Sensei Seo sagt: Traffic ist der Weg zur Erkenntnis mein Sohn

Traffic und Blogs, mein Senf:

Will man Traffic haben? Warum will man Traffic haben?

Zielsetzung des Blogs überdenken. Privat, Halbprivat oder doch was anderes. Will ich Leser, will ich Kommentatoren, will ich Trackbacks?

Erstmal für IT-guerilla:

Meine private Spiel- und Lümmelwiese. Gedacht um die Dinge ins Netz zu stellen die mir für den Moment wichtig sind. Für den Moment des Schreibens. Kann gut sein das ein Thema dann schon ausgekaut, durch die Blogosphäre geschwebt und zig mal gediggt, getaggt, getrackbackt, gedeliciousiert, gewongt und was weiss ich nicht noch ist. Darum gehts mir dabei nicht. Mitlesend sind hier alte und neue Freunde, Bekannte und Unbekannte. Wenn ich Glück hab antwortet jemand auf die Beiträge. Besucher freuen mich. Besucher die mitreden noch viel mehr. Ich muss sie aber nicht haben. Hier gibt es keine Adsense, Banner oder sonstiges. (Das Widget mit den Platten führt zu Amazon, das ist wahr. Doch meine Miete bezahl ich damit nicht, ehrlich gesagt kommt da nix rein, aber das macht nix).

Gründe einen Adserver zu betreiben seh ich (noch, ganz ganz stark noch) nicht. Sollte aus irgendwelchen Gründen der Traffic hier mal derart ansteigen das mich mein Provider belangt, vielleicht überleg ich das ganze dann mal. Aber von dieser Situation sind wir weit enfernt. Die bisherigen Kosten für das Paket fallen auch ohne das Blog an, der meiste Traffic kommt von anderen Seiten (Nurpel zum Bleistift).

Es war witzig eine Zeitlang in den diversen Blogcharts unter den Top 300 mitzuschwimmen. Zumal dieser Effekt allein über die „Berichterstattung“ des lokalen Flashmob Versuchs erreicht wurde. Vielleicht passiert sowas in nächster Zeit wieder, vielleicht wenn die NPD im Herbst ihren Bundesparteitag abhält werd ich wohl wieder viel Google Traffic für „Berichterstattung“ bekommen. Ansonsten bleibt es bei privaten Themen, kleinen Belanglosigkeiten die nur ein dutzend Leute interessieren dürfte. Ich wert natürlich weiterhin auf Trackbacks reagieren 😉 und bei anderen diversen Themen mitschwimmen, doch nur wenn ich Lust hab. Es ist immernoch ein TPB (Themenloses Privates Blog) hier, nichts anderes soll es sein. 100 Besucher pro Tag für it-guerilla sind nett, doch ohne viele Kommentare für den Sinn des Blogs verschwendet. Auch bei 1000 Besuchern wird sich die Ausrichtung und die Thematik nicht ändern, nur die Traffickosten für mich würden steigen 😉 (und die Ladezeiten für euch wie man mir gesagt hatte :-/).

Und bei global-warning?

Was ganz anderes. Auf dieser Seite wäre Traffic positiv. Nein, dort gibt es auch kein AdIrgendwas (und wird aus ähnlichen Gründen wie ihr nur dann eingeführt wenn eventuelle zusätzliche Serverkosten zu decken sind.), es geht auch nicht um ein Bekanntwerden mit diesem Blog. Es geht um die Themen. Noch steckt das ganze in den Kinderschuhen, aber die Arbeit die reingesteckt wird möchte auch mal ab und an ein Feedback, Trackback und Kommentare haben. Traffic um Diskussionen zu starten, Traffic um Reaktionen zu bekommen. Darum geht es bei GW. Jeder Besucher ist es wert erobert zu werden. Wir wollen dort Gespräche. Diskussionen. Informationen verbreiten. Auch wenn wir nicht immer die massentaugliche Meinung verbreiten ist es doch lesenswert. Ob 100 oder 1000 Besucher macht dort schon einen Unterschied. Allein für den „Hey, es interessiert jemanden“-Faktor der Autoren.

Mein allgemeiner Eindruck zum Thema Traffic:

Wer will Traffic haben? Warum will man Traffic haben?

Ein halbes D u t z e n d an wild gewählten Beispielen. Adfrei. Nicht unbedingt nur unbekannte Blogs. Aber auch weniger Bekannte. Allesamt kommen sie ohne viel Werbung aus, aber mit viel Inhalt daher. Wollen diese Blogs krampfhaft Traffic haben oder bekommen sie ihn von alleine? Ich würd sagen er kommt mehr oder minder von alleine. Weil die Leser sich für die Themen interessieren. Für die Ausrichtung der Blogs. Dann nehmen sie es auch in Kauf längere Texte zu lesen. Sie fangen an sich zu beteiligen. Diese Seiten bekommen den Traffic den andere haben wollen.

Diese Seiten bekommen keine Beispiellinks, kennen tut sie jeder. Links und rechts ein paar Banner. „Zielgruppen“ gerechte Werbung. Inhaltlich widmen die Seiten sich genau den Punkten(Wie bekomme ich mehr Traffic auf meine Seite? Wie bekomme ich den längeren Schwanz einen besseren Pagerank?, Mit welchem Werbepartner verdiene ich das meiste Geld?) das mich bei dem Thema Traffic anödet. Oder sie sammeln „witzige“ Bilder und Videos. Klauen diese dann noch von anderen Seiten und stempeln sie als eigene Idee ab. Stellen Linkfarmen ins Netz, versuchen die Bewertungsmethoden der bekannten Suchmaschinen zu bescheissen um ihre (inhaltslosen) Seiten vor die Seiten mit dem lesenwertem Inhalt zu positionieren. Schmerzresistenz ist ein Muss. Ignoranz kann helfen.

Es wäre albern das ganze auf ein „Die einen haben ihn, die anderen wollen ihn“ runter zu brechen, aber es ist teilweise wirklich so, dass der Traffic sich nicht auf Dauer umbiegen lässt. Bestimmt gibt es ein paar Blogger/Seitenbetreiber die von ihren Ad-Einnahmen (gut) leben können. Für jeden davon gibt es aber auch Tausend die es versuchen und kläglich scheitern. Sicherlich kann man die Serverkosten reinholen und ein paar Euronen Gewinn machen, doch mal ehrlich: Die Zeit und den Aufwand den manche in ihre SEO-Aktivitäten stecken, kann man mit „ehrlicher“ Arbeit doch gewinnbringender füllen. Ich sag nicht das man per Blog nicht auf lukrative Verdienste stossen kann. Nur haben die meistens gar nichts mit der Werbung im Blog zu tun. Und mit dem Aufwand das Blog bekannt zu machen.

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