[ITG onTour] Stimme auf Kuba: Die Anreise

Die Anreise – Franzosenchaos, Cubanercoolness und Havanna bei Nacht
So, mal schnell den ersten Tag zusammen fassen, bevor ich den zweiten beginne. Angefangen hat das ganze bei schönem Oldenburger Wetter (Regen, Regen, Regen…), was durch leichte Nieselschauer unterbrochen wurde. Ein nicht passender Amerika-Adapter, vergessene Dinge (ich weiss bis jetzt noch nicht was, aber ich bin mir sicher etwas vergessen zu haben) und leichte Nervösität ob ich denn auch all mein Gepäck mitbekommen würde machten sich breit.

In Bremen dann das übliche Prozedere: KLM/Air France hat so wenig Kunden das man auch sofort an den Elite Plus Schalter kann, um abgefertigt zu werden. Mein Koffer passte und alles andere (@Liane: es waren 23,3 Kg…) ging auch mit. Mein mitreisender kubanischer Freund hatte auch sehr viel Glück, entweder die Schalterdame mochte ihn oder war noch nicht ganz wach. Nach dem ich dank der Securitiy erfahren hab das meine Schuhe Metallsohlen haben (wird für Paris noch sehr wichtig) durfte ich dann auch zum Flieger. Der Flug (EMB 145) war nicht weiter der Rede wert, Air France typisches Magerfrühstück (Käffche und Keks) überbrückten die Wartezeit.

Apropo Wartezeit, das ist so eine Sache für sich. Geplante Ankunft in CDG war 12:15, geplanter Check-In Schluss unseres Anschlussfluges nach HAV war 12:45 (diese Zeit war schon verschoben, ursprünglich war es 12:30). Also nicht viel Zeit um vom Terminal 2G(Schengen-Flüge) zu 2C (Interkontinental) zu kommen, zudem man auch noch auf einen Bus angewiesen war. Der kam auch direkt, brachte uns nach einem kleinen Eindruck Pariser Verkehrschaos dann auch direkt zu 2C wo geschätzte 600-800 weitere Passagiere auf den Security Check warteten. Nebenbei war es da schon 12:45. Vorlassen war nicht (warum auch, ist ja auch nur unser Flug, nicht der der Security), also haben wir halbwegs brav in der Schlange gewartet. Nach einer halben Stunde waren wir dann auch mal durch die Security, nur war inzwischen wohl das Terminal der Maschine verlegt, aber immerhin war der Vogel noch nicht weg (geplanter Abflug 13:30, um 20 nach war er noch beim Check-In). Lange Rede kurzer Sinn: Wir hatten sehr viel Glück und haben noch im passenden Moment den Flieger bekommen. Achja, der Flieger: Das dreckigste Stück Hochtechnologie das ich seit langer Zeit gesehen hatte. Ich weiss ja das Air-France seine 747 umrüstet, aber das ich ausgerechnet die älteste Klapperkiste bekomme, mal sehen was der Rückflug so bietet. Der Flug war nicht sonderlich spektakulär, einige Turbolenzen, langeweilige Mitreisende (Touris des Modell Lande-Klatscher) und halbwegs gutes Essen. Aber defekte Kopfhörerbuchsen. Nunja, um 18h Ortszeit (24h Oldenburger Uhr) landeten wir dann auch auf dem Jose Marti International, Hola!. Scheiss Landung, bei Windstille die Maschine ins Wanken zu bringen ist echt hohe Kunst. Nach weiteren 2 Stunden ging es dann auch mal mit dem Taxi zum Hotel (Inglaterra, Bilder folgen, Google sagt mehr). Die 2 Stunden waren gefüllt von Immigration Service (NOTE AN MICH: Das nächste mal nicht die Lieblingssportjacke tragen (Gogol Bordello – Immigrant Punks)!), Security, Gepäck, Zoll, Suchen der Kontaktperson, Familien usw… Zwar mit Wartezeit und langen Wegen aber deutlich schneller, freundlicher und effektiver als in Paris oder Bremen. Gleich schon den ersten positiven Eindruck gesammelt. Das Taxi (Fahrstil Emsländer Jugendlicher auf Koks) beschwerte mir dann auch die ersten wichtigen Eindrücke (Leider keine Bilder): Alte Amischlitten ohne Ende, keine Werbung aber Partei- und Motivationssprüche über all, wunderschöne alte Bauten, verfallen aber mit Charme, Fahrradkonstruktionen jenseits von Gut und Böse, flexible Straßenordnungen, kurz: Havanna bei Nacht.

Dann kurz noch zum Hotel: Wunderschöner alter Bau von aussen, tolle Lobby und tolle Flure, in den Zimmern dann schon etwas einfacher. Aber ich will und darf hier nicht mit europäischen Standards messen. Das Zimmer ist halbwegs sauber, nicht zu klein, hat das notwendige (Tisch, Minibar, TV, AC) und schöne (Balkon zum Nationaltheater), schöne Fliesen auf dem Boden. Leider ein sehr weiches Bett und insgesamt kann man zum Inglaterra sagen: Aussen Hui, innen…
Nun, das ganze hätte ich gern auch am ersten Tag geschrieben, aber nach dem ich mich noch kurz mit jemanden aus der Uni hier getroffen hatte, einmal zum Kapitol geschlendert bin war die überlegung: noch etwas essen und trinken oder dann doch mal ins Bett (23h Ortszeit macht dann auch mal 4h morgens nach Oldenburger Zeit). Also in die Federn, dank Air France konnt ich auch gut schlafen, die Ohrstöpsel halfen (es ist sehr laut hier, Nachteil der „guten Lage“). Nun werd ich gleich mal die Dusche probieren und dann das Frühstück begutachten, ich hab einen riesen Durst und das Wasser aus der Leitung werd ich dann doch nicht nehmen. Aber das ganze gehört ja schon zu Tag 2 und findet sich dann dort.

Sodele, nun haben wir schon Mittwoch, und  zwar eine ganze Woche später. Leider hat mir Postie das halbwegs live bloggen versaut, daher gibt es nun die Eindrücke Stück für Stück. Den ersten Tag habe ich noch ohne Kamera überstanden, also warten wir mit den Bildern auch etwas 😉

One thought on “[ITG onTour] Stimme auf Kuba: Die Anreise

  1. Ich fand das Inglaterra ok, hab schon bessere Hotels gesehen, aber auch schlimmere. Gut, Warmwasser tat nicht, keine Fenster und die Klimaanlage macht nen Mörderlärm, aber in meinem Zimmer war das Bett annehmbar.
    Die Taxis sind echt ne Nummer, nach den Oldtimern würd sich so mancher hier die Finger lecken… aber da war ich von Syrien schon einiges gewohnt.

    Und bei der nächsten Beschwerde über dein Hotel gibt’s was auf die Finger und Zwangsurlaub in dem „Hotelito“, welches uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde 😉 .

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