. Und über Kroatien hat der auch was geschrieben, vielleicht finden wir da ja einen Tipp für den Segeltörn?“

Es ist nun einfach mal so, dass durch das Internet der Erfahrungs- und Wissensaustausch viel einfacher geworden ist. Man will gar nicht mal eine zusammengefasste von der Journallie bearbeitete Version. Es kann auch ruhig der Text mit den Tippfehlern, den Stilbrüchen, vom Typen von nebenan sein. So wie man früher Freunde, Bekannte und Nachbarn bei solchen Dingen gefragt hat, macht man das nun halt im Netz. Und bei weitem nicht nur die hippe, junge Generation. Nein, Frage-Antwort Spielchen funktionieren für Jedermann. Diese Möglichkeiten werden bestimmt nicht die klassischen Medien ablösen. Dazu gibt es immernoch einen viel zu hohen Berieselungsfaktor durch Radio&TV. Doch was den Informationsbedarf angeht, der wird in Zukunft wohl öfter mal von solchen „arnachistischen“ Projekten gestillt werden anstatt von Spartenblättern verschiedener Verlage, nicht über werbeüberfrachtete Kommerzseiten, nicht mit Sonderbeilagen oder Themenheften.

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