Festival Planer, da war doch mal was (HowTo Festival)

Da es nun solangsam aufs Hurricane zugeht, und ich auch mal wieder was bloggen wollte, und Selbstverlinkung ja soviel spass macht 😉 :

Irgendwann zu den Nachwehen des letzten Festivals ist hier ein Planer entstanden, da es nun auch schon wieder einige Anfragen dazu gab, und auch Google diese Anleitung nicht vergessen hat hole ich das ganze noch mal wieder aus der Versenkung:

HowTo Festival – Der Festivalplaner

Nach diesem Jahr wird es sicherlich eine Überarbeitung geben, aber nichts desto trotz kann man den Planer sicherlich schon nutzen 😉

via stinkender Eigenwerbung: HowTo Festival Version 1.0 | IT guerilla.

[Hurricane 2009] pling pling…. rock you like a hurricane

Da fĂ€llt mir auf, das ich noch gar nichts ĂŒber das kommende Hurricane geschrieben habe. Nun, natĂŒrlich vergesse ich mein Lieblingsfestival nicht, doch neben den gepfefferten Ticketpreisen und der Situation, das ich mir noch kein Ticket leisten konnte/wollte, hab ich einfach zu viel interessante Dinge in der Welt zu tun gehabt, als das ich mehr als einen kurzen Blick auf die AnkĂŒndigungen werfen konnte. Das wird nun aber anders, meine kleine aber feine Bewertung des diesjĂ€hrigen Line-Ups:

Die Ärzte · Ok, da muss ich nicht viel zu schreiben. „Die bĂ€ste BĂ€nd der WĂ€lt“, oder wie war es noch. Schon zig mal gesehen, aber immer wieder gerne genommen. Mal sehen wieviel Zensur diesmal durch MTV vorgenommen wird 😀

Anti-Flag · punk is punk is punk. and some politics. Geht ok, warum net…

Auletta · DeutschBritrock? Absolut Wetter/GetrÀnke/Grillgut-abhÀngiger Auftritt.

Ben Harper and Relentless7 · Neues Jahr, neues Projekt. Aber Ben Harper verpassen, no way jose! Bitte dazu eine Portion kaltes Bier und heissen Sonnenschein 😀

Blood Red Shoes · ZeltbĂŒhne? Könnte interessant sein. Und sie mögen es nicht Indie genannt zu werden? Potentieller Zuhörer hier…

Bosse · No Gracias! Diese jungen „Deutschbands“ und Musiker rund um Tomte, Madsen und Co. erschliessen sich mir einfach net. Bin einfach zu alt, keine Missionierung bitte…

Brand New · Gibt es dieses Jahr eine GaragenbĂŒhne? Ok, „Guernica“ klingt gar nicht mal so ĂŒbel, potentieller Kandidat fĂŒr den Geheimtipp

Clueso · Siehe Bosse

Culcha Candela · Muhaha, Partymusik deluxe, mit gutem Wetter kombiniert was zum ansehen und tanzen.

Dendemann · Siehe Bosse (Sorry Stefan)

Disturbed · MUHAHAA! Geil, die fehlen mir noch. Definitiv ein Grund fĂŒrs Ticket. Wer spendet mir eins?

Duffy · Und hier der totale Gegensatz. Ok, Rockferry oder Warwick Avenue kann ich mir auch anhören. Bitte nachmittags bei gutem Wetter, schönste Chillmusik.

Eagles Of Death Metal · RocknfucknRoll. 50% QOTSA, 100% Spass dabei. Gekauft…

Editors · MĂŒssten die nicht The Editors heissen? Klingt fĂŒr mich wie so eine The band (siehe Hurricane 2008 hier im Blog). Brit-Pop-Rock-Net-mein-Bock…

Eskimo Joe · Aussie Rock! Pluspunkt, wenn ich noch den „klingt etwas wie Powderfinger“-Trip in den Griff bekomme, wunderbar. Aber den hier kann ich mir nicht nehmen lassen: Don’t you remember, don’t you know,
Don’t you remember Eskimo Joe? What did make you treat me so? I’d ‚a‘ been married forty year ago Ef it had n’t a-been for Eskimo Joe! *duck*

Faith No More · Nun, ein Argument mehr warum das Hurricane mein Lieblingsfestival ist. BACK INTO THE MONKEY CAGE, YEAH!

Fettes Brot · Neben den Ärzten auch ein gern gesehener Dauergast. Der Beat geht um….

Fleet Foxes · Sagt mir nix, Myspace klingt aber ganz passabel. Mal sehen. Chillmukke

Florence and the Machine · Dog Days Are Over? Ich geh mal neutral an die Sache, wenn schon Blur-Einfluss vorhanden.

Frank Turner · Dieses Jahr wird wirklich viel gutes Wetter benötigt. Ansonsten kann ich mir das kaum vorstellen. You Are My Sunshine auf Myspace anhören 😉

Franz Ferdinand · No You Guys Again! Scherz, nix was ich nicht sehen mĂŒsste, aber wenn es schon angeboten wird…

Friendly Fires · isnÂŽt always friendly… Genug der Wortspiele, hört sich nun, nunja an. Mir fĂ€llt nicht mal was böses dazu ein. Net mein Ding.

Get Well Soon · Sagte mir nun auch direkt nix. Klingt etwas wie Tom Waits oder so. Also gar nicht mal schlecht. MĂŒsste man sich mal ĂŒberlegen, wenn Zeit dann Lust oder so…

Gogol Bordello · Noch ein sehr wichtiger Grund mir ein Ticket zu besorgen. rantarantarantaranta! HEY HEY!… Ja ich mag Gogol Bordello sehr 😀

Howling Bells · Ja, wenn Zeit und so und fort. Kann man sich anhören.

Johnossi · Nunja, wenn nix besseres zu tun ist. Steht auf meiner Liste der „Ach, die sind das..“ Bands

Just Jack · Sieht aus wie ein KĂŒcken. Klingt wie ein KĂŒcken. Ist Just Jack.

Karamelo Santo · Was fĂŒr den Freund der Lateinamerikanischen Alternativen Musik (also fĂŒr mich!) Ein weiterer Zum-Hurricane-Fahr-Grund.

Katy Perry · Was soll ich davon halten? Kaytay Paray uffm Žcane? Naja, könnte lustig werden, je nach Publikum.

Kings Of Leon · Ich weiss, ich sollte sie mir inzwischen mal angehört haben, aber irgendwie kam es dazu noch net. Sollen ja ganz gut sein.

Kraftwerk · Hihihi… Autobahn! Kraftwerrrk! Ok, ich geb es zu, ich freu mich irgendwie drauf die zu sehen

Ladyhawke · Klingt irgendwie wie Miami Vice, die Serie.. Also 80er, den man heut noch lustig findet.

Less Than Jake · Pksank? Skpenk? Ska-Punk halt, aber guter…

Lykke Li · Elektkro-Dings ohne Bums. Net schlecht, aber auch nicht packend. Mal sehen..

Moby · Der mal wieder. Ok, angehört wird er, bitte mit netter Lightshow!

Nick Cave And The Bad Seeds · Der Nick, der Cave, und sein böses Saatgut. Is gebucht, wird gesehen. Ticketkaufgrund.

Nine Inch Nails · Wenn das mal kein weiterer Grund ist, ja, wir fahrn zum Hurricane (If SpareMoney > Ticketprice)

Nneka · Die Mukke hat was.

No Use For A Name · Immer mitten in die… Punk-Schiene…

Paolo Nutini · Hab ich eigentlich schon mal gesagt das ich auch grillen werde?

Pixies · Ochja, warum nicht. Solange die noch laufen können…

Portugal. The Man · Ok, nicht nur Skandinavier haben einen an der Waffel, Alaskiten auch…

SKA-P · Mehr Sonne, mehr Spass, mehr Spanisch ĂŒben 😉

Social Distortion · Papapapapappapppuunkk!

The Asteroids Galaxy Tour · Kenn ich net, klingt aber so: Klingeltingeltingtingtingelkling und TĂŒdel. Wiese, Sonne, GetrĂ€nke und das geht klar.

The Gaslight Anthem · New Jersey, hm? Werden bischen gehyped, aber sonst geht es wohl…

The Living End · Aussies, zwar mit einem The, aber ansonsten wohl Ohr-Tauglich.

The Mars Volta · Es gibt ja noch gute The Bands. wie The Mars Volta. The gefallen mir wohl. Mal Theen…

The Sounds · Grillen oder nicht Grillen, das ist hier die Frage…

The Ting Tings · Lacht mich aus, aber inzwischen finde ich die haben was. EingĂ€ngige DĂŒdelei, aber mir gefĂ€llt es.

The Whip · Noch eine The Band. Electropoperei. Net so ganz interessant im Moment. Vielleicht spÀter noch mal anhören.

The Wombats · Mir fÀllt auch mal nix ein. Net mein Ding, feuert den Grill an!

Tomte · Siehe Bosse. Sonntag als letzte Band? WĂŒrd mir die Abfahrt erleichtern

So, das als erstes kurzes Review meiner absolut subjektiven Meinung zu dem diesjĂ€hrigen LineUp. Mit mehr Zeit gibt es auch noch mehr Infos 😉

Hurricane Festival 2009

Das Jahr 2008 nÀhert sich seinem Ende, das Jahr 2009 zeigt sich schon:

19.06.2009 bis 21.06.2009 – Hurricane Festival am Eichenring in Scheeßel.

Bisheriges Lineup:

Die Ärzte · Culcha Candela · Disturbed · Fettes Brot · Get Well Soon · Johnossi · The Wombats

Das sind schon mal drei GrĂŒnde doch wieder hinzufahren.

GegengrĂŒnde:

  • fehlende Zeit
  • mehr schlechte Bands bei den kommenden AnkĂŒndigungen
  • weniger gute Bands bei den kommenden AnkĂŒndigungen
  • eine bessere Alternativ-Veranstaltung

Schauen wir mal was noch so passiert in den kommenden Wochen, ein Ticket könnte man sich ja fast schonmal sichern.

(Hier noch ein kleines Lob an die Veranstalter fĂŒr bislang _nicht_ gestiegene Preise)

HowTo Festival Version 1.0

Was lÀnger wÀhrt wird noch viel besser. Ein paar Tage verzögert doch hier ist es endlich:

HowTo Festival

(PDF, ca227kb)

Begonnen hat das Thema ja mit diesem Post hier. Nun hab ich endlich die Zeit gefunden die letzten Ideen zu schreiben und auch die dringend notwendige erste Korrektur wurde mir abgenommen 😉

Also viel Spass mit diesem Text.

Verteilt ihn. Nutzt ihn. Habt Spass beim Lesen!

Creative Commons License

Festivals – ein kleines HowTo von
Nils „die Stimme“ Giesen steht unter einer
Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 2.0 Deutschland Lizenz.

Beruht auf einem Werk unter
www.it-guerilla.de.

Allee Allee… – die ABC Edition

Allee Allee Allee, eine Strasse, viele BĂ€ume.. ja das ist eine Allee….

Ok, das gabs schon vor zwei Jahren auf dem Hurricane, aber Das Alphabet hat doch noch viel mehr schöne Buchstaben, und so machten wir uns dieses Jahr daran das zu vervollstĂ€ndigen. Keine Garantie auf Sinn oder Verstand, noch weniger auf Niveau. Dies wird ein Sammelpost bis wir das komplette Alphabet zusammen haben 😉

Achtung, manches ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack oder Humor!

Das zu singende gröhlende Schema ist ja relativ einfach, erst den Begriff fĂŒnfmal wiederholen, dann den Rest und das ganze solange wiederholen bis man mit Zeltstangen beworfen wird oder andere mitmachen.

Danke fĂŒr die Hinweise, VorschlĂ€ge und ErgĂ€nzungen per Mail ,immer her damit. Das wird alles gesichtet und nach und nach ergĂ€nzt.

Also, auf geht es. Hier findet ihr alle bislang gesammelten VorschlÀge:

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Hurricane 2008 – RĂŒckblick, Weitblick, Ausblick | 5/5 |

So schnell wie es begonnen hat ist es auch schon wieder vorbei. Neben meinen EindrĂŒcken findet ihr auch hier bei den Minusfreun.de oder bei Linemandez.de (fĂŒr jeden Tag einen Beitrag:  #1 | #2 | #3 | #4 ).

Die gute Nachricht: FĂŒr ein Festival sind wir noch lange nicht zu alt, die schlechte: Wenn sich das LineUp weiterhin so Ă€ndert wird die Musik zu Jung. Da gehts gar nicht um die Musikrichtung an sich, eher um die Tendenz „trendige“ Bands zu Headlinern zu machen und somit ein noch nichtmal volljĂ€hriges Publikum anzulocken. Das letztere leider nicht unbedingt mit dem Alkohol umgehen können und somit auch meine Festivalfreude senken und den Ticketpreis steigen lassen ist ein weiterer Kritikpunkt fĂŒrs diesjĂ€hrige Hurricane. Auch kann ich persönlich auf solche Meta-Bands wie Radiohead verzichten und die Kosten etwas senken. Und auch wenn ich es nicht gern sage:

Ein paar Bands weniger oder den Plan etwas mehr entzerren tĂ€te dem ganzen auch gut, so eng gepackt wie es manchmal war konnte man gar nicht von einer BĂŒhne zur anderen wechseln.

Der weite Weg hatte neben dem Nachteilen (ich habe es an einem! Tag geschafft in zwei paar Chucks die Einlegesohlen zu zerlegen) auch einige Vorteile, weniger prollige Nachbarn, kein Vandalismus und gestohlen wurde uns auch nichts.

Weniger schön war die allgemeine Inflation der Preise. Weder die Tickets, noch die Merchandise-Shirts sind sonderlich billig gewesen, man könnte fast von teuer sprechen. Voll war es zwar, aber nicht extrem voll. HĂ€tte mir allerdings jemand vorher erzĂ€hlt das 75.000 Menschen aufs Hurricane kommen wĂ€re ich wohl nicht hin gefahren, all zu große Festivals mag ich eigentlich nicht (Solch ein Kommentar von jemanden der noch zum Sziget will).

Kommendes Jahr wird es wohl zeitlich interessant ob es noch möglich ist, und auch das LineUp wird schwerer wiegen als sonst, bei diesen Kosten kann man halt mit anderen Festivals leichter vergleichen und sich auch mal auf einen weiteren Weg begeben.

Mit der steigenden Anzahl an Festivals steigt auch die Erfahrung, inzwischen sind wir ja doch recht gut ausgerĂŒstet und vorbereitet, die Zeiten von kalten WĂŒrstchen und lauwarmen Ravioli sind lange vorbei, kalte GetrĂ€nke und heisse Steaks die treuen Begleiter. Und es wird garantiert nicht das letzte Festival gewesen sein, und hoffentlich auch nicht in der grandiosen Reisekombination die mir geboten wurde.

Hurricane 2008 – Final Festivalday | 4/5 |

Irgendwann von unseren neuen Nachbarn und leichtem Sonnebrand geweckt, erstere an unserem Tisch und unseren Grill befeuernd, letzterer an jeder Stelle unbedeckter Haut, ging es wie ĂŒblich los. FrĂŒhstĂŒck viel diesmal aus bis auf ein leichtes StĂŒck getoastetes Fladenbrot, zuviel der WĂŒrstchen und des Bieres, zuwenig Lust nochmal damit zu frĂŒhstĂŒcken. Cindy Chemniz und Co waren nicht wirklich auf dem Plan, und die vorlĂ€ufige Unwetterwarnung die uns aus der Heimat erreichte sorgte fĂŒr ein zĂŒgiges Einpacken und Abbauen.

Gruß an den Nurpel-Leser der mich erkannt hat 😉

Insgesamt brauchten wir auch ne gute Stunde weniger, kamen also passend auf den Platz um noch etwas Calexico zu hören (Verdammt, schon wieder PanteĂłn RococĂł verpasst, bitte kommt wieder nach Oldenburg auf den Schlossplatz!) und uns zu ĂŒberlegen wie wir die Zeit bis zu Flogging Molly ĂŒberbrĂŒcken könnten.

Das Rock Cocktail(?) Zelt war da der richtige Punkt, zumal es kurze Zeit spĂ€ter schĂŒttete wie aus Eimern. Die Stimmung im Zelt hingegen war bombig, der DJ hat alles gespielt was irgendwie mit Unwetter zu tun hatte und einen gewissen Mitsingfaktor hatte (OK, Thunderstruck, ItÂŽs Raining Man oder Rock You Like a Hurricane sind eher SchĂŒtzenfestmusik, aber lustig war es allemal..). Dazu noch ein paar gute Mix-Versionen verschiedener Lieder und schon war der Regen vorbei.

Mit einer riesen Portion Thai-Nudeln bewaffnet ging es dann zur Flogging Molly.

Power. Spass. Gute Mukke. Ok, wenn man sie einmal gesehen hat kennt man das Programm, aber Flogging Molly kann man als grundsolide Band sehen deren Auftritte immer lohnen. Man muss sich nicht immer in die erste Reihe drÀngen, aber sie sind live einen Blick wert. Also Yeah!

Das Zelt war wieder voll. Also nochmal eine Runde ĂŒber den Basar, leider kein passendes Mister Tea Shirt mehr fĂŒr Stefan da 🙂 Dann kam die Sonne und Black Rebel Motorcycle Club haben grundsolide guten dreckigen Rock geliefert. Mit dem Wissen im Hinterkopf das es leider schon fast wieder vorbei ist, das Festival genoss man dann die Sonne und die gute Musik.

Leider spielten Sigur Ros gleichzeitig, zwar hörenswert aber zum Wetter und der Stimmung passten die Rebellen doch besser. (Ausserdem muss man als Guerilla ja immer die Rebellen unterstĂŒtzen)

Eine Stunde Aufbaupause fĂŒr Radiohead.

War es das wirklich wert? Ich weiss ja nicht. Ok, deren Musik hat mich nie wirklich begeistert, ich hab sie auch nicht abgeschaltet im Radio oder so, besitze aber (wissend) kein StĂŒck von ihnen.

Gut, den Anfang betrachteten wir das ganze dann von der TribĂŒne, wir wollten ja nicht unbedingt in die Masse der Fans.

Die blieb dann aber irgendwie aus, so konnten wir nach einigen Liedern problemlos bis in Höhe des Turms gehen ohne irgendwie viele Besucher zu sehen, auch dahinter war es nicht wirklich dicht gedrĂ€ngt oder voll. Das kennt man von den großen Gigs doch irgendwie anders. Umgehauen hat mich der Auftritt dann auch nicht wirklich, eher ein „passt schon“. Wohlgemerkt: es geht nicht ums Spielerische, noch die QualitĂ€t oder Sonstige objektive Punkte: Es war einfach nur langweilig und leicht depressiv. Gut gelant wie wir waren, wollten wir uns das natĂŒrlich nicht lange antun und nahmen uns vor zu Nada Surf zu wechseln.

Hier noch ein kleiner Videobeweis fĂŒr die freien FlĂ€chen 😉 :

(Kleine Entschuldigung am Rande an alle depressiven Radiohead-Fans die zwischen dem Turm und dem Übergang zur anderen BĂŒhne standen hockten: Die Chaoten die fröhlich zwischen euch rumgesprungen sind, das waren wir…)

Bei Nada Surf angekommen wussten wir auch wo die restlichen Besucher der 75.000 hin wollten die nicht mit Radiohead trauerten: Ins Zelt.

Also 1-2 Lieder gehört, der Sound war ja draussen davor auch recht gut, doch der letzte Bassdrum Schlag war dann doch etwas zu tief. Der Himmel war nur noch einseitig sonnig hell und schönen pastellfarben, auf der anderen Seite war es tiefschwarz und blitzte.

Das Gehirn schaltete sofort auf 2006 um und die Beine gingen in den Fluchtmodus. Diese Idee hatten zudem auch viele Leute, so dauerte es noch einen kleinen Moment bis wir wieder am (umgeparkten und fast ins Industriegebiet verbrachten) Auto waren und die RĂŒckfahrt antreten konnten.

Hier mal noch ein kleiner Eindruck vom Himmel:

Ok, das Filmen und Kommentieren mit dem Handy ĂŒbe ich dann auch nochmal, das klingt ja grausam aber was solls 😉
Kleinere Zwischenstopps in Sittensen, Bremen und Oldenburg spĂ€ter konnte ich mir dann auch endlich die wohlverdiente Dusche gönnen und meine FĂŒĂŸe wieder sĂ€ubern, und in ein warmes trockenes Bett springen.

Ein kleines Fazit kommt dann auch noch.

Hurricane 2008 – Footag | 3/5 |

Wir schreiben Samstag, Tag der Foos.

Ok, wir wollten den Tag nicht auf eine Band limitieren, aber irgendwie hat es sich fast so ergeben.

Reduzieren wir mal den Ablauf auf das erwartbare:

Aufstehen, ĂŒber die lange Schlange vor dem Wasser-WC/Duschen/Waschbecken Ă€rgern, Warten…

Irgendwann dann mal das ĂŒbliche: FrĂŒhstĂŒcken, Grillen, den Platz erkunden.

Dann gabs auch Musik, mehr oder weniger nebenbei erlebten wir Millencolin, Rise Against (Klassiker!), The Subways und die Kaiser Chiefs und machten uns rechtzeitig vor Billy Talent wieder aus dem Staub um nochmal den Grill anzuwerfen. Meinen diesjĂ€hrigen Erwerb werde ich noch auf einem Bild nachreichen 😉

Ok, musikalisch war dieser Tag bis zu dem Punkt eher mau, natĂŒrlich musste man auch etwas „entspannen“ vom Freitag, direkt verpasst leider einiges von der „will ich wohl hören“ Liste, aber direkt auflösen wird sich wohl niemand von denen.

ZurĂŒck zum Zelt, weitere Herzkasperl-WĂŒrstle (Berner WĂŒrstchen heissen die im Original ;-)) zu vertilgen, noch einige Steaks, Salat… Das ĂŒbliche halt. Dazu etwas Gerstensaft und so gestĂ€rkt ging es schnell zurĂŒck zur BĂŒhne, irgendwo in die NĂ€he des ersten Wellenbrecher denn es kam der Favorit fĂŒr dieses Jahr:

Die Foo Fighters!

Yeah sag ich Yeah sag ich Yeah.

Ok, Dave Grohl war leicht desorientiert oder entsprechend angeheitert, „Big Festival“ mit „Big Festival People“ aber was einem geboten wurde war Weltklasse. Ok, die angekĂŒndigten 50 Lieder und 2,5 Stunden wurden es nicht aber inkl. verschiedener Soli (Drums kam schon gut, Triangel war der Hit „ding dididing didi ding.“) waren es gute 90 Minuten klassische Rockmusik. Ok, etwas unterhaltsames Radiohead-Bashing gab es auch noch 😉

Zum Ausklang kurz gesehen das es bei Maximo Park echt voll war und das man zu Digitalism leider nicht mehr ins Zelt kam, klang aber doch interessant.

Das Partyzelt war vergleichbar voll, die Schlange jedenfalls jenseits von Gut und Böse, so ging es ĂŒber einen kleinen Wanderteil (Mal alle ZeltplĂ€tze der vergangenen Jahre besucht und auch den Fröschen hallo gesagt) zurĂŒck an den eigenen Platz um mal etwas ungesunder den mitgeschleppten SĂŒĂŸkram und weiteres Bier zu vernichten, der kommende Tag war ja schon RĂŒckreise und damit Alkoholfrei (fĂŒr mich jedenfalls ;-). Irgendwann wurde es wieder hell, wir bekamen sogar noch Besuch von bĂ€ndchen und leicht merkbefreiten Nachbarn, aber da sind wir schon mit unangenehmeren Zeitgenossen aufeinander getroffen. Und Straussenfarm und Krokodilfleisch bespricht man ja auch nicht alle Tage 😉

Nachdem das Bier und die letzte Energie auch verbraucht war ging es dann wieder ins Zelt, schliesslich sollte der Sonntag auch noch ĂŒberbrĂŒckt werden.

Hurricane 2008 – Anreise am Tag des Thors | 1/5 |

Musik ist das Leben, und Leben ist in der Musik. So begab es sich im Jahre 2008 das einige tapfere Recken sich aufmachten ins nicht ganz so ferne Scheeßel, um eine kleine Zeitspanne unter freien Himmel zu campieren und das Überleben fernab von jeder Zivilisation zu proben, kurz: Es war Zeit fĂŒrs Hurricane.

Der Donnerstag, Tag der Anreise gestaltete sich ausgesprochen Stressfrei. Platz und Luxus waren die diesjĂ€hrigen Begleiter auf unserer Reise. Den Platz fanden wir dann leider nach Ankunft nicht mehr, sowohl der angestrebte P4 als auch der gewĂŒnschte C1 waren schon rappelvoll. Wo der noch nicht befĂŒllte P4 gar nicht mal so kritisch war, nervte die Situation auf C1 um so mehr. LĂŒcken fĂŒr 2-3er Iglus konnte man noch genug finden, doch unser etwas grĂ¶ĂŸeres Zelt passte nur noch an eine Stelle:

Das Heerlager von www.mein-gott-ich-bin-zu-doof-ein-zelt-aufzubauen-oder-habe-reiche-eltern.de

GeschĂ€tzte Drölf Zillionen Quadratmeter wurden fĂŒr die Zelte freigehalten, die fĂŒr ganz faule oder dumme gedacht sind. Ohne den Zeltaufbau hat man sich das erste Bier gar nicht verdient, irgendwie verweichlicht die Jugend aber auch immer mehr.

So jedenfalls begann die Odyssee auf der Suche nach einer geeigneten Stelle fĂŒr Zelt und Pavillon.  Schnell das KurzzeitgedĂ€chnis angezapft, erinnerte man sich an den Tip von Marc (einem der Veranstalter) aus dem Hurricane-Forum: „C2“. Gut, der Weg zu C2 war etwas weiter, aber die Lage war ideal.

Wiese statt Acker, höher gelegen als der Rest, großzĂŒgige Wasser-SanitĂ€rstation in der NĂ€he und am Donnerstag mehr als leer. Aber etwas weit ab vom Schuss. Wenn man Google Earth glauben darf, haben wir so gut 16km zurĂŒck gelegt bis alles am Platz war. Das ging Dank Bollerwagen aber auch erstaunlich gut, und so konnten wir uns nach einem leicht windigen Aufbau endlich den Grill anwerfen. Dabei bemerkten wir auch wieviel des mitgeschleppten Gewichtes an Genuß- und Nahrungsmittel ging, so gesund wie auf diesem Hurricane habe ich mich noch nie auf einem Festival ernĂ€hrt (Massig Obst und GemĂŒse, man wird halt doch Älter).

Die Entfernung des Zeltplatzes vom Parkplatz sorgte nun dafĂŒr, dass das Public Viewing fĂŒr uns ausfiel. Aber Not macht erfinderisch und so wurde das Handy samt Boxen zum Radio umfunktioniert und so klassisch wie frĂŒher das fliegende Leder nur akustisch verfolgt. Das Ergebnis und jedes Tor wurde dann ja noch von den ĂŒbrigen 49.997 anwesenden Besuchern bejubelt, mal ehrlich: Ein Stadion ist nichts gegen diese LautstĂ€rke 😉

So zog sich der Abend in die LĂ€nge, der Platz fĂŒllte sich mehr und mehr, mit nicht unangenehmen Nachbarn, und als die Sonne anfing aufzugehen wurde dann doch mal das Zelt und der Schlafsack von innen begutachtet.