Der hat nicht die Eier gehabt wie man sagt…

…der Bushido, sagt zumindest die Alice Schwarzer. Selbige vertrat vor einigen Wochen Sandra Maischberger in ihrer Sendung. Thema war „Früher, Härter, unromantischer – Sex ohne Liebe?“.

Neben der gemischten Runde gab es noch einen zusätzlichen Gast Opfer: Den König Manuel Romeike zu Pornohausen, oder wie er sich selber gerne nennt: King Orgasmus One.

Er mag aussehen wie ein durchschnittlicher BWL Student im gestreiftem Polohemdchen mit Pornosonnenbrille, doch er ist ein ganz ganz böser. Er provoziert. Er ist hart. Und er weiss wo der Bartel den Most holt. Oder, für die Beutelhosen, Deppenkäppi und „ich trage krass xxxl footballjersey über meinem xs Hühnerbrüstchen“-Fraktion: Der King ist voll konkret der krasse Checker. Alta! Das ist phätt!…

Glaubt er jedenfalls. Nun, ich will nicht zuviel vorgreifen, schaut euch einfach das Video an. Das er mit dem Thema der Runde und den Gesprächen leicht überfordert war brauche ich glaub ich nicht zu betonen. Alice Schwarzer hat ja inzwischen einen richtig guten Moderationstil entwickelt *g*….

Aber gut das der kleine Pornoproduzent hat ja schon die richtige Entschuldigung bereit:

Es ist nicht seine Musik, seine menschenverachtenden Texte. Nicht dieses Image des MegaStechers und harten Kerl das er für seine Zielgruppe (Das sind wohl die Leute, die bei den Viagra-Spammails klicken und bestellen…) aufbaut. Auch nicht das was er den pupertierenden Beutelhosenträgern vorlebt und als Ideal aufzeigt. Neeein, der Herr Romeike ist da viel weiter, er agiert bei der Problemsuche auf höchstem Niveau. Er macht es wie jeder in der Midlife-Krise steckende Provinzpolitiker:
Das Internet ist schuld. Nuuuur das Internet, weil da gibt es ja soo viel böses und es ist alles so leicht zu finden.

Der Preis für den König: Spacken der Monats, gewonnen durch direkte Bewerbung mit diesem Video, da kann kein Kandidat mehr schlimmeres leisten.

Das Interview war schon vor 2 Wochen, also nicht wundern 😉

7 thoughts on “Der hat nicht die Eier gehabt wie man sagt…

  1. Am Thema vorbei, aber ich muss es mal irgendwo loswerden:
    Ich habe die Sendung teilweise gesehen und wusste danach wenigstens, warum Alice Schwarzer nie eine eigene Talkshow bekommen hat. Das war keine Debatte, das war ergebnisorientierte Arbeit. Das Thema “Früher, Härter, unromantischer – Sex ohne Liebe?” führte natürlich auch automatisch zur Frage, ob wir in einer pornographischen Gesellschaft leben und ob das nun gut oder schlecht sei. Gut, über dieses Thema kann man wirklich geteilter Meinung sein, beide Seiten haben vermutlich gute Argumente. Welche Auffassung Frau Schwarzer vertritt, ist allgemein bekannt. Und dass sie sich von der „Gegenpartei“ keine würdigen Diskussionspartner, sondern Schiessbudenfiguren wie diesen Schulhofrapper holt, und ausserdem durch Suggestivfragen glänzte, ließ nicht wirklich auf eine faire Diskussion hoffen. Und einen weiteren Gast, eine alleinerziehende Jungmutter, soweit ich weiss, liess sie nach ihren Antworten teilweise nur durch ein überlegenes „Aha!“ (mit Begleitgrinsen) ins offene Messer laufen (in einer imaginären Denkblase stand wohl sowas wie „Danke für die Steilvorlage, dumme Unterschichtenjule“.
    Um das eigentliche Thema der Talkshow ging es mir, wohlgemerkt, eigentlich nicht. Ich kann nur diese Meinungmonopolistin des deutschen Feminismus nicht mehr sehen. Gibt’s keine anderen intelligenten Frauen, die was Gescheites zu sagen haben?

    P.S.: Wenn man mal interessante Rapper (oder Pop-Musiker, je nach Auffassung) sehen will – heute abend ist S.M.U.D.O. bei Harald Schmidt zu Gast 🙂 .

  2. Natürlich hat eine solche Talkshow ein Ziel, selbstverständlich ist die Arbeit zielgerichtet, gerade, wenn es eine Moderatorin wie Alice Schwarzer gibt.

    Ich finde das auch nicht schlimm, letzten Endes ist es klar, dass es keine Objektivität gibt, man muss sich das halt nur einmal zu Beginn klar machen.

    Dass sich ein Medienprofi wie Frau Schwarzer dort vor allem Schiessbudenfiguren hinstellt, ist sicherlich kein Zeichen von Stärke, sondern eher ihrem Sendungsbewusstsein geschuldet (sie wollte nicht durch schlechtes Aussehen ihre Message verwässern lassen).

    Das einzige, was man ihr vorwerfen kann, ist wirklich, dass sie nicht klar gesagt hat, dass es darum geht eine Meinung zu elaborieren, sondern so getan hat, als gäbe es eine offene Diskussion.

  3. Sie hat immerhin Jahre dafür gebraucht um an diesen Punkt zu kommen, also ist es eine Entwicklung *g* Wenn ich an frühere Gespräche zurückdenke hatte das wenig von einem normalem Gespräch an sich. Aber Back2Topic:
    Eine Debatte war es nicht, eher ein von 2 Personen geführter Monolog. Sicherlich hätte das Gespräch mit Bushido andere Formen angenommen, ganz auf den Kopf gefallen ist der ja nun nicht, aber den Ersatz den sie da hingestellt haben…
    Ich weiss ja das die Zielgruppe diese Sendung nicht sieht, aber ernst nehmen können die ihn doch nun wirklich nicht mehr (Ok, konnte man vorher auch nicht…)

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