Hurricane 2007: Der Samstag

Nochmal eine kleine Ergänzung zu dem Freitag, irgendwann gegen Abend erblickte man folgendes auf den Leinwänden:

Darauf bereitet man sich natürlich vor. Nur passierte am Freitag (kaum) was. Es gab zwar noch einzelne Schauer, aber kein Gewitter oder Starkregen. Glück gehabt?

Fast… Denn diese Unwetterwarnung galt wohl für Samstag, tja liebes Hurricane Team: Bitte das nächste mal auch auf der Leinwand diese Zeile hinzufügen „Samstag:“ :-/

So war es zwar noch halbwegs möglich den Grill und das Teewasser heiss zu bekommen, doch kaum da mehr oder weniger alle wach waren gab es den „Starkregen“. Innerhalb kürzester Zeit stand der Platz unter Wasser. Ich will gar nicht wissen wie es auf den „billigeren“ Plätzen aussah, die Weide auf C1 und C2 kam jedenfalls an ihre Grenze. Immerhin hielten sowohl Pavillion als auch Zelte den Regen einigermassen von uns ab, was dankenswerterweise zu nur leicht feuchter Kleidung führte. Memo an mich: das nächste Mal wieder die etwas BW-Stiefel mitschleppen. Chucks sind nur dann noch angenehm, solange sie eine Chance haben zu trocknen.

Und nein, das ist kein Biotop oder naturbelassener Teich, das ist der Boden…

Irgendwann war es auch halbwegs egal das es nicht mehr wirklich trocken wurde, Musik war angesagt.  Mogwai sollten nochmal bei trockenerem Wetter spielen, dann hab ich vielleicht mehr Lust nach vorne zu gehen. Immerhin weiss ich nun von welchem Soundtrack ich sie kannte…

Frank Black hat schon gut gerockt, nur zerrte das Wetter immernoch leicht an den Nerven. Bloc Party, nun ja nicht unbedingt schlecht, aber einfach nicht einer meiner Favoriten. Später gab es dann noch den etwas trockeneren Auftritt von Incubus (Mir war als rockten sie auf dem Bizarre 2001 mehr, aber schlecht waren sie bei weitem nicht). Irgendwann dazwischen wurde noch mal gegrillt, beim Auto war ich auch nochmal ,klingt uninteressant, aber der Weg zum Wagen sagte mir das es eine spitzen Entscheidung war den Parkplatz zu wechseln, die meisten „Ausfahrten“ waren schon extrem verschlammt, unter anderem auch Dank eifriger Bereitschaftspolizisten. Da hab ich noch eine Frage: Was hat der alte Hannoveraner Scorpio für Durchsagen abgelassen? Die Fahrerin hatte anscheinend ihren Spass…

Den zeitlichen Wechselspielen hab ich es zu verdanken das die Manic Street Preachers immernoch auf meiner „muss ich mal sehen“ Liste stehen, aber ich hoffe sie schaffen es noch eine Weile zusammen zu bleiben. Dann kam Abends die Frau Manson. Nunja. Musikalisch Top, die Bühnenshow nichts unerwartetes. Mir tut der Gitarrist so leid. Das er es immer noch schafft vernünftig zu Spielen wenn ihm ins Ohr gebrüllt wird und er von hinten mehr oder weniger bestiegen wird, reife Leistung… Immerin wusste Manson das er in TOITSLANT! ist, ich glaub ein SCHEISSEL! hab ich auch vernommen. Der eigentliche Grund, warum ich mit eiskalten Füßen solange ausgehalten hab war ja Hayseed Dixie, die mir vor einiger Zeit vom Stefan ans Herz gelegt wurden. Die Niederlage kam dabei in drei Schritten.

Aus der Gegend der grünen Bühne konnte man schon eine recht grosse Menschenmasse vor dem Zelt sehen. Naja, man kann es ja mal versuchen. Also in einigen Umwegen dem Zelt näher gekommen, bis wir gesehen haben das der Schlammsee eine beachtliche Tiefe, Gummistiefelfressende Eigenschaften und einen nicht sonderlich schönen Geruch angenommen hat. Ein „Lass es Wasser sein“ brauchte man nicht mehr ansingen, zumal der See an der einen Seite von Dixies flankiert wurde.  Durchgeweicht vom dauerndem Regen gaben wir dann auf. Früher wäre uns sowas nicht passiert. Entweder liegt es am Alter oder es war wieder eine Anfall von Musikautismus. Falls ein Booker oder Manager von Hayseed Dixie diese Zeilen lesen sollte:

Bucht sie in dieser Region und ich werde alle Freunde und Bekannte solange nerven und nötigen bis der Laden voll ist. Ob nun im Ama, in der Kulturetage oder sonstwo, holt die mal nach Oldenburg.

Zurück zum Festival. Und zurück zum Zeltplatz. Ich spielte kurze Zeit mit der Idee den Grill als Hocker für die Füße zu nutzen, doch nach dem mir zwei nervige kinder den letzten Nerv geraubt haben (Wir, öh -fuck- öhm, brauchen, also für unsere -fuck- Freundin, der gehts nich so , äh gut, also für die, brauchen wir -fuck- also irgend welche schmerz betäubenden mittel. und da – fuck- wollten wir fragen ob ihr uns was leihen könnt.), ging es kurze zeit später dann auch in den vorgewärmten Schlafsack und dank Ohrstöpseln der Sorte „MG-Schütze“ blieb mir „Simons Geburtstagsfeier“ weitestgehend erspart.  Wer auf C1 war und nicht zu dieser Gruppe gehört bekommt mein Beileid ausgesprochen.

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