Provinz – Presse – Papierkrieg (auch ohne Papier)

Die lokale Medienlandschaft der Provinz in und um Oldenburg ist, nun sagen wir „übersichtlich“. Es gibt jedenfalls viele Regionen in der mehr Konkurrenz herrscht im Printmedienbereich, doch hier im Nordwesten gibt es halt die NWZ.  Nun, sicherlich mag der ein oder andere lokale Mitleser auf die zahlreichen „kostenlosen“ Wochenzeitungen verweisen oder die Monatsblätter. Eine richtige Auswahl hat man da aber doch wirklich nicht. Regionale „unwichtige“ Dinge mag man in diesen Blättchen noch erfahren, doch für viele führt der einzige Weg täglich an Informationen über aktuelle regionale und überregionale Ereignisse zu gelangen unweigerlich zur NWZ. Gut, überregionale Zeitungen gibt es auch, und das Internet hält auch eine Menge an Informationen bereit aber das erreicht nun bei weitem nicht alle und jeden.

Ich beobachte das Thema rund um die lokale Medienlandschaft schon etwas länger und Themen wie das Kartellamt, Presseratsrügen und Entflechtungsverfahren und zahlreiche direkte und indirekte Tochterunternehmen bekannt. Ich will nun auch gar nicht einen Kampf gegen die Windmühlen der NWZ führen, das machen andere 😉

Der aktuellste Artikel ist schon ein guter Einstieg und enthält auch einen Artikel (pdf) der „Oldenburger Allgemeine“. Nun, auf den ersten Blick eine weitere der zahllosen unangenehmen Werbezeitungen, welche den Briefkasten verstopfen. Nur wenn man mal einen Blick auf die Personen dahinter wirft könnte das Thema wirklich interessanter werden. Neben einem ehemaligen Geschäftsführer der Hamburger Morgenpost und einem Geschäftsführer eines privaten Briefdienstleisters (und nebenbei Präsident Präsident _des_ lokalen Sport/Fußballvereins) tauchen dort weitere Namen auf, die zumindest lokal einiges an  Branchenerfahrung für eine solche Zeitung mitbringen könnten.

Es wird also interessant für den lokalen Medienbereich, für Zeitungen und teilweise auch fürs Internet. Wie heisst es so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft!

Edit (26/09/08):

Wer noch etwas mehr über das Thema lesen will, kann ja mal in die taz schauen, die hat auch ein wenig was zu diesem Thema.