Was singt man grade in Berlin? Und was droht den deutschen StartUps?

Guten Morgen liebe Sorgen…

Tja, das Facebook verklagt das StudiVZ, das sich beim Design und der Benutzerführung ja „etwas“ hat inspirieren lassen. Stichwort Fakebook, myfb.css oder oder oder.

Das Facebook ((Asche über mein Haupt, einen nichtssagenden einsamen Account habe ich da auch noch), Ursprung aller Studi-Communities, inspiriert von Jahrgangsbüchern und wohl eine der größten Seifenblasen auf dem Markt. Was soll mit der Klage erreicht werden?

“[…] seeking to end StudiVZ’s illegal activity to ensure that users are not confused and that Facebook’s reputation remains unharmed”.

Nun, das genaue was und wie dürfen nun die Richter und Anwälte untereinander auskegeln. Doch was bringt diese Klage dem Facebook? Es sind nun schon über 2 Jahre ins Land gezogen, der „Klon“ wurde bisher nicht beachtet. Doch seit ein paar Monaten gibt es eine eingedeutschte Variante von Facebook, und der fehlt es noch an Nutzern. Ok, im Facebook wird nicht gekuschelt oder gekrault, hier wird gepiekst. Aber im Großen und Ganzen dürfte der Funktionsumfang der gleiche sein. Vielleicht ist das Facebook nicht mehr so Stalkerfreundlich, vielleicht gibt man seine Daten und Netze nicht einem deutschen sondern einem amerikanischen Vermarkter preis.

Ein paar Fragen hab ich ja noch, liebes allwissendes Internet:

Wie sieht das VZ inzwischen aus?

Mangels Account kann ich nur das äussere sehen, und das sieht nicht viel anderes aus als früher, auch die beiden Ableger haben nach aussen noch das alte Layout, das sehr an das Facebook angelehnt ist. Ist das drinnen auch noch so?

Wird die Meute davon erfahren?

Nein, nicht die Blogger-Meute, die schreibt und berichtet doch grad schon ganz viel 😉 Wird der durchschnittliche StudiVZ Nutzer davon erfahren? Und wie wird er reagieren? Gibt es bald Kerzenketten fürs VZ und Transpis gegen das Facebook?  Häufen sich Massen-Profil-Suizide, sprich Abmeldungen? Oder wird mal wie der nix passieren 😉

Ist dies der Anfang vom Ende?

Wer verklagt wen als nächstes? Spock Yasni? Lassen sich junge Harvard-Absolventen gerade diesen Artikel übersetzen? Viele der im Moment hochgelobten Web2.0 Seiten sind stark von den englischsprachigen Originalen inspiriert. Manch andere sind eine dreiste Kopie. Falls dieses Facebook vs StudiVZ Urteil je kommen sollte, könnte die Luft eng werden.

Nicht unbedingt für die Seiten selber. Aber für eventuelle Investoren und Aufkäufer, denn diese sind eher  in den Staaten aktiv und könnten dann belangt werden. Droht hier das Ende der Fahnenstange bei den deutschen StartUps?

Sicherlich ist nicht jede Seite eine Kopie, und manche vergleichbare Funktionalität kann man einfach nicht mehr verhindern, doch all zu offenes Abschreiben beim Austauschschüler klappt nun auch im deutschen Web 2.0 nicht mehr ohne weiteres.

via der Blogbar