Ich bin dann mal weg – Oder: Wie ich eine Erklärung fürs nicht bloggen habe…

So liebe Leser,

im Moment geniesse ich das letzte mal das heimische Internet, bevor ich morgen in eine andere (Online)-Welt aufbreche. Natürlich werde ich ab und an etwas fürs Blog (Artikel, Bilder) aufbereiten, doch die Chancen das ich blogge sind, sagen wir mal : Relativ gering. Aber wie man bei Daniel sehen konnte nicht total unwahrscheinlich. Also, seid gespannt und wartet auf das was kommt.Ansonsten geniesse ich es, weder auf Mails noch auf Internet reagieren zu müssen. Und denke nicht an den Tag nach meiner Rückkehr (Schätzungen für die Anzahl aufgelaufener Mails bitte in die Kommentare)

Ich hingegen freue mich einfach mal, dass mich die Arbeit nach Kuba bringt, hoffe das es mir gefällt und es nicht mein letzter Aufenhalt dort sein wird. Cohibas und Havanna Club, Mythos Che und Obervater Fidel, oder um es kurz zu fassen:

Möge ich in spannenden Zeiten reisen und leben 😉

Hasta la vista companeros bloggeros!

Daniels first impressions from Cuba

To give him the first trackback and to give his blog a special mention i would like to introduce Daniels blog and his first report from cuba:

First Impressions from Cuba

Enjoy his blog an writing, as he is not as tourist on this wonderful island but working in a binational exchange program for phd students.

….

Oh man, mir fällt grad erst auf das ich gar nicht in Deutsch schreibe. Immerhin herrscht hier aber auch noch kein Eurospeek. Also für die deutschsprachigen Leser: Unter dem obigem Link findet hier ein neues Blog, von Daniel der sich momentan in Kuba aufhält und tatsächlich eine Möglichkeit gefunden hat von dort zu bloggen. Daniel ist nicht als stumpfer Touri unterwegs sondern im Rahmen eines Austauschprogramms für Doktoranten (der Informatik).

Nebenbei flieg ich am nächsten Samstag auch dort runter und freu mich schon drauf vor Ort oder nachträglich von dieser Insel zu berichten 🙂

Dem Heinz zu ehren sind wir gekommen…

Und kein Witz ist uns dabei entkommen!

Der Kabeljau

Das Meer ist weit, das Meer ist blau
im Wasser schwimmt ein Kabeljau.

Da kommt ein Hai von ungefähr
ich glaub von links, ich weiß nicht mehr,
verschluckt den Fisch mit Haut und Haar,
das ist zwar traurig, aber wahr.

Das Meer ist weit, das Meer ist blau
im Wasser schwimmt kein Kabeljau.

Und noch ein Gedicht:

Das Reh

Das Reh springt hoch,
das Reh springt weit.
Warum auch nicht:
Es hat ja Zeit!

Und noch ein Gedicht:

Es dürfte keine Steuern geben,
kein Zahnweh, keine Schützengräben;
dann wär auf dieser Welt das Leben –
vielleicht noch schöner als wie eben!

So sprach er einst und so hört mans noch, ach Heinz komm, einen hast du noch…

Die schnelle Truppe vom VZ: fast 2 Jahre Reaktionszeit, Yeah!

Vor langer langer Zeit, in einem Blog nicht weit entfernt….

Schrieb ich mal ein paar Worte zum VZ-Konglomerat und den Folgen der neuen AGB. Unter anderem bin ich auch auf das Thema ImageVZ eingegangen, und das alle Bilder, die dort mal vorhanden sind/waren auch extern aufrufbar sind/waren. Dazu reichte allein die Adresse des Bildes, was technisch ein gut angreifbarer Punkt war.

Doch Obacht! Wie VZ-erfahrene Quellen melden, haben sie nach fast 2 Jahren sich dieses nicht grade unkritischen Problems angenommen! Applaus! Helau! Alaaf!

Hey, ich hab lange kein VZ Bashing mehr betrieben 😉

[Filmtipp] Brügge sehen… und sterben?

Grad gesehen und für gut befunden.

Ja, der Film ist nicht mehr brandneu, aber mal erfrischend anders als die übliche Suppe aus Story, Stars und Steno-Dialogen. Erfrischend zu sehen sind Farrell und Gleeson, natürlich der heimliche Star des Films (Brügge) und das Spiel mit der Symbolik in Form von Bildern und des Films im Film.

Die Extras der DVD sind auch ein ansehen wert, sagen wir mal „Fucking Bruges“.

Abschliessend würd ich sagen 8/10 und viel Spass beim ansehen 😉

Brügge sehen… und sterben?

Die deutsche Internetmauer

Onkel Zahndoktor war zwar nett zu mir, aber viel schreiben will ich grade auch nicht.  Das Polemik-Thema Internetzensur, Kinderpornographie und Filterlisten wollte ich auch noch aufgreifen, aber mir gefällt Jürgens Text so gut das ich ihn hier verlinke und verbreite:

Der Original Post @ The Gay Bar.

Bitte geht für Kommentare und Diskussionen auf sein Blog, der „offene Brief“ steht hier nur zur Info der Just-Feed-Reader und zur Verbreitung:

„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“

Frau von der Leyen, Frau Falk und werauchimmer die Internetsperrung aus vollster Überzeugung „zum Schutz der Kinder“ unterstützt, ich verstehe ihre Angst. „Dieses Internet“, in dem jeder alles verbreiten kann, alles sagen, alles konsumieren, macht ihnen Angst. Denn wie soll man die Kinder nun schützen, wo die Verteilung von Kinderpornographie so einfach geworden ist? Und wie soll man drauf reagieren, dass irgendwelche Menschen ihnen böse Zensur unterstellen, wo ihnen doch nur das Wohl der Kinder am Herzen liegt?

Ich verstehe Sie, doch genau deshalb möchte ich an dieser Stelle versuchen, Ihnen zu erklären, warum ihnen ein solch rauer Wind entgegen weht: Sehen Sie, all die Unterstellungen, die sie sich anhören müssen, basieren auf der einfachen Tatsache, dass die von ihnen vorgeschlagenen Massnahmen zwar jede Menge Konsequenzen haben, allerdings weder die Verbreitung von Kinderpornographie nennenswert eindämmen, die Produktion unterbinden oder Kinder vor Missbrauch schützen.

Es scheint für Sie so simpel: Da gibt es eine Webseite, die Kinderpornographie verbreitet, also sorgen wir einfach dafür, dass niemand mehr diese Webseite erreicht. Das löst ja das Problem, richtig?

Sie sitzen an dieser stelle zwei Irrtümern auf:

  1. Der Bedarf an Kinderpornographie existiert wegen des Angebots.
  2. Wenn eine Website gesperrt wird, dann ist es schwer sie neu woanders aufzumachen.

Es gibt kranke Menschen, die Kinderpornographie suchen und konsumieren. Diese Menschen sind nicht so geworden, weil es das Angebot gibt und sie daher „angefixt“ wurden. Gäbe es das Angebot nicht im Netz, dann würden sie sich die Materialien anders verschaffen und gäbe es die Materialien nicht, würden sie produziert. Der „Bedarf“ existiert einfach. Das Angebot folgt ganz einfach weil es den Bedarf gibt und damit eine Menge Geld zu verdienen ist.

Des weiteren können sie die eine Webseite sperren, sie wird innerhalb von Minuten unter anderem Namen und anderer IP wieder auftauchen.

Was Sie planen können wir vergleichen zum übermässigen Einsatz von Antibiotika oder Pestiziden: Wenn man übermässig stark desinfiziert und mit Antibiotika gegen jede kleine Erkältung ins Feld zieht, tut man nur eines: Man züchtet resistente Viren, Bakterien oder Unkrautpflanzen.

Gehen wir davon aus, dass Ihre Liste wirklich gut ist und Sie alle Kinderpornoseiten der Welt in der Liste hätten. Gehen wir weiterhin davon aus, dass Webseiten der einzige Weg sind, Informationen im Netz zur Verfügung zu stellen (in Wahrheit gibt es noch viel mehr Wege, Daten auszutauschen, so genannte Protokolle, Wege die oft grundsätzlich so gebaut sind, dass sie wehrhaft sind gegen Sperrungen und Filterungen wie die, die sie vorschlagen).

Die Sperrung tritt in Kraft und kein Deutscher Internetanschluss kann mehr auf diese Seiten zugreifen, ihre Aktion ist ein voller Erfolg. Oder?

Ihnen ist das vielleicht nicht bewusst, aber es ist ganz einfach möglich, den gesamten eigenen Internetverkehr über eine verschlüsselte Verbindung, ein so genanntes VPN, abzuwickeln. Die Daten, die über das VPN gehen sind für den Provider nicht nachzuvollziehen, der Provider kann weder sehen, welche Webseiten durch das VPN zugegriffen wurden, noch ob spezielle Dateien heruntergeladen oder angesehen wurden. Einen Rechner im Ausland zu mieten ist für 10 Euro im Monat locker zu haben, so kann jeder, der diese 10 Euro investiert weiterhin, ganz munter an ihrem Filter vorbei auf jede Webseite zugreifen, selbst gesperrte. Und Sie hätten absolut keine Chance, das ganze nachzuvollziehen oder zu bemerken.

Ich möchte hier gar nicht weiter ins Detail gehen, aber lassen Sie sich gesagt sein, dass es noch eine große menge weiterer, teils komplexerer Möglichkeiten gibt, anonym Daten im Netz auszutauschen.

Was ihre Sperrung an dieser Stelle erzeugt ist vor allem eines: Die Konsumenten und Anbieter von Kinderpornographie werden trainiert, klüger zu handeln, sich noch besser abzusichern. Die Technologien stehen alle heute frei zur Verfügung, es sind dieselben Technologien, die von chinesischen Dissidenten genutzt werden, um Informationen zu verbreiten, dieselben Technologien, die Whistleblower nutzen, um Journalisten Informationen zukommen zu lassen.

Was entsteht ist einfach nur eine leichte künstliche Verknappung eines in gewissen Kreisen begehrten Produktes und die einzigen, die aus so etwas Profit schlagen, sind diejenigen, die das Produkt weiterhin anbieten. Betrachten sie die Zeit der amerikanischen Prohibition: Alles was passierte ist, dass die Alkoholproduzenten wahnsinnig viel Geld verdient haben. Vielleicht haben einige wenige Menschen dadurch keinen Alkohol mehr getrunken, im Gegensatz dazu wird die Illegalität andere angezogen haben.

Der große Irrtum, dem sie aufsitzen, ist, dass sie glauben, die Konsumenten des Produktes seien diejenigen, gegen die Sie hauptsächlich vorgehen müssen.

Der Besitz und Konsum von Kinderpornographie ist strafbar und muss verfolgt werden, ohne Zweifel, doch schützen Sie ein Kind dadurch, dass sie einen der Konsumenten hochnehmen? Oder hundert?

Schützen können Sie Kinder nur, indem Sie die Produzenten und die Verbreiter zu packen bekommen, indem Sie die Menschen aus dem Verkehr ziehen, die das Material produzieren.

Wenn Sie allerdings durch die Sperren den Zugang wirklich erschweren wird auch das Aufspüren der Produzenten und Verbreiter unendlich viel schwerer. Denken Sie wirklich, dass niemand mehr Kinderpornographie produziert, wenn sie das Internet sperren? Gab es Kinderpornographie nicht schon lange vor dem Internet?

Sie kämpfen für die Kinder und tun das, was Sie für richtig halten. Ich verstehe das, ich verstehe Ihre Angst um die Kinder, ich verstehe auch, warum Sie zu dem Schluss kommen, eine Sperre würde helfen, ganz naiv betrachtet tut Sie das auch, doch alles was sie erreichen ist die Verfolgung der Täter zu erschweren. Sie drücken das Problem noch viel weiter in die Dunkelheit, „aus den Augen, aus dem Sinn“, doch es ist nicht weg, sie können es nur nicht mehr sehen.

Verstehen Sie eines, die Kritik an ihrem Plan hat nichts damit zu tun, dass irgendjemand Kinderpornographiekonsumenten, -produzenten oder -verbreiter schützen will. Die Kritik rührt daher, dass Ihre Pläne das Problem nicht mal in Ansätzen lösen oder die Probleme auch nur mildern können, dass allerdings die möglichen Randeffekte Ihres geplanten Vorgehens katastropahle Konsequenzen für unser aller Freiheit haben können.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Geuter