Nimmer mit dem Wind drehen

Zwischen einer Häuserritze
sah ich eine Kirchturmspitze,
deren Wetterhahn sich dreht
dorthin wo der Wind ihn weht.

Dieses Bild vor meinen Augen,
ja ich konnt es gar nicht glauben!

Ganz weit oben hockt der Gockel,
doch gezwungen durch den Sockel,
ist der Wind sein wahrer Herr.

Er dreht sich hin, er dreht sich her.
Werter Gockel magst nicht mehr?
Auch dort droben musst du wissen,
andren horchen wirkt beschissen.

Denn die wirklich freien Geister,
sind ihr eigen Herr und Meister!
Und auch ohne Platz ganz oben,
lässt es sich im Leben thronen.

Mit Zwang gelöst vom Druck der Zeit,
macht sich dieses Bewusstsein heute breit.

Drum freu sich jeder seiner Dinge,
wenn es noch so albern klinge.

2 thoughts on “Nimmer mit dem Wind drehen

  1. Das Gedicht is nicht schlecht, aber viel schöner find ich noch das Bild, oder ist´s, weil´s so gut zusammenpasst. Am Schluss haken die Reime, aber sei´s drum; ES IST NETT!
    Gruß an die Stimme von einem „Tenor“

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