Ein ehrliches Wort an Kabel Deutschland

Oldenburg, 7. April 2008
Sehr geehrte Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co. KG,

sehr geehrte Frau May,

sehr geehrte Herren von Hammerstein, Cubero del Castillo-Olivares, Hribar und Thomason,

mit großem Bedauern muss ich Feststellen das mir die Werbemaßnahmen ihrer Gesellschaft persönlich stark negativ aufgefallen sind. Seit einiger Zeit erhalte ich ihre Aktionshinweise auf ihre günstigen Angebote im fast wöchentlichen Abstand. Dabei handelt es sich nicht um Wurfpost oder Beilagen sondern um an meine Privatadresse gerichtete Schreiben.

Diese Angebote interessieren mich nicht im geringsten, noch habe ich ihnen je Anlass gegeben mich mit solchem Infomaterial zu versorgen. Zudem stört es mein Sinn für verantwortlichen und nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt wenn ich in diesen kurzen Abständen immer wieder mit den gleichen Hochglanzbroschüre belästigt werde.

Mir ist bewusst, dass es beim ziellosen Einkaufen von großen Adresskarteien zu Fehlern und Doppeleinträgen kommen kann. Sicherlich stammen diese Daten auch nicht immer aus den zuverlässigsten oder sichersten Quellen, doch mit der Fragwürdigkeit der Beschaffung solcher Daten werden sie sich sicherlich nicht beschäftigen wollen. Dennoch sollte es doch mit relativ einfachen Mitteln möglich sein, in den gesammelten Adressdaten doppelte Einträge zu filtern und das Ausbleiben einer Reaktion zumindest als vorläufiges Desinteresse ihrer Dienstleistungen anzuerkennen.

Ebenso ist mir bewusst, dass diese Worte wohl nie bei jemanden ankommen werden der ernsthaft etwas an der Situation verändern könnte oder sogar etwas ändern wollen würde. Gerne dürfen sie diese Worte als Abmahnung auffassen, in Zukunft keine weiteren Werbebriefe an meine Person zu senden.

Mit freundlichen Grüßen

Nils Giesen

17 thoughts on “Ein ehrliches Wort an Kabel Deutschland

  1. … manche (alle?) Werbung ist echt das Letzte. Hast du mal einen Eintrag in die Robinsonliste versucht? Nicht, dass es ein Allheimittel ist, aber es soll in einigen Fällen schon helfen (afaik).

  2. Robinson werde ich mir nicht antun. Das ist ja eine faktisch aktuelle auf fehlerüberprüfte Liste. Klar “dürfen” Firmen das nicht nutzen, aber was stört sie das? Kaufen ja auch so an jeder Ecke die Daten. Und als Privatperson bist du denen relativ schutzlos ausgeliefert. Sicherlich kann man Abmahnen etc, aber in wie weit man dort eine Reaktion erhalten wird…

  3. Aber soweit ich weiß, kann man die Liste nicht einsehen, sondern nur schauen, ob ein bestimmter Eintrag in der Liste existiert. D.h. zum Adressen-Sammeln eignet sich die Liste ja gar nicht, sondern wirklich nur zur Überprüfung, ob eine gegebene Adresse existiert bzw. keine Werbung erhalten möchte.

  4. Pingback: Der “Kabel Deutschland” Werbebriefe Zähler | IT Guerilla

  5. Eintrag Robinsonliste hat bei uns geholfen, wir erhalten insgesamt viel weniger Briefwerbepost.

    Allerdings:
    Kabel Deutschland hält sich _nicht_ an die Robinsonliste.

    Für mich ein Indiz für Unseriösität.

  6. Sauber !! Der Brief kommt genau auf den Punkt. Werde ihn heute noch bearbeiten, ausdrucken und an Kabel Deutschland schicken. Ich werd jede Woche belästigt mit Werbebriefen und Anrufen trotz etlicher telefonischer Bitten dies zu unterlassen.
    Grüße aus Oldenburg

  7. Hi, ich hab dieses Jahr mind. 50 Werbebriefe von Kabel Deutschland erhalten – und rund 10 Anrufe … Robinsonliste wird NICHT von KD beachtet, und obwohl ich eine eMail und ein Fax an den Kundenservice geschickt habe – Ja, wir haben Sie rausgenommen aus dem Verteiler -, bekomme ich weiterhin den Scheiß. Den muß es sau-schlecht gehen, wenn sie auf Flächenbombardierung setzen – daher auch die Renitenz … aber was kann ICH tun … würde es helfen, KD einfach zu kündigen ? … oder dürfen die auch ExKunden zumüllen ?

  8. Ich war nie und werde nie sein: Kunde bei KD – das hindert den Laden aber nicht daran in zweifelhafter Art und Weise enorme Mengen an Adresssätzen zu kaufen und diese mit ihrer Werbung zu belästigen. Das deutsche Recht lässt keine Sammelklagen derart zu, daher wüsste ich grad kaum eine Lösung ausser (in rechtlich und formal anständiger Art und Weise) seinen Unmut über diese Geschäftspraktiken Kunt zu tun…

  9. Hallo zusammen,

    mir und meinen Mitbewohnern geht es genauso wie euch, wir bekommen auch wöchentlich diese Briefe von Kabel Deutschland. Haben mitlerweile auch schon einen Brief geschrieben und gebeten unsere Adressen zu löschen.

    Antwort darauf von Kabel Deutschland: (nicht genauer Wortlaut) Wir haben ihre Adresse gelöscht und entschuldigen uns für Unannehmlichkeiten. Allerdings können wir nicht garantieren, dass Ihre Adresse nicht beim nächsten Adresseneinkauf wieder eingekauft wird.

    Ja und was war mit unterbrechung von einer Woche, wo eben dieses Antwortschreiben von KD kam, bekommen wir weiterhin die Werbebriefe.

  10. “… Allerdings können wir nicht garantieren, dass Ihre Adresse nicht beim nächsten Adresseneinkauf wieder eingekauft wird. ”

    Das kann ja wohl nicht sein. Sind die rechtlich nicht dazu verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass eine abgemahnte Adresse nicht mehr auf dem Verteiler landet? Dass die das natürlich nicht interessiert, ist eine andere Sache, aber hier geben Sie ja öffentlich zu, dass es ihnen sch*** egal ist…

  11. Hey,

    bei mir genau dasselbe, ich war noch nicht einmal Kunde… Mir kommt es so vor, das ich diese an mich “persönlich” gerichtete Werbeeinwürfe bekomme, seitdem ich mal ein Verfügbarkeitscheck gemacht habe. Meine Nachbaren bekommen diese Dinger komischerweise jedoch, also vielleicht doch nicht der Verfügbarkeitscheck!

    Aufjedenfall sehr nervig, da ich mit meinen Daten sehr sorgfältig umgehe und sonst wirklich gar keine an mich gerichtete Werbung bekomm. Mich würd wirklich interessieren, woher die meine Daten haben… Ein Freund von mir arbeitet bei denen im Telefonservice (Technik), mal sehen was der in Erfahrung bekommen kann.

  12. ganz ehrlich: wie kann es sein, dass ein einzelnes unternehmen eine riesige masse an menschen belästigt? die müssen doch täglich einen ansturm von beschwerden bekommen? ganz zu schweigen von der negativen presse. unverständliche ignoranz. ist denn der erfolg/ rücklauf an verträgen trotzdem so durchschlagend? ich jedenfalls würde aus trotz zu JEDEM kabelanbieter gehen, nur nicht zu kabel deutschland.

    und ich freue mich schon auf den tag, an dem ein kabel deutschland mitarbeiter bei uns ins haus will…

  13. pro Woche ca. 8 Werbebriefe von KB.
    werde sie ab sofort sammeln und wenn ich genug zusammen habe
    als unbekannt verzogen zurücksenden.
    vielleicht reagiert dann die Post auch einmal, denn einzeln zurücksenden bringt nichts
    Man muss den Briefkasten mit der spezifischen Werbung schon blockieren

  14. Wir streichen unsere Adresse immer durch, setzen den Vermerk “unerwünschte Werbung – zurück an Absender” drauf und werfen es in den nächsten Briefkasten – so läßt sich zwar nicht diese hirnlose Papierflut bewältigen, jedoch füllt sich wenigstens unsere Papiertonne nicht mehr mit dem Scheiss.
    Wenns ganz dicke kommt, schicken wir es in einem neuen Umschlag zurück mit dem Vermerk: “Porto zahlt Empfänger”. Ein Widerspruch hat bei uns auch nichts geholfen, im Gegenteil. Seit unserem Widerspruch kommt teilweise zweimal pro Woche der Müll.

  15. Pingback: Wenn Werbepost nervt - Kabel Deutschland | Linden entdecken ...

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