Hurricane 2008 – Anreise am Tag des Thors | 1/5 |

Musik ist das Leben, und Leben ist in der Musik. So begab es sich im Jahre 2008 das einige tapfere Recken sich aufmachten ins nicht ganz so ferne Scheeßel, um eine kleine Zeitspanne unter freien Himmel zu campieren und das Überleben fernab von jeder Zivilisation zu proben, kurz: Es war Zeit fürs Hurricane.

Der Donnerstag, Tag der Anreise gestaltete sich ausgesprochen Stressfrei. Platz und Luxus waren die diesjährigen Begleiter auf unserer Reise. Den Platz fanden wir dann leider nach Ankunft nicht mehr, sowohl der angestrebte P4 als auch der gewünschte C1 waren schon rappelvoll. Wo der noch nicht befüllte P4 gar nicht mal so kritisch war, nervte die Situation auf C1 um so mehr. Lücken für 2-3er Iglus konnte man noch genug finden, doch unser etwas größeres Zelt passte nur noch an eine Stelle:

Das Heerlager von www.mein-gott-ich-bin-zu-doof-ein-zelt-aufzubauen-oder-habe-reiche-eltern.de

Geschätzte Drölf Zillionen Quadratmeter wurden für die Zelte freigehalten, die für ganz faule oder dumme gedacht sind. Ohne den Zeltaufbau hat man sich das erste Bier gar nicht verdient, irgendwie verweichlicht die Jugend aber auch immer mehr.

So jedenfalls begann die Odyssee auf der Suche nach einer geeigneten Stelle für Zelt und Pavillon.  Schnell das Kurzzeitgedächnis angezapft, erinnerte man sich an den Tip von Marc (einem der Veranstalter) aus dem Hurricane-Forum: „C2“. Gut, der Weg zu C2 war etwas weiter, aber die Lage war ideal.

Wiese statt Acker, höher gelegen als der Rest, großzügige Wasser-Sanitärstation in der Nähe und am Donnerstag mehr als leer. Aber etwas weit ab vom Schuss. Wenn man Google Earth glauben darf, haben wir so gut 16km zurück gelegt bis alles am Platz war. Das ging Dank Bollerwagen aber auch erstaunlich gut, und so konnten wir uns nach einem leicht windigen Aufbau endlich den Grill anwerfen. Dabei bemerkten wir auch wieviel des mitgeschleppten Gewichtes an Genuß- und Nahrungsmittel ging, so gesund wie auf diesem Hurricane habe ich mich noch nie auf einem Festival ernährt (Massig Obst und Gemüse, man wird halt doch Älter).

Die Entfernung des Zeltplatzes vom Parkplatz sorgte nun dafür, dass das Public Viewing für uns ausfiel. Aber Not macht erfinderisch und so wurde das Handy samt Boxen zum Radio umfunktioniert und so klassisch wie früher das fliegende Leder nur akustisch verfolgt. Das Ergebnis und jedes Tor wurde dann ja noch von den übrigen 49.997 anwesenden Besuchern bejubelt, mal ehrlich: Ein Stadion ist nichts gegen diese Lautstärke 😉

So zog sich der Abend in die Länge, der Platz füllte sich mehr und mehr, mit nicht unangenehmen Nachbarn, und als die Sonne anfing aufzugehen wurde dann doch mal das Zelt und der Schlafsack von innen begutachtet.

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