Eine Qual mit der Wahl

Viel zu den Wahlen wollte ich nicht schreiben, grossartige Änderungen sind weder hier in Niedersachsen noch in Hessen zu erwarten.

Die Linke ist drin. Manche finden es sehr schlimm, andere verstehen es nicht, den meisten ist es wohl auch egal (so egal wie ihnen die Wahl war). Knapp die Hälfte der Niedersachsen hat entschieden und gute 7% davon waren halt der Meinung das eine „SED-Nachfolge-Partei“ oder auch „die neue Linke“ an Entscheidungsprozessen beteiligt sein soll. Auch wenns nicht meine politische Richtung ist sehe ich den Einzug in westdeutsche Landesparlamente nicht so kritisch wie z.b. Tante.

Wenn die Abgeordneten beispielsweise hier so arbeiten wie ihre Partei-Genossen / Vertreter in Studentenparlamenten, so hat man ein paar Sitzungen Polemik und dann kommt eh keiner mehr. (Immerhin wurde so auch ich mal als neoliberal beschimpft ;-)) Und lieber jemand der gegen die nicht unbedingt immer soziale Vorgehensweise von Staat und Konzernen wettert als alle Fehler auf Minderheiten zu schieben (Ausländer, Schwule, Studenten, Rentner,… Halt! Die Letzten wohl nicht mehr).

Wenn sie konstruktiv mitarbeiten: warum nicht? Mich stört es nicht wenn abseits von verknitterten Parteistrukturen und Konzern-Verflechtungen auch mal jemand im Landtag sitzt der von der sozialen Seite idealistisch an die Thematik geht.  Was Hessen angeht: Wenn ein Wechsel gewünscht wird muss man sich sowohl inhaltlich als auch persönlich mit der Linken auseinandersetzen. Ein „ist eh alles scheisse wie es ist“ bringt einen dort nicht weiter. Und eine große Koalition mit der Partei und dem Personal das die Person Koch und seine Thematik unterstützt und gestützt hat, macht doch auch nicht einen so grossen Unterschied zu vorher, nicht wahr?

Immerhin waren die Wahlbeteiligungen noch über 50% und die Verdrossenheit über die Landesväter ist noch nicht so hoch wie befürchtet. Noch nicht. Mal sehen was in einem Monat in Hamburg und im Herbst in Bayern passiert.