Ich habs ja gesagt…

…aber keiner wollt es wahr haben, hören oder ernst nehmen.

In jeder Diskussion, in jedem studentischen Gremium in dem ich saß, kam es zu dem Thema Studiengebühren hab ich gewarnt.

Ob nun Ignoranz oder Desinteresse, die meisten wollten es nicht wahr haben. Ich kann mich zwar an einige Dozenten erinnern die das genau so sahen, aber die wurden schnell „überstimmt“. Nun haben wir den Salat. Auch hier lokal hab ich nicht viel rosiges von den neu Einschreiberzahlen gehört.

Ich versuch die Tage mal ein paar Zahlen zu bekommen, mal sehen wie deutlich man das noch gestalten kann. Ein Trend an der Uni Oldenburg ist aufjedenfall: Neue Studis werden weniger, vorhandene nehmen Urlaubssemester (da muss man ein paar Hundert Euro weniger zahlen).

Naja, ich will gar keine lange Diskussion beginnen, aber: Ich habs ja gesagt…

5 thoughts on “Ich habs ja gesagt…

  1. Ich kannte eine Menge Langzeitstudenten früher die abrechen mußten. Ja ich weiß man fantasiert gerne etwas von Kosten etc. aber auch da wußte man schon anno Tobak: es existieren nur recht wenige Langzeitstudenten – wenn überhaupt – die a) faul sind oder b)über die Maße studieren. Das Gros – übertrieben ausgedrückt „99%“ – verlängern das Studium über Gebühr, weil sie in der somit gewonnenen Zeit einem Job nachgehen etc. Und die Studiengebühren per se war schon von Anfang an ein Unding. Was darüber hinaus immer vergessen wird, es existieren schon seit knapp 95 (Baden-Würtemberg) hohe Gebühren, nennen sich Verwaltungsgebühren und hatten damals ein Spektrum von 90-140DM. Heute zw. 140€(Saarland) – 250(Hamburg)€ plus der Studiengebühren. Auch klar einige bekommen damit ein Zwangsticket verordnet mit dem sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können, auch bekannt das viele Bundesländer abkassieren, selbst mit dem Wissen das eine Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in diversen ländlichen Regionen unmöglich ist – Ausnahmen gibts meist mit km-Radius. Wie gerecht letzterer daher kommt kann sich wohl jeder selbst ausmalen.
    Meine Schwester beispielsweise blecht jetzt pro Sem knapp 650€ – Semestergebühren, Verwaltungsgebühren und Ticket (90€). Das Ticket ist für sie unbrauchbar, da sie jedoch in der Reichweite dessen wohnt – Theorie eben – zahlt sie ebenso, wie auch viele andere. Abgeschreckt hatte von viele Mitte der 90er diese Gebühren, da doch die Majorität äußerst knapp kalkulieren muß, meist noch fern von der Heimat in teuren Gefilden (Wohnung etc.). Abgesehen von der Jammerei der Uni ist ein Studium für Eltern und Studenten ein recht teures Vergnügen, das war früher so und ist es heute erst recht.

  2. Auch ich habe es prophezeit (MUslar, wo bist Du? Auf alte Zeiten 🙂 …) Und ehrlich gesagt kann ich mir die Schadenfreude angesichts solcher Zahlen kaum verkneifen, auch wenn weniger Studierende natürlich weniger Akademiker, Arbeitsplätze und auch Steuereinnahmen bedeuten und damit auch mich die Konsequenzen treffen. Aber ich bin mir ziemlich sicher: Auch wenn eine Gruppe von Menschen von irgendeinem orientierungslosen Horst in die Wüste geführt würde und kurz vor dem Verdursten ist, wird sich immer jemand finden, dessen Kraft noch für ein „Ich hab’s ja gleich gesagt, daß wir hier falsch sind“ ausreicht.

  3. MUslar says:

    Werde ich gerufen bin ich da! Doof ist, dass wir zwar immer sagen, wir hatten ja recht, es aber mal wieder nichts bringt. Habe ja schon vor Jahren den deutschen Autoherstellern Kurzarbeit und den US-Immobilienbesitzern brücken angeboten. Hilft ja nichts. wenn ich mir ansehe, wieviele hungrige Chinesen in bestimmten Branchen die plagierenden deutschen Wikipediabaschreiber nass machen, muss einem eh Angst und Bange werden.

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