[guerilla cooking] Hüftgold in 10min

Mach mal was einfaches, ich brauch schnelles nach dem Training…

Wir sind zwar nicht bei „Wünsch dir Was “ aber ok, was für den Hungrigen nach dem Training (Um die Trainingserfolge wieder zu vernichten, si?):

Diesmal für die Fast-Cooking Ecke, ohne große Anleitungen mit einfachsten Mitteln und dennoch Geschmack:

  • Pfanne auf den Herd, Öl rein, mittlere Hitze
  • Zwiebeln (handvoll) und Knofi(weniger) kleinschneiden, ab in die Pfanne, Hitze auf volle Kraft.
  • Noch Chorizo von Gestern über? Oder eine andere Wurst? Kleinschnibbeln, Zwiebeln und Knofi zum Rand schieben und rein in die Pfanne (Notfalls geht auch Speck).
  • Kartoffeln, ca. zwei Handvoll in Scheiben schneiden, auf die Wurst und die Zwiebeln.
  • Salz, Pfeffer drauf (Ergänzend Oregano, braunen Zucker, Chili & Co)
  • Das Ganze ca. 10min braten lassen, dabei ständig wenden.
  • Dann Käse über das ganze legen und nochmal 5min kochen.

Fertig, Hüftgold in Tüten 😉

[guerilla cooking] Paella de carn i peix

Von Stefan gewünscht 😉

Tütenpaella wird man nicht mehr so lecker finden wenn man mal selber eine gemacht hat, wobei der Aufwand nicht viel höher ist, man muss allerdings etwas mehr einkaufen und investieren. Eine Pella-Pfanne ist nicht notwendig, aber eine große möglichst flache bzw. niedrige Pfanne sollte es schon sein.

Wir brauchen für eine gemütliche Runde von 12 Personen (Oder 6 Personen die 2x Essen, oder jemand der Einfrieren will oder oder, Paella kann man nicht in kleinen Portionen machen. Ich mache immer eine größere Portion und friere den Rest ein. Dann hat man später btw. auch den Effekt der Tütenpaella: In die Pfanne und warm machen)

  • Olivenöl
  • 4-5 Zwiebeln
  • 4-5 Knoblauchzehen (beides ja nach Sensibilität, ohne geht aber mal nicht)
  • Paprika (Rot, Grün jeweils 2)
  • ca. 1kg Reis (Original nimmt man Rundkornreis, man kann aber auch Langkornreis nehmen, Pro Person eine Halbe Tasse ist auch eine gute Regelung)
  • 2-3gr echten Safran
  • 1kg Tomaten,geviertelt
  • 2 Dosen Erbsen (je 250g)

Für den Fisch und die Fleischeinlage kommt es immer auf persönliche Geschmäcker an, was dabei sein sollte:

  • Tintenfisch (die Tuben in Scheiben schneiden, ca 750g)
  • Weissfisch (Dorsch, Schellfisch,…) auch ruhig 750g, auch in Scheiben geschnitten
  • Garnelen (ungeschält!) 750g Beutel
  • ein Kilo Muscheln (Miese oder Venuske 😉 oder beide)
  • 750g Geflügelfilet, in Scheiben geschnitten
  • 750g Chorizo Wurst

Von der Menge her sollte es nicht weniger sein, man kann die eine mit der anderen Zutat ersetzen wenn man mag. Zusätzlich brauchen wir das übliche Pfeffer und Salz Duo, etwas Brühe wäre auch nicht schlecht.

Wenn die gewünschten Zutaten in der Nähe sind kann es losgehen.

Zwiebeln, Knoblauch und Paprika kleinschneiden. Den Paprika kann man auch in Scheiben oder Streifen schneiden wenn man was für das Auge haben will. Den Fisch, das Fleisch und die Wurst jeweils in wirklich dünne Scheiben schneiden. Wir wollen ja nichts rohes essen und je dünner desto besser brät es an.
Diese mit etwas Öl kurz in der Pfanne erhitzen. Es darf noch nicht angebraten werden. In der Zeit schneide man die Chorizo in Scheiben und füge das ganze mit noch mehr Öl in die Pfanne. Nochmals kurz erhitzen. Dann darf der Reis nach und nach in die Pfanne, schön rühren bis der glasig ist. Da wir nicht die ganze Zeit rühren müssen nehmen wir ca 2l Wasser in einem Topf, erhitzen es leicht und verrühren etwas Brühe/Gemüsesuppe/Geflügelfond da drinnen. Diese Flüssigkeit nun nach und nach in die Pfanne giessen. Dann können wir mit Salz und Pfeffer würzen und den Safran drüber verstreuen. Wenn das alles in der Pfanne ist geht der ernst los:

Nach und nach (quasi schichtenbauend) kommt dazu:

Tintenfisch, das Geflügelfilet, die Tomaten und die Erbsen (letztere abgiessen) und der Weissfisch. Diesen ganzen Batzen bringen wir nun zum Kochen. Und lassen das auch mal ne gute halbe Stunde minimum weiterkochen. Dann sollte die Flüssigkeit verdampft sein und der Reis weich. Notfalls kann man hier noch umrühren, ich sagte notfalls! Und wenn der Reis noch nicht weich ist lieber etwas Fond nachgiessen. Nach 20Min Kochzeit kann man dann auch die Muscheln und die Garnelen obenauf legen. die aber nicht mehr unterrühren. Wenn der Reis weich ist, und die Flüssigkeit weg, und die Garnelen und Muscheln gar sind(sieht man bei ersterem schön an dem Farbwechsel) lassen wir das ganze noch knappe zehn Minuten bei geringer Hitze ziehen.

Wer eine echte Paella-Pfanne oder eine entsprechend große Form genommen hat und sich beim Aufschichten nicht zu ungeeschickt angestellt hat (und nicht alles durchgewürfelt hat) kann diesen Berg nun auf den Tisch stellen und die Leute (Das essen war ja für 12) beeindrucken. Dazu reichen wir etwas Baguette zum aufsaugen des restlichen Fonds. Als Wein würde ich einen guten LaMancha empfehlen. Wichtig ist auch genug Wasser auf dem Tisch zu haben.

Anmerkungen:

„Die“ Paella gibt es nicht. Die Variante hier ist eine einfache Variation der typischen Paella die man als Urlauber bekommt . Die Paella Valencia , quasi das original gibt es nicht mit Fisch. Auch gibt es hier noch weitere Sachen zu beachten. Daher das nur als Hinweis 😉 Wer etwas mehr Pepp möchte würzt noch mit Cayennepfeffer zu, oder nimmt die richtig scharfe Variante der Chorizo. Ebenso kann man Oliven, Artischocken oder Mören hinzufügen.

Wer nicht soviel Hunger hat halbiert oder viertelt die Mengen an Fleisch/Fisch und Reis/Gemüse.

Buen Apetito!

Kochen für Angeber, Teil Eins: Der Tajine

Der Tajine ist eine sehr tolle Kochform, gerade auch für Leute, die Probleme mit der Zubereitung aufwendiger Speisen haben. Die Zubereizung ähnelt etwas einem Römertopf, aber visuell (und auch geschmacklich) lassen sich mit einem Taijine andere Dimensionen erreichen 😉

Mit etwas Glück kann man den „Topf“ in einem afrikanischen Geschäft, auf einem Flohnmarkt oder ähnlichem finden. Auch in asiatischen Geschäften und Deko-Läden habe ich schon welche stehen sehn, wobei in letzteren die meisten nicht mal wussten was sie da verkaufen (Obstschale). Herkunft liegt im nordafrikanischem Raum, wer an der Geschichte des Tajine interessiert ist möge aber eine Suchmaschine seiner Wahl bemühen. Nutzen kann man dieses schöne Gerät übrigens in so gut wie jeder Ofenform, auch offenes Feuer/Kohle/Grill ist kein Problem, im Gegenteil: Im Sommer zubereitete Speisen auf dem Grill rocken den Tajine *g*.

Um dem ganzen noch ein BIld zu verpassen, hier mein „kleiner“ Tajin, der noch in den hier vorhandenen 0815-Ofen reinpasst:

Ein einfaches Rezept zu Beginn

Nun an die eigentliche Arbeit, was wir brauchen ist folgendes:

  • ein Tajine (vor dem allerersten Kochen brauchen die meisten Tajine ein Wasserbad o.ä. – lasst euch das am besten beim Verkauf erklären)
  • 20-30min Zeit zum Zubereiten der Zutaten
  • Ofen, Grill, Kamin, Lagerfeuer – Hitze halt 😉
  • 2-3 Messer, Schneideplatte, Kochlöffel aus Holz (für die OpenAir-Kochenden, der Rest sucht halt das was er braucht in seiner Küche)
  • eine mittlere und eine große Schüssel
  • mind. 1 Bier (oder eine alkoholfreie Alternative)

Nun zu dem eigentlichen, den Zutaten. Da man einen Tajine-Gericht relativ vielfältig zubereiten kann, wähle ich zu Anfang etwas einfacheres, Variationen und Eigenkreationen verträgt ein Tajine aber immer.

Für 3-4 Personen/Portionen benötigen wir folgendes:

  • 2-3 mittelgroße Zwiebeln
  • pro Person 1-2 Knoblauchzehen (kann geringer dosiert werden bei sensiblen Kollegen, Chef usw)
  • ca. 750gr Hackfleisch (am besten Halb-Halb, wer mehr investieren will nimmt Lamm oder Büffelhack)
  • pro Person 3-4 große Kartoffeln (oder entsprechend Anzahl kleinere Kartoffeln)
  • frische Petersilie (die sogenannte „türkische“ ist sehr lecker)
  • Gewürze je nach Verfügbarkeit: Kreuzkümmel, Salz, schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer, Zimt, Madras Curry, Koriander
  • Ein kleiner Bund Möhren
  • 1 Limette
  • ein paar kleine Tomaten
  • Paprika (ich nehm gern gelbe, aber auch rote sind ok, grüne eignen sich weniger, aber wer es mag…)
  • etwas Sesamöl (Olivenöl tut es auch)

Und das muss alles hier rein:

Aber natürlich nicht aufeinmal.

Fangen wir mit dem unangenehmsten für die Meisten an, wir weinen. Weil wir die Zweibeln und den Knofi kleinschneiden. Zwiebeln vierteln und in Scheiben schneiden. Knoblauch in kleine Scheibchen schneiden, die später noch beim Essen rausgepickt werden können (Soll ja leider immernoch Leute geben die gegen Knoblauch im Essen was haben). Zusammen mit etwas Sesamöl geben wir das ganze nun in die kleinere Schüssel. Eine gute Prise Salz und schwarzer Pfeffer kommt dazu. Wer es hat füge noch Curry-Pulver und Cayennepfeffer hinzu (auch jeweils eine gute Prise). Zum Schluss noch einen guten Schuss Öl drauf und einmal durchmischen. Dann stellen wir das erstmal zur Seite und trocknen uns die Augen.

Ab zur Seemanschule Stufe 1: Kartoffeln Schälen. Wer Biokartoffeln hat oder einen robusten Magen kann die Schale auch dran lassen. Bei der Gartenproduktion erst recht. Die Kartoffeln achteln und diese Stücke nochmals halbieren. Das ganze muss nicht gleichmässig sein, Ziel sind einfach kleine Kartoffelstücke zu haben. Das kommt in die große Schale. Nun schneiden wir die Möhren in Scheiben und fügen sie den Kartoffeln hinzu. Ebenso halbieren wir die Tomaten (große Tomaten können auch geviertelt werden) und schneiden die Paprika in Streifen. Beides auch noch in die Schüssel zu den Kartoffeln.

Das ganze hat natürlich etwas gedauert. Also trinken wir uns erstmal ein Schluck Bier (oder alkoholfreies Alternativgetränk), denken an dieser Stelle daran die Hitzequelle vorzubereiten (Ofen ca. 180, Umluft weniger, natürliche Feuerquellen s.u.) und nehmen uns nun das Fleisch vor. Das kommt zu den Zwiebeln und dem Knofi in die mittlere Schüssel. Aber bitte nicht als Block aus der Packung, sondern schon etwas auseinandergerissen. diese ganze Masse nun mit den Fingern (notfalls mit dem Kochlöffel) durchmengen, ruhig noch etwas Sesamöl dazufügen wenn es zu klebrig wird.

Nun geben wir ca. die Hälfte der Kartoffel-Möhren-Tomaten-Paprika Menge in den Tajine, ungefähr soviel das der Boden zur Hälfte bedeckt ist. (Bei meinem Tajine wäre das der innere Kreis). es muss nicht eben sein, nur der Rand darf noch nicht belegt sein. Auf diese Menge fügen wir nun unser Hackfleisch auf, am besten nimmt man dazu einen kleinen Löffel und füllt immer etwas drauf, es sollte vermieden werden eine abdeckende Masse zu bekommen. Nun füllen wir den Tajine mit dem restlichen Gemüse auf. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt, nur sollten wir hier nicht so sehr am Rand stapeln (Vergleich mein Tajine: da wo das Muster aufhört sollte nichts mehr liegen).

Wenn wir nun beide Schüsseln entleert haben, streuen wir nochmals Pfeffer über die gesamte Füllung, diesmal auch Koriander, Kreuzkümmel, ein wenig Zimt und legen die frische Petersilie oben drauf. Wer Büffelfleisch genommen hat fügt am besten noch etwas Sesamöl über die ganze Menge, wer Lamm genommen hat nimmt nicht nur eine Limette, sondern ruhig zwei oder drei. Die Limette halbieren, über dem Inhalt austräufeln, dann nicht wegwerfen sondern mit einer Reibe/Messer die Schale abreiben und auf dem Essen verteilen (Den Satz mit Eigenanbau, Öko-Limetten und Abwaschen spare ich mir halb).

Nun den Deckel auf den Tajine setzen und das ganze in den Ofen, auf den Grill, Übers Feuer bringen. Im Ofen kann man nach ca. 45 Minuten den Tajine rausholen und nachsehen ob das Essen fertig ist, bei Grill und ofenem Feuer kann man in die Mulde im Deckel Wasser füllen, das dann anfängt zu kochen, wenn das Essen fertig ist (ein wirklich tolles Gerät, so ein Tajine ;-)).

Vorsicht beim öffnen, sehr sehr heisser Dampf kommt einem entgegen. Zulange im Ofen lassen kann man den Tajine eigentlich kaum, da keine Flüssigkeit verlohren geht kann auch nichts anbrennen. Wenn es fertig ist brauch man auch nicht umfüllen (im Gegenteil, das wäre ungeschickt), da der Tajine noch eine ganze Weile die Hitze speichert. Dennoch kann man den oberen Teil des Deckels fast ohne Schutz anfassen (mir macht die geringe Hitze nix, anderen sollte ein doppeltes Küchentuch genügen, aber der Sicherheit zu liebe: Nehmt Handschuhe!).

Auf dem Tisch sollte dann ein kleiner Korkuntersetzer o.ä. stehen, auf das man den kompletten Tajine stellen kann. Die untere Hälfte blos nicht ohne Handschuhe anfassen, sonst hat man Krebsklauen. Für den Deckel ein Küchentuch hinlegen, der kann nämlich wieder auf die untere Hälfte gestellt werden wenn sich jeder was auf seinen Teller gefüllt hat.

Mit guten Freunden kann man natürlich auch direkt aus dem Tajine essen. Als Beilage brauch man ein leckeres Brot, ob nun ein Bauguette, Fladenbrot oder Chapati/Papadam/Nam.

Guten Hunger!

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„Meiner Meinung nach“ drehen ein paar Leute gerade kräftig am Rad, was Informationen über das Zubereiten von Speisen angeht. Um dem ein wenig gegenzuwirken werden hier nun in unregelmäßígen Abständen Kochrezepte veröffentlicht.

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