Hurricane 2008 – Final Festivalday | 4/5 |

Irgendwann von unseren neuen Nachbarn und leichtem Sonnebrand geweckt, erstere an unserem Tisch und unseren Grill befeuernd, letzterer an jeder Stelle unbedeckter Haut, ging es wie üblich los. Frühstück viel diesmal aus bis auf ein leichtes Stück getoastetes Fladenbrot, zuviel der Würstchen und des Bieres, zuwenig Lust nochmal damit zu frühstücken. Cindy Chemniz und Co waren nicht wirklich auf dem Plan, und die vorläufige Unwetterwarnung die uns aus der Heimat erreichte sorgte für ein zügiges Einpacken und Abbauen.

Gruß an den Nurpel-Leser der mich erkannt hat 😉

Insgesamt brauchten wir auch ne gute Stunde weniger, kamen also passend auf den Platz um noch etwas Calexico zu hören (Verdammt, schon wieder Panteón Rococó verpasst, bitte kommt wieder nach Oldenburg auf den Schlossplatz!) und uns zu überlegen wie wir die Zeit bis zu Flogging Molly überbrücken könnten.

Das Rock Cocktail(?) Zelt war da der richtige Punkt, zumal es kurze Zeit später schüttete wie aus Eimern. Die Stimmung im Zelt hingegen war bombig, der DJ hat alles gespielt was irgendwie mit Unwetter zu tun hatte und einen gewissen Mitsingfaktor hatte (OK, Thunderstruck, It´s Raining Man oder Rock You Like a Hurricane sind eher Schützenfestmusik, aber lustig war es allemal..). Dazu noch ein paar gute Mix-Versionen verschiedener Lieder und schon war der Regen vorbei.

Mit einer riesen Portion Thai-Nudeln bewaffnet ging es dann zur Flogging Molly.

Power. Spass. Gute Mukke. Ok, wenn man sie einmal gesehen hat kennt man das Programm, aber Flogging Molly kann man als grundsolide Band sehen deren Auftritte immer lohnen. Man muss sich nicht immer in die erste Reihe drängen, aber sie sind live einen Blick wert. Also Yeah!

Das Zelt war wieder voll. Also nochmal eine Runde über den Basar, leider kein passendes Mister Tea Shirt mehr für Stefan da 🙂 Dann kam die Sonne und Black Rebel Motorcycle Club haben grundsolide guten dreckigen Rock geliefert. Mit dem Wissen im Hinterkopf das es leider schon fast wieder vorbei ist, das Festival genoss man dann die Sonne und die gute Musik.

Leider spielten Sigur Ros gleichzeitig, zwar hörenswert aber zum Wetter und der Stimmung passten die Rebellen doch besser. (Ausserdem muss man als Guerilla ja immer die Rebellen unterstützen)

Eine Stunde Aufbaupause für Radiohead.

War es das wirklich wert? Ich weiss ja nicht. Ok, deren Musik hat mich nie wirklich begeistert, ich hab sie auch nicht abgeschaltet im Radio oder so, besitze aber (wissend) kein Stück von ihnen.

Gut, den Anfang betrachteten wir das ganze dann von der Tribüne, wir wollten ja nicht unbedingt in die Masse der Fans.

Die blieb dann aber irgendwie aus, so konnten wir nach einigen Liedern problemlos bis in Höhe des Turms gehen ohne irgendwie viele Besucher zu sehen, auch dahinter war es nicht wirklich dicht gedrängt oder voll. Das kennt man von den großen Gigs doch irgendwie anders. Umgehauen hat mich der Auftritt dann auch nicht wirklich, eher ein „passt schon“. Wohlgemerkt: es geht nicht ums Spielerische, noch die Qualität oder Sonstige objektive Punkte: Es war einfach nur langweilig und leicht depressiv. Gut gelant wie wir waren, wollten wir uns das natürlich nicht lange antun und nahmen uns vor zu Nada Surf zu wechseln.

Hier noch ein kleiner Videobeweis für die freien Flächen 😉 :

(Kleine Entschuldigung am Rande an alle depressiven Radiohead-Fans die zwischen dem Turm und dem Übergang zur anderen Bühne standen hockten: Die Chaoten die fröhlich zwischen euch rumgesprungen sind, das waren wir…)

Bei Nada Surf angekommen wussten wir auch wo die restlichen Besucher der 75.000 hin wollten die nicht mit Radiohead trauerten: Ins Zelt.

Also 1-2 Lieder gehört, der Sound war ja draussen davor auch recht gut, doch der letzte Bassdrum Schlag war dann doch etwas zu tief. Der Himmel war nur noch einseitig sonnig hell und schönen pastellfarben, auf der anderen Seite war es tiefschwarz und blitzte.

Das Gehirn schaltete sofort auf 2006 um und die Beine gingen in den Fluchtmodus. Diese Idee hatten zudem auch viele Leute, so dauerte es noch einen kleinen Moment bis wir wieder am (umgeparkten und fast ins Industriegebiet verbrachten) Auto waren und die Rückfahrt antreten konnten.

Hier mal noch ein kleiner Eindruck vom Himmel:

Ok, das Filmen und Kommentieren mit dem Handy übe ich dann auch nochmal, das klingt ja grausam aber was solls 😉
Kleinere Zwischenstopps in Sittensen, Bremen und Oldenburg später konnte ich mir dann auch endlich die wohlverdiente Dusche gönnen und meine Füße wieder säubern, und in ein warmes trockenes Bett springen.

Ein kleines Fazit kommt dann auch noch.