Kleines Fazit zum Flashmob Versuch

Nur ein kleines Fazit, dann geb ich auch Ruhe mit dem Thema.

Das der örtlichen Presse, die gestern schon kurz nach dem Flashmob in ihrem IPTV einen Beitrag gesendet hatte, mit recht gutem Bildmaterial (3 Stockwerke über dem Mob):

Dort wird das ganze nun als spontane Meldung von zwei Leserreportern  HandyScouts (Internes: Mwhahaha) geführt (Jahaha, aufgepasst Springfeder! Auch das Powerblatt des Nordwestens kann sich per SMS und MMS berichten lassen, nur gibt es hier in der GrossKleinstadtprovinz keinen Schotter, da muss die Erwähnung des Namen reichen.).  Die Anzahl der Teilnehmer wird darin auf grobe 1000 Leute geschätzt. Dazu noch ein passendes Bild von der Kameraposition im drittem Stock, untertitelt mit:

„Hauptsache treffen: Etwa 500 Jugendliche verteilten gestern auf dem Julius-Mosen-Platz sanfte Prügel“

Die Wahrheit der Zahl der Anwesenden liegt wohl irgendwo dazwischen, mit den Beobachtern und denen die nicht mehr in die Kissenmeute stürmen wollten kann man locker auf 1000 Anwesende kommen.  Zudem noch der Hinweis auf NWZtv, die sehr spontane Filmaufnahme der spontanen Aktion 😉

Noch mein Senf dazu:

Ja, es war kein Flashmob, irgendwas zwischen Smartmob und Massenhappening trifft es eher. Immerhin hat es gezeigt wie gut inzwischen das „stille Post“ Spiel per Icq, Msn, BLog, SMS und Foren klappen kann.  Und das manche auch für so einen Blödsinn den Arsch hochbekommen, die ansonsten ein Totalverweigerer der Interaktion mit fremden Menschen sind (oder nur zufällig vorbei sehen oder oder). Und wenn dieser kurze Blödsinn bei manchen ein warmes fluffiges Gefühl in der Magengegend hinterlassen haben sollte, das nicht von der Inhalation von zuviel Haustaubmilben und Gänsefedern kommt, so what?

Vielleicht ist die Zeit der allgemeinen Flashmobs (im Blog der Anreger zu dieser Idee wurde es ja schon so ähnlich erwähnt) wirklich schon veraltet, bzw. nicht mehr in der Richtung anbringbar. Wenn es nun darum gegangen wär für Knuts Hinrichtung Sicherung vor den Medien zu Jodeln oder gegen Studiengebühren Cha-Cha-Cha zu tanzen wären bei weitem weniger Leute angerückt? Vor einigen Jahren konnte man noch eine einzelne Gruppe über solche Mittel ansprechen, heute erreicht man jeden Hans und Franz mit diesen Mitteln, und dann kommt auch jeder Hans und Franz, auch die Leute mit den komischen Frisuren, auch die alten Säcke, auch die in den Tuschkasten gefallenen.

Wirklich Schade fand ich die recht deutliche Präsenz der Medien und der Staatsdiener. Klar kann die Polizei inzwischen sehr schnell reagieren, zumal die Citywache einen Steinwurf das sollte ich so nicht sagen Flügelschlag einer lahmen Taube? zumindest gleich um die Ecke liegt.  Das gleich alles abgesperrt wird war ja auch klar, inkl. Krankenwagen. Wo bleibt denn da der letzte Funken von nicht geplantem, spontanem? Das knappe tausend Leute nicht eben mal auftauchen und verschwinden können ist ja leider nicht zu vermeiden, aber das ganze noch derart abzusichern wie ein Schützenfest, nun.. das ist irgendwie so unflashmobbig wie es nur geht 😉

Ja, wenn ein kleines Kind nun von einem schwerem Kissen erschlagen worden wäre, dann wäre ich ja glücklich über die Krankenwagen, sicher doch….

3 thoughts on “Kleines Fazit zum Flashmob Versuch

  1. Wenn sie hier mitlesen kommt sowas betimmt noch.
    Und als Hintergrundbild fürs Mobile.
    Als SMS-Ton dann ein Kissenschlag, und als Klingelton ein aufreissendes Daunenkissen..

    Wuuuschhh…..

  2. Da es immer eine gewissen Quote von Leuten gibt, die das Produkt dann auch kaufen, wäre es im Grunde genommen fahrlässig, ein solches Motiv nicht zu vermarkten, man möge davon halten was man will. Ob man sich für zwei, drei Shirts allerdings die Mühe macht…
    Aber schön zu sehen, dass die Oldenburger Polizei sooo schnell reagiert 🙂 . Nur eine Woche Vorwarnzeit für etwas, was anscheinend auch der letzte Horst mitbekommen hat…

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