Wii Fit – Tag 2

Gestern gab es ja nur eine kurze Info, heute widme ich Wii Fit mal einen ganzen Beitrag.

Fangen wir mit dem Board an:

Mein Wii Fit Balance Board

Optischer Eindruck: Typische Wii-Ware. Grau-Weiss, blaue Led. Nichts glänzendes oder farbige Aspekte. Ist ja auch eigenlich recht unwichtig. Kein wirklicher Nachteil: Auf der weissen Oberfläche sieht man wirklich jeden Fremdkörper, aber da man ja eh dazu angeraten wird Barfuß zu trainieren wird man um eine regelmäßige Reinigung der Oberfläche eh nicht umzu kommen.

Haptik: das Board hat ein gewisses Eigengewicht, rutscht also auf glatten Böden nicht so leicht. Die Oberfläche ist gerade an den Stellflächen sehr rau. Nicht so das man unbequem steht, aber so das man wohl auch mit Schweissmauken nicht ins rutschen geraten soll (Mangels Schweissmauken noch nicht erprobt ;-)). Der Powerschalter ist auch gut mit den Füßen zu erreichen.

Sensorik: Tja, bislang hab ich noch nicht geplant das Board zu zerlegen, der erste Eindruck bestätigt aber die Erwartungen der sehr hohen Genauigkeit. Sowohl das Gewicht als auch die Bewegungen erfasst das Board sehr gut und genau. Wichtig ist es hier wohl vorallem in den Meßphasen/während der Kalibrierung a) auf dem Board zu stehen b) ruhig auf dem Board zu stehen c)mittig drauf zu stehen. Ergibt sich ja irgendwie von selbst aber sollte man nach dem Aufsteigen nochmals seinen Schwerpunkt verlagern verfälscht man wohl die Messungen sehr leicht.

Technik:

Ganz kurz: 4 AA Batterien reichen, belastbar bis 150kg (wohl etwas mehr als die asiatische Variante für die EuroBigMacs *g*), Wird wie eine WiiMote angeschlossen und belegt dabei den 4. Spielerslot.

Genug zum Board, auf zum Programm Wii Fit.

Als erstes begegnet einem die Lobby, hier gibt es die Möglichkeit neue Miis anzumelden, als Gast zu spielen, ein paar Einstellungen vorzunehmen oder zurück ins Menu der Wii zukommen. In der Mitte werden die letzten Trainingsergebnisse dargestellt: Zum einem der BMI, zum anderen die Trainingszeit/das Fit-Guthaben. Und unter dieser Tabelle findet man die bereits angemeldeten Miis die trainieren.

Training ist das Stichwort. Damit sollte und fängt man wohl immer an. Im Training findet man 4 Bereiche, sein Schweinchen Fit und im Hintergrund das Balance Board.

Die Bereiche gliedern sich auf in Yoga, Muskelübungen, Aerobic und Balancespiele. Unter den Bereichen findet man noch seine Top 10 aus den jeweiligen Bereichen, dieses ergibt sich aber wohl auch erst nach einigen Tagen Nutzung.

Das Schweinchen Fit misst die gesamte und tägliche Übungsdauer. So sieht man zum einen wie schnell oder langsam man die 30 Minuten tägliches Training zusammen hat, zum anderen schaltet man durch das Ansammlen von Zeit erstmal viele Übungen und Spielchen frei. Weiterhin kann man dadurch auch höhere Schwierigkeitsgrade und größere Trainingseinheiten freispielen.

Das Balanceboard kann man im Hintergrund zu einem Balancetest fordern der es, zumindest für Personen mit Latenten Haltungschäden auf sich hat. So muss man eben eine 50 zu 50 Balance halten und keine 49,9 zu 50,1 😉

Vor dem Training sollte man sich natürlich leicht aufwärmen und dehnen, dabei helfen kann…

Yoga:

Hier findet man 15, teilweise noch freizuschaltene gängige Yoga-Übungen. Wer also mit dem Baum, der Kobra oder dem Sonnengruß schon Erfahrung hat wird sich hier schnell zurecht finden. Auch bei mehrmaliger Ausführung der Übung gibt der Trainer, teilweise hilfreiche, Tipps.  Aber auch nette Sprüche das es gestern bei ihnen etwas später geworden ist und das so ein kurzer Schlaf ja auf dauer nicht gesund sei *g*…

Die Durchführung der Übungen wird auch für Nicht-Yogaisten sehr gut erklärt IMHO, zumindest hätte ich mit meinen Yoga-Kentnissen diese Aufgaben nicht viel anders erklärt.

Nach der Übung bekommt man eine kleine Bewertung, diese hält sich an den Schwerpunkt. Es bringt hier wohl auch mehr die Übungen ruhig durchzuführen als die extremste Dehnung oder Streckung zu erreichen. Zudem bekommt man auch eine verbale Bewertung, wie man sein Ergebnis noch verbessern kann. Die Wertung sieht man über alle angemeldeten Miis, Wettkampfgedanken können also gestärkt werden 😉

Muskelübungen:

Den Bereich kennt jeder irgendwie: Klappmesser, Liegestütz, Ausfallschritt, Seitenschwung usw.

Dehnung aber auch kräftigendes Training. Ablauf ist ähnlich wie beim Yoga: der Trainer erklärt, man macht nach. Wenn man mit  einigen Yoga-Übungen anfängt ist man hier auch gedehnt genug um sich an schwereres zu wagen. Leider muss man die Wiederholungsanzahl erst freischalten, für etwas trainiertere sind die geringen Wdh-Zahlen der ersten Übungen nicht sonderlich fordernd. Dann gibt es noch Duell-Übungen, hier tritt man gegen seinen Trainer an.

Kleines Manko: für die Liegestützen ist mir das Board etwas zu schmal, ich bin es gewohnt die Hände weiter auseinander aufzustellen.

Aerobic:

Der Funbereich, hier sieht man nicht mehr die pastellfarbenen Trainer sondern sein Mii in Aktion. Alles schön Bunt hier. Hula-Hoop, Step-Aerobic, Joggen, Boxen(?). Die Musik bei der Step-Aerobic ist lustig *g* Joggen auf der Stelle ist gewöhnungsbedürftig, zumal man das ja auch nicht so oft Barfuss macht. Dabei nimmt man btw. auch die WiiMote in die Hand oder Tasche und lässt das Board aussen vor.

Diese Spiele sind auch am besten geeignet für Partys und ähnliches, man muss sich nicht unbedingt viel aufwärmen und das drumherum ist bunt und lustig genug.

Balancespiele:

Noch mehr Mii-Spiele, diesmal mit dem Schwerpunkt Gleichgewicht und Balanceverlagerung. Fußball, mehrere Skiarten, Seiltanz, Kugelbalance usw. Skifahren ist etwas ungewohnt, wer in die normale Haltung geht die er beim Abfahrtslauf hat wird sich etwas umgewöhnen müssen, so gings jedenfalls mir. Skispringen ist hingegen ein grosser Spass, auch wenn man mal nicht richtig landet und zu einem riesen Schneeball wird. Allesamt sind dies auch Spiele die man auf Partys o.ä. spielen kann oder um die Funktion des Boards vorzustellen.

Körpertest

Dann gibt es noch den täglichen Körpertest. Neben dem BMI wird die Balance gemessen und ein Fit-Alter gemessen, wie bei Wii Sports. Dafür gibt es einige Minitests, so konnte ich heute auf der Stelle gehen und mit meinem Schwerpunkt kleine blaue Quadrate jagen. Letzteres war lustig, ersteres war recht gewöhnungsbedürftig im „Wii-Tempo“ zu gehen..

Die Trainer

Noch ein paar Worte zu den Trainern. Die Sprüche & Hinweise sind gut, wiederhlen sich nicht zu oft, insgesamt eine gute Motivation, natürlich kann man das auch anders sehen 🙂 Es gibt einen weiblichen und einen männlichen Trainer zur Auswahl. Ob es hier ausser der Optik und der Stimme grosse Unterschiede gibt habe ich nicht entdecken können, mir gefällt die weibliche Trainerin subjektiv besser, die Stimme ist angenehmer.

Fazit:

Nach zwei Tagen bin ich immer noch positiv angetan von dem Konzept Wii und Fitness. Sicherlich kann man ein besseres Training erreichen in dem man in ein Studio geht, doch ist das auch nicht jedermanns Ding.

Meine Sportarten die ich gerne ausübe kann ich mit dem Board nicht vornehmen (ich glaub nicht das es wasserdicht ist *g*), doch für die täglichen Lockerung und Dehnung reicht mir das Board total. Plus ich bin relativ Zeit unabhängig da ich „zu hause“ mein Training einteilen kann.  Der visuelle Bonus des Feedbacks durch das Programm ist auch nicht zu unterschätzen, man ist eben nicht allein. Ganz nett: Man muss sich ein Ziel setzen und kontrolliert alle 2 Wochen wie nahe man dem Ziel gekommen ist. Gesundheitlich Angeschlagene oder Belastete sollten natürlich nicht nur auf so ein Konzept wie die Wii Fit vertrauen, gerade wenn man in einem Extrembereich liegt sollte man seinen Arzt fragen, da kann so etwas wie die Wii Fit auch nur Beiwerk sein. Für den Normalo ist es aber ein tolles Konzept um seinen Allerwertesten mal hochzukriegen und auch ein paar Übungen zu machen die man sonst nicht machen würde (Mich kann man mit Laufsport jagen (ne Zeitlang jeden morgen 6km reichten da als Trauma), aber an der Wii fang ich anzu joggen ;-)).

Kostenfaktor ist natürlich auch ein Punkt, mit rund 90€ ist dieses Board nichts was man dann in der Ecke vergammeln lässt. Im Vergleich zu den 500€ die allerdings für nen Studio pro Jahr draufgehen relativiert sich so etwas. Klar hat man nicht alle Geräte, aber eine dauerhafte Betreuung.

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