Gewitter


Erst rauscht es in der Ferne, ist es noch ein Zeichen der Moderne?
Nein, der Donner komm schnell näher, das Fernglas dient uns kurz als Späher und
JA! Da sind die dunklen Wolken, hängen tief und wirken schwer,
BITTE! Bitte! Kommt zu mir, kommt schnell her…

Und schon fallen die ersten Tropfen,
noch zaghaft nur ein kleines Klopfen.
Doch beständig klingt das Grummeln,
Gewitter haben keine Zeit zu bummeln.

Aus dem Klopfen wird ein Fliessen,
wie die Wassermassen schiessen!
Kühle, Nässe und noch mehr!
Alle Pforten gebens her!

Doch mit Schrecken fiel mir ein,
Ein Grillen sollt heut irgendwo sein.
Nun, es ist erst früh am morgen,
was mach ich mir dann jetzt schon Sorgen?

Lass ich erst den Donner kommen,
Regen, Blitze und kühle Winde.
Wenn die Wärme ist genommen,
und die drückend Luft verschwinde…

Angst haben wir hier doch keine,
ohne Zittern bis in die Gebeine.
Sitzen sicher und auch trocken,
Los lasst das Gewitter rocken!
gypsy

Nimmer mit dem Wind drehen

Zwischen einer Häuserritze
sah ich eine Kirchturmspitze,
deren Wetterhahn sich dreht
dorthin wo der Wind ihn weht.

Dieses Bild vor meinen Augen,
ja ich konnt es gar nicht glauben!

Ganz weit oben hockt der Gockel,
doch gezwungen durch den Sockel,
ist der Wind sein wahrer Herr.

Er dreht sich hin, er dreht sich her.
Werter Gockel magst nicht mehr?
Auch dort droben musst du wissen,
andren horchen wirkt beschissen.

Denn die wirklich freien Geister,
sind ihr eigen Herr und Meister!
Und auch ohne Platz ganz oben,
lässt es sich im Leben thronen.

Mit Zwang gelöst vom Druck der Zeit,
macht sich dieses Bewusstsein heute breit.

Drum freu sich jeder seiner Dinge,
wenn es noch so albern klinge.