„Free Burma!“ Sicher, aber was ist mit….

Kolumbien?

Westpapua / Neuguinea?

Tamil Eelam / Sri Lanka?

Westsahara?

Darfur / Sudan?

Senegal?

Somalia?

Kaschmir?

Nagaland?

Nepal?

Philippinen?

Türkei?

Ituri?

Tschetschenien?

Laos?

Thailand?

Belutschistan?

Tibet?

Kosovo?

Abchasien?

Transnistrien?

Puntland?

Bergkarabach?

Alles Ländern in denen die sogenannte Demokratie nicht unbedingt sauber abläuft. In denen Krieg herrscht, Minderheiten unterdrückt werden, die Meinungsfreiheit lebensgefährlich werden kann und die Menschen in fast nicht vorstellbaren Verhältnissen leben müssen.

Aber die im Moment nicht für die Presse und damit für den Stimmungsmob von Interesse sind.

Free Burma!

Hier findet man noch ein paar Informationen, über Burma und mehr

Achtung, es ist ein Spider-Schwein! (Don´t Panic, Spoiler-free)


Keine Angst, es gibt hier keine Inhaltsangabe über den Simpsons Film. Sowas kann ich manchen Lesern einfach nicht antun. Aber ein Eindruck. Die Handlung steht morgen sicherlich eh in jeder Klatschkolumne oder Katzenblog…

Bigger, Longer and Uncut. War ja eigentlich ein anderer Film, aber es passt perfekt zu diesem „Kunstwerk“. Wer die Simpsons mag sollte ihn sich ansehen. Basta. Mehr gibt es nicht zu sagen. Ja, im Grunde ist es eine normale Simpsonsfolge auf Steroiden, aber es macht einfach Spass mal eine Handlung nicht nur für die episodenübliche Länge zu verfolgen sondern eine etwas komplexere Handlung zu sehen. Und zig dutzende Anspielungen.

Was soll ich sagen, schaut ihn euch an. Selbst Anke Engelkes Organ hat mich im Film nicht mehr irritiert oder gestört. Schaut ihn euch an, bleibt bis zum Ende es Abspann sitzen, auch wenn manche Familien das nicht machen 😉 Es lohnt sich. Ja, die Szenen aus den Trailern kommen vor, doch verraten sie wirklich nichts zum Inhalt. Lachen wird man die meiste Zeit über. Zwar lacht nicht jeder an der gleichen Stelle, aber genug Möglichkeiten zu Lachen gibt es.

Warten bis das ganze auf DVD oder ähnlichem Medium erscheint oder ziehen ist nicht drin, der Film ist definitiv etwas, dass man im Kino sehen sollte 😉

Hurricane 2007: Der Sonntag

Finale!

Diesmal ein etwas kürzerer Beitrag, da die genauen Erinnerungen solangsam nachlassen. Highlights waren der Matschtaucher vor der Tribüne,  Kings of Leon, Sonic Youth und die Dropkick Murphys. Pearl Jam war sicherlich nicht schlecht, ich weiss auch nicht mit genau welchen Erwartungen ich hingegangen war, doch irgendwie blieb kein dauerhafter Eindruck. Nunja, gesehen habe ich sie, was solls.

Camp-seitig lief das einpacken und einladen auch ohne Bollerwagen halbwegs problemlos, was auch daran lag das einige „Ausrüstungs“stücke dieses Festival, einige Campmitbewohner und den Regen einfach nicht überlebt hatten.  Dafür wurde nichts gestohlen, die Krachquelle hat es überlebt, das Handy geht auch noch und bis auf ein paar Burger ist nichts verdorben.

So ging es bei den Zugaben von Pearl Jam ruhigen Schrittes zum Parkplatz der relativ zügig verlassen werden konnte. So kamen wir einige Minuten später beim vereinbarten Treffpunkt in Sittensen an, doch von den anderen fehlte noch jede Spur. Ein Anruf klärte mich dann auf, das die Bremen-Bayern Connection dank einiger Navigationsprobleme schon die Autobahn runterflogen, doch immerhin kam der Aelg noch an, so konnte ein halbiertes Gruppenkuscheln, Burger verdrücken und Festivalrevue passieren lassen ablaufen.  Ein kleines Fazit bleibt mir noch, an das ich mich nächstes Jahr hoffentlich erinnern werde (oder zumindest hier nachlesen):

  • Wenn es schon kein Wohnmobil ist, so sollte es zumindest trocken und geräumig sein
  • Weniger Fleisch, mehr (trockene) Schuhe
  • Einen Umzug direkt vor und nach dem Festival ist nicht unschaffbar, es gibt aber schlauere Ideen.
  • Nächstes Jahr sind die Foo Fighters fällig

So langsam ist auch fast alles gereinigt und wieder verpackt und verstaut, die Zeit der  Open-air-Festivals 2007 leider schon wieder beendet. Entweder die Termine oder die Bands sind nicht perfekt, aber vielleicht ergibt sich noch was, der Sommer (hahaha..) hat ja erst begonnen.

Hurricane 2007: Der Samstag

Nochmal eine kleine Ergänzung zu dem Freitag, irgendwann gegen Abend erblickte man folgendes auf den Leinwänden:

Darauf bereitet man sich natürlich vor. Nur passierte am Freitag (kaum) was. Es gab zwar noch einzelne Schauer, aber kein Gewitter oder Starkregen. Glück gehabt?

Fast… Denn diese Unwetterwarnung galt wohl für Samstag, tja liebes Hurricane Team: Bitte das nächste mal auch auf der Leinwand diese Zeile hinzufügen „Samstag:“ :-/

So war es zwar noch halbwegs möglich den Grill und das Teewasser heiss zu bekommen, doch kaum da mehr oder weniger alle wach waren gab es den „Starkregen“. Innerhalb kürzester Zeit stand der Platz unter Wasser. Ich will gar nicht wissen wie es auf den „billigeren“ Plätzen aussah, die Weide auf C1 und C2 kam jedenfalls an ihre Grenze. Immerhin hielten sowohl Pavillion als auch Zelte den Regen einigermassen von uns ab, was dankenswerterweise zu nur leicht feuchter Kleidung führte. Memo an mich: das nächste Mal wieder die etwas BW-Stiefel mitschleppen. Chucks sind nur dann noch angenehm, solange sie eine Chance haben zu trocknen.

Und nein, das ist kein Biotop oder naturbelassener Teich, das ist der Boden…

Irgendwann war es auch halbwegs egal das es nicht mehr wirklich trocken wurde, Musik war angesagt.  Mogwai sollten nochmal bei trockenerem Wetter spielen, dann hab ich vielleicht mehr Lust nach vorne zu gehen. Immerhin weiss ich nun von welchem Soundtrack ich sie kannte…

Frank Black hat schon gut gerockt, nur zerrte das Wetter immernoch leicht an den Nerven. Bloc Party, nun ja nicht unbedingt schlecht, aber einfach nicht einer meiner Favoriten. Später gab es dann noch den etwas trockeneren Auftritt von Incubus (Mir war als rockten sie auf dem Bizarre 2001 mehr, aber schlecht waren sie bei weitem nicht). Irgendwann dazwischen wurde noch mal gegrillt, beim Auto war ich auch nochmal ,klingt uninteressant, aber der Weg zum Wagen sagte mir das es eine spitzen Entscheidung war den Parkplatz zu wechseln, die meisten „Ausfahrten“ waren schon extrem verschlammt, unter anderem auch Dank eifriger Bereitschaftspolizisten. Da hab ich noch eine Frage: Was hat der alte Hannoveraner Scorpio für Durchsagen abgelassen? Die Fahrerin hatte anscheinend ihren Spass…

Den zeitlichen Wechselspielen hab ich es zu verdanken das die Manic Street Preachers immernoch auf meiner „muss ich mal sehen“ Liste stehen, aber ich hoffe sie schaffen es noch eine Weile zusammen zu bleiben. Dann kam Abends die Frau Manson. Nunja. Musikalisch Top, die Bühnenshow nichts unerwartetes. Mir tut der Gitarrist so leid. Das er es immer noch schafft vernünftig zu Spielen wenn ihm ins Ohr gebrüllt wird und er von hinten mehr oder weniger bestiegen wird, reife Leistung… Immerin wusste Manson das er in TOITSLANT! ist, ich glaub ein SCHEISSEL! hab ich auch vernommen. Der eigentliche Grund, warum ich mit eiskalten Füßen solange ausgehalten hab war ja Hayseed Dixie, die mir vor einiger Zeit vom Stefan ans Herz gelegt wurden. Die Niederlage kam dabei in drei Schritten.

Aus der Gegend der grünen Bühne konnte man schon eine recht grosse Menschenmasse vor dem Zelt sehen. Naja, man kann es ja mal versuchen. Also in einigen Umwegen dem Zelt näher gekommen, bis wir gesehen haben das der Schlammsee eine beachtliche Tiefe, Gummistiefelfressende Eigenschaften und einen nicht sonderlich schönen Geruch angenommen hat. Ein „Lass es Wasser sein“ brauchte man nicht mehr ansingen, zumal der See an der einen Seite von Dixies flankiert wurde.  Durchgeweicht vom dauerndem Regen gaben wir dann auf. Früher wäre uns sowas nicht passiert. Entweder liegt es am Alter oder es war wieder eine Anfall von Musikautismus. Falls ein Booker oder Manager von Hayseed Dixie diese Zeilen lesen sollte:

Bucht sie in dieser Region und ich werde alle Freunde und Bekannte solange nerven und nötigen bis der Laden voll ist. Ob nun im Ama, in der Kulturetage oder sonstwo, holt die mal nach Oldenburg.

Zurück zum Festival. Und zurück zum Zeltplatz. Ich spielte kurze Zeit mit der Idee den Grill als Hocker für die Füße zu nutzen, doch nach dem mir zwei nervige kinder den letzten Nerv geraubt haben (Wir, öh -fuck- öhm, brauchen, also für unsere -fuck- Freundin, der gehts nich so , äh gut, also für die, brauchen wir -fuck- also irgend welche schmerz betäubenden mittel. und da – fuck- wollten wir fragen ob ihr uns was leihen könnt.), ging es kurze zeit später dann auch in den vorgewärmten Schlafsack und dank Ohrstöpseln der Sorte „MG-Schütze“ blieb mir „Simons Geburtstagsfeier“ weitestgehend erspart.  Wer auf C1 war und nicht zu dieser Gruppe gehört bekommt mein Beileid ausgesprochen.

Hurricane 2007, der Donnerstag

Ich schau es mir mal beim Stefan ab, jeder Tag bekommt seinen eigenen Beitrag 😉 Nun hab ich das erste mal seit Montag etwas Luft zum schreiben, also fangen wir mit dem Donnerstag an.

Bilder und Infos gab es ja schon von Donnerstag an, viel mehr an bildlichen Informationen habe ich nicht ergattert, das nächste mal muss ich an ein Ladekabel fürs Auto oder ähnliches denken. dann gibt es mehr „Live-Beiträge“.

Angefangen hat es ja mit dem beladen eines koreanischen Kleinstwagen. Es ist immernoch erstaunlich wieviel Dinge dort hineinpassen. Mehr als in meinen Lupo jedenfalls. Die Abfahrt verzögerte sich leider etwas, was wohl auch auf mangelnde Koordination aller beteiligten zurückzuführen war, die Festivalvorfreude bremste das aber nicht wirklich. Gegen frühen nachmittag ging es dann auch gleich los, ab in die ersten (Baustellen)Staus der Gegend und auf eine leider schon recht volle Autobahntour. Habe ich schonmal erwähnt das ich ein absolutes Überholverbot für LKW auf 2-spurigen Strecken für dringend notwendig erachte? Das sei hiermit geschehen. Bis zum Kreisverkehr vor Scheeßel haben wir es auch wunderbarer Weise geschafft, zusammen zu bleiben. Nur die 2-3 Autos zwischen uns sorgten dann dafür, dass die Oldenburger Kolonne auf verschiedenen Parkplätzen landete. Von Bekannten hatten wir schon gehört, das es bislang nicht sonderlich trocken gewesen war, doch immerhin konnten wir halbwegs ohne Schauer die ersten Dinge auf den Zeltplatz schleppen.

Doch halt, vorher müssen wir ja noch unser Bändchen bekommen und die obligatorische „Sind da Glasflaschen drin?“ (Ich bin noch nicht soweit zu sagen „Nein, aber etwas Sprengstoff, ein paar Messer und Pistolen haben wir dabei…“) Durchsuchung über uns ergehen lassen. Und damit auch das erste Manko dieses Jahres. Von dem „Alles wird besser, größer und viel organisierter“ Motto der Hurricane-Crew war da allerdings noch nicht viel zu spüren. Das man ohne Kontrollen von der einen Seite (C1,C2) zum Rest des Zeltplatzes gehen konnte, war eine sehr gute Idee. Doch wer stellt bitteschön nur ein halbes Dutzend Security-Leute bereit, die dann jeweils nur 3-4 Personen kontrollieren können? Etwas mehr Durchlasskontrollen, zumindest zur Anreisewelle hätte da schon gut getan. So wurden wir nach dieser leider etwas länger dauernden Prozedur dann tatsächlich auf den Zeltplatz gelassen und gleich durch einen kundigen Führer zu unserer neuen Heimat für das Wochenende gebracht. Passend zum Zeltaufbau kam der nächste Schauer. Was zusammen mit dem leider etwas knappen Platzreserven für ein mehr oder weniger suboptimal aufgebautes Zelt führte. Zum Glück brauchten wir dieses Jahr ja auch nicht alle Kuppeln, und zu zweit in einem 9-Mann Zelt kommt schon ein gewisses Luxusgefühl auf. Das dann nur von dem leicht undichten Zelt eigeschränkt wurde. Der Regen sorgte dann auch dafür das nur noch die allerwichtigsten Sachen (Grill, Tisch, Fleisch und Stühle) ihren Weg zum Gelände fanden, der wichtige Rest (Musik, Essen, Getränke, mehr Essen, und vor allem der Gaskocher & passendes Geschirr) musste warten. Durch einen leichten Biowaffen Zwischenfall blieb es dann auch erstmal beim Fleisch 😉 Die Zeit verging dabei auch nicht wirklich langsam, und zusammen mit dem Regen, zuwenig Schlaf in den vorherigen Nächten und der Wirkung des leicht gekühlten Weisweins wurde es dann irgendwann Zeit, den Schlafsack von innen zu begutachten.

Weisheiten des Tages:

  • Planung ist alles, aber kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt.
  • Es gibt doch so etwas wie den Mindest-Haltbarkeits-Datum-Dämon, der Nachts um 12h in den Kühlschrank klettert und „Puff“ die Kartoffelsalate verderben lässt.
  • Es gibt komische Leute. Doch wenn man noch komischere Leute sehen will muss man auf ein Festival
  •  Flunky-Ball ist nicht mehr komisch