shrlink (shirt-link, half shirt, half link…)

T-Shirts kann Mann ja nie genug haben denk ich mir, also warum nicht mal ein wenig sammeln.

Diese Leutchen bei http://www.3dsupply.de/ hier sind so nett, und verschenken feedme Shirts. Damit werden sie natürlich grandiosen Erfolg haben, Blogger sind doch Geil auf gute Goodies. Und ich geb zu das Shirt hat einfach was, also:

Her damit 😉

shrlink shrlink shrlink…

via The Gay Bar.

Questa notte nessun dorma in Pechino!

Nessun Dorma von Puccini, Zucker für die Ohren.

Keiner schlafe! Keiner schlafe!
Auch du, Prinzessin schläfst nicht,
in deinen kalten Räumen
blickst auf die Sterne, die flimmern
von Liebe und Hoffnung träumen!
Doch mein Geheimnis wahrt mein Mund,
den Namen tu‘ ich keinem kund!
Nein, nein, auf deinen Lippen sag ich ihn,
sobald die Sonne scheinen wird!
Mein Kuss allein soll dieses Schweigen lösen,
durch das du mein wirst!

Aus Puccinis Turandot, Übersetzung Wikipedia

Damit auch mal klar ist, was der gute Paul Potts da so wunderschön vorträgt.

Wenn niemand seinen Namen weiß,
dann müssen wir den Tod erleiden!

Und das ist nun mein Stichwort zu kommentieren. Auf das Thema bin ich durch diesen Beitrag bei Handy gekommen, der mich dazu gebracht hat mal nachzusehen wie erfolgreich dieses Stück nun wirklich ist. Letztes Jahr war es eher ein Internetphänomen und etwas für Musikliebhaber, doch dieses Jahr wird dank der Telekom die breite Masse ins Visier genommen.

Scheint ja geklappt zu haben: Platz 1!

Einerseits freut es mich, gerade für jemanden wie Paul Potts der einfach seinen Weg  geht, klassisches Märchenpotential. Und natürlich hoffe ich auch, ihn dann dieses Jahr eventuell noch auf einer kleinen Tournee sehen zu können, und vorallem hören zu dürfen.

Andererseits finde ich es einfach nur traurig, das nun mit der Werbung erst der (verdiente) Aufschwung kommt. 2007 war die Scheibe irgendwo in den Top40, nun wird die Geschichte als Werbung aufbereitet und Platz 1 ist da. Bei Kerner&Co werden doch bestimmt auch schon wieder die Einladungen geschrieben und Stühle gerückt.

Ist Deutschland tatsächlich so leicht beeinflussbar geworden (man kann auch sagen noch mehr als zuvor) oder sind die Charts inzwischen so leicht zu manipulieren das ein einziger „Echt-Kaufrausch“ das ganze System durcheinander bringen?

Naja, eigentlich soll es mir ja egal sein, hört es euch an, geniesst die Musik, auch ohne Werbung 😉

Nachtrag zu Gina, Lisa und das Video – Social Engineering Trojans

Ok, ich löse das Experiment mal auf.

Es ist wirklich erschreckend welche Menge an Suchanfragen zu diesem Thema eintreffen.

Mal abgesehen von dem kurzfristigen SEO-Effekt („Kurz“ und „SEO“, das passt ja Höhöhö…) abgesehen dürfte das die aktuelle Generation von Social Engineering Trojans sein.

Eine kurze Erklärung wie so etwas abläuft:

Zuerst braucht man ein Thema, das sehr schnell und sehr stark verbreitet wird. Da wir im Internet unterwegs sind sollte die Zielgruppe für dieses Thema zwar über eine hohe Internet-Affinität verfügen, aber möglichst geringes technisches Wissen oder Sicherheitsdenken aufweisen.

Solch ein Thema war in diesem Fall ein anscheinend entwendetes private Porno-Video der Gina Lisa Lohfink, wenn bekannt dann aus Germany´s Next Topmodel oder anderen ProSieben Sendungen. Topmodel ist sie wohl nicht geworden, aber hat anscheinend eine sehr große Fangemeinde gefunden (und dürfte im Endeffekt in 2-3 Jahren eher in Erinnerung geblieben sein als die Gewinnerin).

Deutschlands bekanntes bebildertes Printerzeugnis, oder eher deren Internetversion berichteten jedenfalls von dem Diebstahl eines solchen Videos und das es wohl auch im Internet die Runde macht.

Soweit ist das Thema ja noch relativ uninteressant. Spannend wird es nun:

Die ersten Reaktionen in den Blogs und ähnlichen Medien war recht verhalten, es viel halt nur einigen auf, dass mit den bekannten P2P-Möglichkeiten nirgends ein solches Video zu finden ist.

Dies ist der Punkt an dem der Bösewicht mit seinem Trojaner ansetzt:

Eine große Masse X möchte das Gut Y haben.

Bösewicht nimmt nun ein mehr oder weniger handelsübliches Kit, baut sich schnell ein verseuchtes Archiv, Plugindatei, Bild oder wozu er gerade Lust hat und stellt dies in ein P2P Netz oder bei einem Service wie „Schnellverteil“ ein, und fügt an einigen Diskussionspunkten den Hinweis darauf ein.  Mit ca. 30 Minuten bis 1 Stunde Arbeit dürfte so die erste Welle eingesetzt haben. Klicken geht vor Denken, Ziehen vor Überlegen.

Bis sich rumgesprochen hat, das es sich nicht um besagtes Video handelt dürften 3-4% der aktuell Suchenden den Trojaner installiert haben, ohne es mitzukriegen. Wenn wir mal ganz sanft von 10.000 Nutzern ausgeht, die diese Datei ziehen hat der Bösewicht damit schonmal 3-400 neue Rechner die er nach belieben manipulieren kann.

Zu hohe Zahlen? Ich hatte hier einen Kandidaten der geschlagene 45 Minuten immer wieder diesen Beitrag angesehen, neu geladen, angesehen, neu geladen,… hat. Und ausser bei Metager und Technorati bin ich im Moment nicht wirklich gut zu finden, wer ein hohes Googleranking zu diesem Treffer hat dürfte noch mehr „Experten“ finden.

Dieses Verteilen von Trojanern ist viel angenehmer für den Bösewicht, als darauf zu warten, das bei einer der zigtausenden gefälschten Mails von Paypal&Co ein Trojaner installiert wird. Bei Mails sind die unerfahrenen Nutzer Gott sei Dank schon etwas vorsichtiger. Nach 6 Jahren hat sich rumgesprochen, nicht jeden Anhang auszuführen. Nur bei solchen brandaktuellen Themen wie der Aussicht auf einen nackten Boppes ist die Vorsicht viel leichter abgeschaltet.

Sicherlich wird solch ein Thema nicht für globale Verbreitung sorgen, aber mit einem halben Auge am Zeitgeist der mittleren bis unteren Unterhaltungsschichten kann man sich immer wieder aktuelle Themen für die Verkleidung seiner Trojaner suchen und auf die ungestüme Gier der Nutzer vertrauen.

mein Tip für die nächste Welle: Irgendwas mit Pam und Tommy, steigt jemand ein?

Achja, nochmal zurück zum gestohlenen Video:

Die Möglichkeit das es sich hier um eine Marketing-Aktion handelt ist auch gegeben, nicht unbedingt unwahrscheinlich. Klärt sich vielleicht in 2-3 Wochen. Bietet aber jemanden der Zugriff auf Insiderwissen hat weitere Möglichkeiten zur Manipulation. So kann man sich überlegen mittels welcher Methoden eine selbständige Installation des sogenannten Bundestrojaner möglich wäre 😉

„So finden sie alte Freunde wieder…“

Ein kleiner Rant, da mich die momentanen Mails für irgendwelche ach so trendigen Social Networks mal wieder nerven.

Was treibt die Menschen, ausser vielleicht mal niedere Neugier, dazu sich sogenannten „alten Freunden“ wieder zu zeigen?

Ok, vielleicht ist es ein subjektiver Eindruck, aber wenn ich jemanden einen Freund nenne, so hab ich auch irgendwie Möglichkeiten ihn zu finden. Auch wenn ich mit manchen monate lang nicht wirklich gesprochen habe komm ich noch immer an sie ran, weiss was sie machen, wo sie wohnen etc.

Zumindest melde ich mich nicht auf irgendwelchen komischen Webseiten an und verbreite meine Daten.

Bislang kann ich relativ gut kontrollieren wo meine Daten landen. Relativ.

Musik und Kunst ist halt irgendwie nicht aus meinem Leben zu kriegen, die Muse schlägt mich mit der Klampfe und so bin ich auch relativ einfach bei DeviantArt und Last.fm zu finden. Datenschleudern sind die wirklich nicht. Datenschleuder hingegen:

Amazons Geschenkliste. Macht nur offen einen Sinn, ebenso findet man die verschiedenen Impressi (?) meiner verschiedenen Webseiten. Namensvettern hab ich zwar aktive, aber nicht so sonderlich viele das es unmöglich wäre mich rauszufiltern. Sagen wir mal so: Wer mich öfter als 4-5 gesehen hat, kann halbwegs geschickt Kontakt mit mir aufnehmen. Zumal ich derart stoisch mit meiner Handynummer bin das ich trotz teilweise häufig auftretender, sagen wir mal, komischer Anrufe meine Nummer seid gut 10 Jahren unverändert ist. Gibt halt noch den seltenen Fall das mich jemand irgendwo einträgt, der einzig ernsthafte Fall von Identity Theft wurde auch relativ schnell gelöst.

Nur sollte ich nun anfangen mich in alle möglichen Nachbarschafts, Studenten, Freundschafts, Kumpels, Städte, Strassen und schlagmichtot Klone vom Facebook einzutragen, nur um eventuell rauszufinden was der Ulf oder der Ralf, die ich mal irgendwie kannte (Namen rein zufällig gewählt etc.) und mit denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe, heute machen?

Nein.

Das interessiert mich nicht die Bohne.

Also bitte, großer Manitu des Internet:

Verschone mich mit den Werbemails, mit den Einladungen von Anja, Katja, Christina, Frank, Kevin oder Malte, die ich alle nicht kenne. Führe die Leute die Kontakt zu mir suchen zu mir, und halte mir solche fern die es nicht wollen. Namaste…