Die Seite it-guerilla.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‚Standard gesperrt‘ eingestuft.

Jugendschutz!!! ACHTUNG!!! Jungendschutz!!!!

Ganz großes Tennis:

screenshotjugendschutz

Ich wusste doch das meine Meinung bei der herrschenden Elite nicht ankommen wird, denn die sind natürlich vorbildliche Eltern und „surfen“ (Drucken sich was aus) nur auf den Seiten, die vom „Jugendschutzprogramm“ für unbedenklich erklärt werden!

Die Seite it-guerilla.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‚Standard gesperrt‘ eingestuft.

Hier der Link zum Testen, viel Spass!

via Fefe

09.05.2010 – Das Rollenspielverbot wird umgesetzt – Ergebnisse der Beschlagnahme sind schockierend

Presse aus der Zeitmaschine

Deutschland, Berlin: die staatliche Zentralleitagentur für Urheberrechtsverletzungen, Kindesmissbrauch und Widerstandsbekämpfung unter dem Führungs-Triumverat „Kalle“,“Uschi“ und „der, dessen Name nicht genannt werden soll“ gibt das sofortige Verbot der sogenannten Rollenspiele bekannt.

Nach der Umsetzung der von der Bevölkerung sehnlichst erwarteten Kontroll- und Filterfunktionalität für das weltweit geächtete Internet im Spätsommer 2009, entdecken Chefanalytiker und Politexperten weitere Zusammenhänge, die durch die perfiden Machenschaften (Geheimhaltung persönlicher Interessen, Bildung subversiver Interessensgruppen und Verschleierung der eigentlichen Aktivitäten durch Scheinhobbys) der Täter bisher verborgen geblieben sind. Die durch umfangreiche Analysen festgestellten Verdachtsmomente bestätigen den Verdacht, dass es sich bei diesen Aktivitäten um schwerwiegende, dem Umsturz vorbereitende Aktionen handeln muss, in denen die Täter unter dem Anschein einer „Parallelwelt“ ihren undemokratischen Phantasien freien Lauf lassen konnten.

Das Verbot bezieht sich in seiner ersten Stufe auf folgende Elemente, wobei diese Aufzählung ausdrücklich keine Beschränkung darstellen soll.
Online-Rollenspiele (Szene-Codename MMORPG):

Die Analyse der beschlagnahmten Rechengeräte zeigt, das auf über 40 % der untersuchten 2.623.234  Geräte sogennante „Massive-Multispieler-Onlinespiele“ zu finden waren. In diese Klasse, in die auch das indizierte Kriegspiel „World of Warcraft“ fällt, üben die vornehmlich jungen Rekruten die notwendigen Kentnisse der militärischen und taktischen Übernahme. Durch das Medium Internet konnten sie diese Tätigkeiten verdeckt und dezentralisiert ausüben. Die technisch versierten Aktivisten der Online-Rollenspiele konnten die aufgebauten Internetsperren für Zensur in den Bereichen Urhebrrechtsverletzung, Terrorismusbekämpfung, Plagiatserkennung, Staatsverleumdung und Kindesschutz durch ihre langjährige Erfahrung und kriminelle Energie umgehen, um ihre Pläne weiter zu verfolgen. Dabei erhielten sie Unterstützung aus demokratie-fernen Ländern, die in Ihren Internetzen die benötigten Informationen und Dateien anbieten. Neben einer Mehrzahl an kriegerisch orientierten Spielvarianten zeigten die Analysen der beschlagnahmten Rechengeräte auch einzelne Varianten auf, in denen die Spieler ökonomische oder soziale Schwerpunkte gesetzt haben, was die gesellschaftliche Breite der drohenden Gefahr verdeutlicht.

Live-Rollenspiel (Szene-Codename LARP):

Bei der Durchsuchung der Wohnungen der Tatverdächtigen trafen die Ermittler zum Teil auf realistische Abbildungen aktueller und antiker Kriegswaffen, sowie entsprechender Rüstungen oder Einheitsabzeichen. Zusätzlich wurde Organisationsmaterial geheimer Wehrübungen gefunden, sogennanter „Cons“. Auf diesen Wehrübungen sollte anscheinend die virtuell erlernte Kenntnisse mit praktischen Beispielen vertieft werden. Die deutliche Organisationstruktur und die vertieften Hierachien zeigen dabei die Brisanz auf, die in diesen antidemokratischen Aktivitäten steckt. Die eher geringe Überschneidungsmenge zur MMORPG-Szene lässt vermuten, dass hier eher eine Elite oder ein Sondereinsatzkommando aufgebaut werden sollte. Die Beschlagnahme und das Festsetzen der LARP-Aktivisten konnte nur durch massive Beihilfe der zentralen Amtskräfte der Zentralleitagentur sowie der integrierten Bundesministerien durchgeführt werden.

Konservatives Rollenspiel (Szene-Codename Pen&Paper):

Die gefährlichste und auf den ersten Blick auch harmloseste Variante der sogenannten Rollenspiele scheint die Bundesrepublik schon seit Mitte der 80er Jahre zu unterwandern. Der komplette Verzicht auf das Medium Internet für die Ausführung erschwerte die Ermittlungen in diesem Bereich, konnte jedoch durch die langfristige Echtzeit-Analyse der Internetkommunikation der Verdächtigen die weitläufigen Täterkreise aufdecken und das Verdachtsmoment belegen. Zusätzliche Überschneidungen mit den beiden anderen Gruppen ermöglichen eine klare Identifizierung der Kerngruppe. Eine Vielzahl an festgestellten und beschlagnahmten Literaturquellen, sogenannten „Szenario-Bändern“ belegt die detailierte und gründliche Planung, die durch „Rollenspiel“ Gruppen vorgenommen werden. Aus Gründen der Tarnung verteilen sich die Aktivisten dabei auf verschiedenste scheinbare Themen und Interessenbereiche, um der automatischen Analyse zu entgehen. Die zur Deckung angenommenen Berufe und aufgebauten Identitäten streuen sich dabei quer durch die Gesellschaft, sind aber insbesondere auch bei jüngeren höhergebildeten Mitbürgern anzutreffen gewesen. Die Ausweitung dieser Bewegung wurde ebenfalls zentral durch diese Szene-Gruppe vorangetrieben. So wurden potentielle Mittäter zu sogenannten „Spieleabenden“ eingeladen, wo sie nach der anfänglichen Blendung mit historischen, futuristischen oder fantastischen Themen immer tiefer in die Szene integriert wurden, bis sie keinen Ausweg mehr sehen konnten.

Fazit der Ermittlungen

Die Untersuchungsergebnisse und einzelne Befragungen haben ergeben, dass eine Vielzahl der Verdächtigen in ihrer frühkindlichen Erziehung vorgeprägt wurden. So haben „Spiele“ wie Cowboy und Indianer oder Räuber und Gendarm einprägsam die erste Vorarbeit geleistet, und die späteren Heranwachsenden und jungen Erwachsenen empfänglicher für diese subversiven Tätigkeiten gemacht. Stichproben in Bildungseinrichtungen haben aufgezeigt, das diese Indoktrinierung weiterhin ausgeübt wird. So wurde in einem Kinderhort in Elsterberg eine Gruppe 5 Jähriger bei aktivem Ausüben von „Räuber und Gendarm“ angetroffen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern noch an, die Befragung der Verdächtigen und Ihrer Erziehungsberechtigten wird sicherlich weitere Erkenntnisse erbringen.

Weil manche es sicherlich sonst nicht verstehen: das war ein Scherz. Allerdings ist so etwas nur so lange lustig, wie es nicht real wird. Erst versuchen wir das Internet zu zensieren, dann zensieren wir die Hobbys der Leute, die wir nicht verstehen (Paintball, nein ich spiel es nicht…), als nächstes suchen wir uns ein weiteres Mysterium aus. Vielleicht sind auch bald die Schützenvereine dran, wobei.. da sind zuviele in den Parteien. Also liebe leser: Werdet Politisch Aktiv!

IT Guerilla, now in the NOT PRINTABLE Edition

  • OK, let´s face it: A lot of people do not understand “da internetz”, and  a lot of these people are in the position to decide important political questions, concerning the internet. so for a while you won´t be able to print out any website on http://www.it-guerilla.de (Hey, if you are able,  you are not the target group ;)). This will stay until further notice, or some real bright politician making some change. Or me  being bored with this circumstances. Whatever….

 

IT Guerilla, nun in der NICHT DRUCKBAR Edition

  • Ok, sehen wir es ein: viele Menschen verstehen nicht wie “datt internet” funktioniert, und viele dieser Leute sind in Positionen, in denen sie wichtige politische Entscheidungen treffen, die auch das Internet betreffen. So wird es nun für eine Weile nicht möglich sein, die Website http://www.it-guerilla.de auszudrucken (Wenn Du in der Lage bist, lieber Leser, betrifft es dich ja auch nicht ;-)). Dies bleibt erstmal bis auf weiteres der Fall,  bis sich ein wirklich kleverer Politiker mal für einen Wandel auspricht, oder ich davon gelangweilt bin. Wasauchimmer..

 

Ok, das bleibt nur 1-2 Wochen, ich will ja auch das Ihr drucken könnt, aber es soll sich mal rumsprechen was technisch möglich ist, wenn man “Gegen Das Internet” angeht 😉

Zensursula – oder wie man ein Land dem Wahn näher bringt

Ja, ich wollte eigentlich nichts zu den Auswüchsen unserer momentanen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen,schreiben.

Ja, ich habe irgendwie auch etwas gehofft, das sich dieser polemische Auftritt, der einfach nur ein blinder Aktionismus in Hinblick auf die kommende Wahl darstellt, von selbst erledigt.

Ja, ich war so freundlich und naiv.

Nun geht es aber um solche Aussagen:

„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft“

Nun, Frau von der Leyen. Wen kenne ich, der solche Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Geschätzte 95% meiner Arbeitskollegen. Geschätzte 95% meiner Studenten. Und grob geschätzt 70% meines restlichen Umfeldes. Ja, die sind alle schon deutlich versierter. Nur bewegen die sich nicht in „ganz anderen Foren“, und die sind alles andere als „zum Teil schwer Pädokriminelle“ (Was für eine b-ssene Wortwahl btw).Wenn sie ein ganzes forschendes Umfeld diskriminieren wollten: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben jeden Forscher der ansatzweise etwas mit Informatik zu tun hat oder sich 5 Minuten Zeit nimmt etwas über das Thema DNS-Server zu erfahren beleidigt und in ein Umfeld gerückt das nicht im mindestens auf diese Gruppe passt. Wie pervers muss man Ihrer Meinung denn sein, um zu verstehen das www.it-guerilla.de nichts anderes ist als eine Weiterleitung auf 85.13.130.173? Oder wie muss der Geist eines Menschen verformt sein, um sich einfach einen anderen DNS Server einzurichten (Einen aus dem Ausland zum Beispiel, der gar nicht von Ihnen kontrolliert werden kann..)?

Liebe Frau von der Leyen,

ich weiss, wir haben ein Wahljahr. Ich weiss, sie wollen den Stammtisch hinter sich bringen. Und ich nehme nun einfach mal an, das sowohl Sie als auch Ihr gesamtes Umfeld zu den sogenannten „Emailausdruckern“ gehören, und die technischen Experten die Ihnen zur Verfügung stehen wohl auch mehr Zeit in diversen Arbeitsgruppen oder Besprechungen verbracht haben, als wirklich im aktiven betrieblichen oder wissenschaftlichen Feld aktiv gewesen sein dürften.

Bitte wenden Sie Ihre Aktivität, Ihre Kraft und Ihre Mittel doch dafür auf, die wirklichen Probleme des Kindermissbrauches zu bekämpfen. Stärken sie die Jugendämter! Geben Sie diesen mehr Möglichkeiten, mehr Befugnisse, steigern sie die Qualifikation der dort vorhandenen Personen. Bekämpfen Sie den Missbrauch an der Wurzel, in den betroffenen Familien. Geben Sie betroffenen Kindern die Möglichkeit, schnell und ohne Probleme in sichere Einrichtungen fliehen zu können, ebenso deren Familienangehörige. Geben sie Aufklärungs- und Info-material für Schulen und Kindergärten heraus, die den Kindern erklären was „normal“ und was „nicht normal“ ist.

Sie wissen wo die Server stehen, auf denen ein solches Material gespeichert wird? Üben sie Druck aus, auf die Betreiber dieser Server, wenn sie in Deutschland sind. Üben sie Druck auf die Regierungen der Länder, auf denen die Server im Ausland stehen. Ignorieren sie das Problem nicht, denn „Was ich nicht sehe, interessiert mich nicht!“ KANN und SOLLTE keine Antwort sein, auf solche Machenschaften. Sie sprechen den Tätergruppen eine hohe technische Qualifikation und den Willen zur organisierten Kriminalität zu. Diese Gruppe wird sich auf andere Vertriebs und Organisationswege verlegen, wenn sie es nicht schon gemacht haben sollte.

Nutzen sie die Möglichkeiten Ihres Ministeriums, aktiv und zielführend gegen Kindesmissbrauch, Kinderpornographie und deren Verbreitung vorzugehen. Fragen sie die richtigen Experten, denn mit genug Potenzial und Material sollte es möglich sein, die Vertriebswege in kürzester Zeit dauerhaft zu demontieren, die Verantwortlichen zu identifizieren und die gesamten Netzwerke still zu legen.

Für mich wirken diese Versuche des „Filterns“, diese Ansätze einer Zensur wie nichts anderes wie ein Zeichen der Hilflosigkeit. Diese Aktionen sagen für mich nur aus, dass sie keine andere Lösung sehen, die Verbreitung von Kinderpornographie einzuschränken, als den Zugriff auf der obersten Ebene minimal zu erschweren. Sie kriminialisieren mit Ihren Aussagen Millionen Bundesbürger, Sie warnen und wecken die Täterkreise zur Aufmerksamkeit! Ihre gesamte Aktivität im Moment sorgt meiner Meinung nach nur zu einem:

  • Die Täter bereiten sich vor, sie schützen sich, suchen neue Wege.
  • Der normale Bürger wird durch fehlendes Verständnis der Materie beruhigt, eine Beruhigung die den tatsächlichen Taten mehr Freiraum gibt.
  • Technische Experten werden durch Ihre Aussagen kriminalisiert, informationsrechtliche Freiheiten eingeschränkt.

Ich weiss, diese Worte werden nicht viel Ausrichten können, doch an irgend einem späteren Zeitpunkt will ich mir einfach nicht sagen lassen, „Warum hast du dann nichts gesagt?“. Doch wenn ich sehe, wie Menschen aus Angst, fehlendem Verständnis und unzureichendem Wissen über die Thematik „Computer“ handeln, fühle ich mich schnell an Zeiten erinnert, wo aus Angst das unbekannte bekämpft, angegriffen und ausgerottet wurde. Und ich hoffe anständig, das jeder der nur halbwegs weiss, worum es bei diesem Umfeld geht, all seine von Vater Staat gegebenen Rechte nutzt, und mit allen erlaubten und gegebenen Mitteln dagegen ankämpft, je wieder einen solchen Zensur-Staat der Angst zu errichten. Abgesehen davon, dass neben den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen, die ein unzensierter, freier Informationsaustausch über das Internet uns allen ermöglicht viele weitere positive Aspekte mit dem Bereich „Internet“ verbunden sind, fürchte ich mich einfach vor Menschen, die ihre Entscheidungen aus Angst, Unweissenheit und Verblendung treffen, wenn diese Entscheidungen mich beeinflussen.

Dear non-german readers, this article deals with the current development in germany on internet-censorship. this is carried out under the disguise of child-abuse, but leads  technical as well as logical to a totaly misguided activity, which may be connected to the upcoming elections. as this mainly is of interest for my german readers, the article will be not translated directly, but you can comment in any language you want!

[Zensur] Wetten, dass es klappt?

Das leidige Thema Zensur.

Natürlich schauen wir in Deutschland erstmal von ganz Oben auf die Länder, die Zensur betreiben, all die Undemokratischen, die Achsen des Bösen, die Kommunisten, die Anderen. All dene, bei denen wir mit dem Finger deuten können und für uns das Gefühl haben „Uns geht es gut!“.

Nun, natürlich haben wir auch unsere Probleme, unsere Staatsfeinde und Angstmacher. Rechts/Linksradikale, Terroristen, Kinderschänder, Raubkopierer, Menschen mit Religionen und Verhaltensweisen die wir nicht verstehen können und der gleichen. „Böse Menschen“ halt. Davor haben wir A N G S T! Das wollen wir N I C H T! Das ist nicht N O R M AL!

Nun, dieses Jahr ist Wahljahr, da greift die Obrigkeit zu Polemik, billigem Aktionismus und macht das, was sie die restlichen Jahre machen, nur noch viel extremer und schlimmer. Von der unsäglichen, umweltschädlichen „Abwracksteuer“ rede ich gar nicht mal mehr, das begreift eh keiner, warum funktionierende Fahrzeuge wahllos der Verschrottung entgegen kommen, um ein neues zu erwerben. Nein, damit rettet man nicht automatisch die Umwelt. Vielleicht eher mal den Wagen stehen lassen oder das Licht aus machen, dürfte bei dem Deutschen Seppel effektiver sein als diese BullShit-Prämie.

Aber ich wollte ja auf Zensur zu sprechen kommen. Nun, die absolut nicht zentral gesteuerten, nicht polemischen und gradewegs nicht hasserfüllten Medien berichten natürlich kaum etwas. Das Thema um das es geht, ist Wikileaks. Für diejenigen, die es nicht kennen: Das ist ungefähr so etwas wie Wikipedia, nur das dort Informationen veröffentlicht werden sollen, die so nie jemand sehen dürfte. Geheime Dokumente quasi, wie Kürzungspläne und Entlassungspläne einer großen deutschen Eisenbahngesellschaft, Informationen über Schwarzgeldkonten oder auch Internetseiten-Zensurlisten verschiedener Länder. Letzteres wurde nun dem Inhaber der Domain wikileaks.de zum Verhängnis.

Ein kurzer Einschub für die technisch nicht so versierten. Eine Domain ist ungefähr so etwas wie eine Telefonnummer oder Straßenadresse für eine Internetseite. Dies bedeutet nicht das dort auch direkt das Telefon oder das Haus steht. Es ist grob genommen ein Verweis/Hinweis, wo der Inhalt zu finden ist. Diese Domains gibt es, damit man sich nicht immer Adressen in der Form 85.13.130.173 merken muss, sondern einfach http://www.sehr-böse.de tippen kann. Etwas vereinfacht gesagt. Dazu sei noch gesagt, das diese „Nummern“  die sogenannten IP-Adressen, in ihrer Anzahl beschränkt sind, und man mehrere Domains auf eine IP-Adresse umleiten kann, und so mehrere Domains auf einem Server hat. Das ganze ist also nicht so einfach wie man sich das im ersten Moment vorstellen könnte. Eine Internetseite liegt nicht immer genau auf einem Server, und auf einem Server liegt nicht nur eine Internetseite. Aber ich werd nun nicht in die Details gehen, wer dort mehr wissen möchte sei auf Wikipedia verwiesen als Einstiegspunkt. Zusammenfassend lässt sich sagen, das eine Domain nicht direkt mit dem Inhalt zusammenhängt, und das diese ganzen Dinge, sowohl Domain, als auch der Inhalt der Seite meist auf Servern bei Dienstanbietern liegen, im aller seltesten Fall aber bei der Person direkt zu Hause. Bedeutet also, alles was mit Domains, und Inhalten auf Webseiten zu tun hat, und im Internet zu finden ist, liegt zu 90% in einem professionellen Rechenzentrum.

Nun, zurück zur Zensur und wikileaks. Auf dieser Seite wurden die Internetzensurlisten eines Staates veröffentlicht. Australien? Dänemark?. Nein, nicht Deutschland, nein, keine geheimen Informationen aus Deutschland. Auf diesen Listen war neben zahlreichen KiPo-Domains unter anderem auch ein Zahnarzt, eine Firma  und andere Dinge, die dort eigentlich nicht hingehörten. Ein nicht unbedeutender Anteil der Einträge war bereits abgestellt und nicht mehr gültig. Diese Liste wurde nun auf wikilieaks veröffentlicht, und die Domain wikileaks.de zeigte auf diesen Inhalt.

Was dann passiert ist, will ich erstmal anderen überlassen zu erzählen:

Ein paar Meinungen gibt es auch schon:

gesperrte Intelligenz

Kinderpornographie – Wahlkampfschlager, Aktionismus, Zensur

So geht Terror – eine Theorie

Nun, die Fakten haben wir nun geklärt, beim Lesen der Artikel (Bitte die Zeit nehmen und alle lesen, es lohnt sich, auch wenn es weh tut und man sich denkt „wo leben wir“) die ersten Fragen beantwortet wurden, kann ich ja inhaltlich in meine Kritik an solchen Aktionen, an solchem blinden Aktionismus, einsteigen.

Was bringt uns eine solche Aktion? Nun, der einfache Stammtischmensch denkt im ersten Moment „Durchsuchung wegen KINDER!!!!Pornographie, der muss Dreck am Stecken haben, dem geschieht das schon recht. Mir passiert ja nichts, ich hab ja nichts zu verstecken!“ Und so eine Seite (Wikileaks), die ist ja auch nicht richtig, wenn die Pornos veröffentlichen. So denkt halt die Masse. Und wer solche Leute auch noch schützen will, die da auf solchen Seiten arbeiten (und damit die Schweinereien großer Unternehmen, Regierungen, etc aufdecken), wird gleich zum Kinderficker degradiert, oder zumindest zu jemanden, der diese Leute schützen will.

Haben wir nicht den Kopf geschüttelt, als Bush sein „Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns“ Kredo in die Welt gesetzt und selbige mit Kriegen überzogen hat? Nun, inzwischen heisst es bei uns, wer gegen die Zensur ist, ist für Kinderficker!  Und wenn nach 3 Monaten irgend ein Ministerialrat oder Staatsekretär bei sich auf dem Schreibtisch die „aktuellen“ Internetausdrucke hat, und bei Google nach dem Begriff Kinderficker sucht, sind alle gefundenen Seiten gleich verdächtig und dürfen gesperrt werden.

Reden wir nicht davon, das Skandale (Massenentlassungen, Schwarzgeldkonten, Großbetrug, Gammelfleisch und Co.) aufgedeckt werden, reden wir von S I C H E R H E I T.

Reden wir nicht darüber, das wir die Server, (deren Adressen wir kennen!) abschalten wollen. Nein, wir wollen nur die Domains sperren. Ich verweise noch mal kurz auf den technischen Aufbau des Internets, dass diese Domains nur eine Art Abkürzung sind, zum eigentichen Inhalt, aber in keiner Art und Weise den Inhalt einer Seite beeinflussen. Es geht also nicht um die Inhalte, es geht nicht darum das wir versuchen sollten, die Inhalte aus dem Internet zu entfernen, es geht nur darum den Weg minimal zu erschweren. Denn ob nun eine Adresse in der Form www.bloedername.endung/komischer_ordner/Inhalte oder 123.123.123.321 per SMS, Mail oder schmierigen Zettel in der Eckkneipe weitergegeben wird, ändert nichts daran, das die Inhalte zu finden sind.  Wie gut solche Zensur-Listen geheim zu halten sind, haben wir ja nun schon gesehen. Profis am Werk halt. Nicht nur das wir nun alle BKA/BND/MAD IP-Adressen durch die Telekom bekommen haben, nein.. Irgendwer wird sicherlich auch dafür sorgen, die zukünftigen Sperrlisten zu besorgen.

Warum versucht man nun nicht, in Zusammenarbeit mit technischen Experten (Echten Experten, keine Parteibuch-Experten) in  Zusammenarbeit eine Lösung des Problems zu finden. Schauen wir nach Russland oder Estland, dort wissen die Leute wie man einen Server vom Netz nimmt. Es gibt genug talentierte und moralisch motivierte Leute, welche mit einer entsprechenden Infrastruktur und staatlicher Rückendeckung anfangen könnten die Server auszuschalten. Stück für Stück den Inhalt entfernen. Nur wäre das nicht so polemisch, nicht Wahljahr entsprechend und würde im schlimmsten Fall nach ein paar Monaten die Möglichkeiten zur Verbreitung kinderpornographischer Inhalte so schwer gestaltet haben, das sich die Bedürftigen für eine solche Sauerei vor ernsthaften Problemen sehen.

Aber nun genug meiner Naivität, es geht bei diesen Aktionen nicht um Kinder, es geht nicht um Schutz, es geht um die Möglichkeiten, Stück für Stück ein Abbau der sogenannten Freiheit zu begehen, die uns vorgegaukelt wird.

Erstmal die Verbrecher, Terroristen, Extremisten und Kriminellen. Dann die Abweichler, Andersdenkenden, die Protestierenden. Dann mal sehen wer noch über ist. Wir stehen sehr nahe an einem großen Konflikt, bei dem wir uns entscheiden müssen. Wandeln wir uns zu einer liberalen Informationsgesellschaft, etwas das natürlich nicht nur Vorteile halt. Oder gestalten wir unsere eigene „Mauer“, im Internet. Nur deutsches Internet für Deutsche. Wer ausländische Seiten besucht macht sich gleich verdächtig. So wie wir eine Vorratsdatenspeicherung erdulden müssen ,werden wir bald auch eine zentrale Zensur des „globalen, offenen“ Internets erleben dürfen.

Achja, schönes Detail am Rande: Wer sich auf den Webseiten des BKA die Fahndungsplakate angesehen haben soll, hat sich anscheinend auch schon verdächtig gemacht. Was auch immer man darunter verstehen soll…

Die deutsche Internetmauer

Onkel Zahndoktor war zwar nett zu mir, aber viel schreiben will ich grade auch nicht.  Das Polemik-Thema Internetzensur, Kinderpornographie und Filterlisten wollte ich auch noch aufgreifen, aber mir gefällt Jürgens Text so gut das ich ihn hier verlinke und verbreite:

Der Original Post @ The Gay Bar.

Bitte geht für Kommentare und Diskussionen auf sein Blog, der „offene Brief“ steht hier nur zur Info der Just-Feed-Reader und zur Verbreitung:

„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“

Frau von der Leyen, Frau Falk und werauchimmer die Internetsperrung aus vollster Überzeugung „zum Schutz der Kinder“ unterstützt, ich verstehe ihre Angst. „Dieses Internet“, in dem jeder alles verbreiten kann, alles sagen, alles konsumieren, macht ihnen Angst. Denn wie soll man die Kinder nun schützen, wo die Verteilung von Kinderpornographie so einfach geworden ist? Und wie soll man drauf reagieren, dass irgendwelche Menschen ihnen böse Zensur unterstellen, wo ihnen doch nur das Wohl der Kinder am Herzen liegt?

Ich verstehe Sie, doch genau deshalb möchte ich an dieser Stelle versuchen, Ihnen zu erklären, warum ihnen ein solch rauer Wind entgegen weht: Sehen Sie, all die Unterstellungen, die sie sich anhören müssen, basieren auf der einfachen Tatsache, dass die von ihnen vorgeschlagenen Massnahmen zwar jede Menge Konsequenzen haben, allerdings weder die Verbreitung von Kinderpornographie nennenswert eindämmen, die Produktion unterbinden oder Kinder vor Missbrauch schützen.

Es scheint für Sie so simpel: Da gibt es eine Webseite, die Kinderpornographie verbreitet, also sorgen wir einfach dafür, dass niemand mehr diese Webseite erreicht. Das löst ja das Problem, richtig?

Sie sitzen an dieser stelle zwei Irrtümern auf:

  1. Der Bedarf an Kinderpornographie existiert wegen des Angebots.
  2. Wenn eine Website gesperrt wird, dann ist es schwer sie neu woanders aufzumachen.

Es gibt kranke Menschen, die Kinderpornographie suchen und konsumieren. Diese Menschen sind nicht so geworden, weil es das Angebot gibt und sie daher „angefixt“ wurden. Gäbe es das Angebot nicht im Netz, dann würden sie sich die Materialien anders verschaffen und gäbe es die Materialien nicht, würden sie produziert. Der „Bedarf“ existiert einfach. Das Angebot folgt ganz einfach weil es den Bedarf gibt und damit eine Menge Geld zu verdienen ist.

Des weiteren können sie die eine Webseite sperren, sie wird innerhalb von Minuten unter anderem Namen und anderer IP wieder auftauchen.

Was Sie planen können wir vergleichen zum übermässigen Einsatz von Antibiotika oder Pestiziden: Wenn man übermässig stark desinfiziert und mit Antibiotika gegen jede kleine Erkältung ins Feld zieht, tut man nur eines: Man züchtet resistente Viren, Bakterien oder Unkrautpflanzen.

Gehen wir davon aus, dass Ihre Liste wirklich gut ist und Sie alle Kinderpornoseiten der Welt in der Liste hätten. Gehen wir weiterhin davon aus, dass Webseiten der einzige Weg sind, Informationen im Netz zur Verfügung zu stellen (in Wahrheit gibt es noch viel mehr Wege, Daten auszutauschen, so genannte Protokolle, Wege die oft grundsätzlich so gebaut sind, dass sie wehrhaft sind gegen Sperrungen und Filterungen wie die, die sie vorschlagen).

Die Sperrung tritt in Kraft und kein Deutscher Internetanschluss kann mehr auf diese Seiten zugreifen, ihre Aktion ist ein voller Erfolg. Oder?

Ihnen ist das vielleicht nicht bewusst, aber es ist ganz einfach möglich, den gesamten eigenen Internetverkehr über eine verschlüsselte Verbindung, ein so genanntes VPN, abzuwickeln. Die Daten, die über das VPN gehen sind für den Provider nicht nachzuvollziehen, der Provider kann weder sehen, welche Webseiten durch das VPN zugegriffen wurden, noch ob spezielle Dateien heruntergeladen oder angesehen wurden. Einen Rechner im Ausland zu mieten ist für 10 Euro im Monat locker zu haben, so kann jeder, der diese 10 Euro investiert weiterhin, ganz munter an ihrem Filter vorbei auf jede Webseite zugreifen, selbst gesperrte. Und Sie hätten absolut keine Chance, das ganze nachzuvollziehen oder zu bemerken.

Ich möchte hier gar nicht weiter ins Detail gehen, aber lassen Sie sich gesagt sein, dass es noch eine große menge weiterer, teils komplexerer Möglichkeiten gibt, anonym Daten im Netz auszutauschen.

Was ihre Sperrung an dieser Stelle erzeugt ist vor allem eines: Die Konsumenten und Anbieter von Kinderpornographie werden trainiert, klüger zu handeln, sich noch besser abzusichern. Die Technologien stehen alle heute frei zur Verfügung, es sind dieselben Technologien, die von chinesischen Dissidenten genutzt werden, um Informationen zu verbreiten, dieselben Technologien, die Whistleblower nutzen, um Journalisten Informationen zukommen zu lassen.

Was entsteht ist einfach nur eine leichte künstliche Verknappung eines in gewissen Kreisen begehrten Produktes und die einzigen, die aus so etwas Profit schlagen, sind diejenigen, die das Produkt weiterhin anbieten. Betrachten sie die Zeit der amerikanischen Prohibition: Alles was passierte ist, dass die Alkoholproduzenten wahnsinnig viel Geld verdient haben. Vielleicht haben einige wenige Menschen dadurch keinen Alkohol mehr getrunken, im Gegensatz dazu wird die Illegalität andere angezogen haben.

Der große Irrtum, dem sie aufsitzen, ist, dass sie glauben, die Konsumenten des Produktes seien diejenigen, gegen die Sie hauptsächlich vorgehen müssen.

Der Besitz und Konsum von Kinderpornographie ist strafbar und muss verfolgt werden, ohne Zweifel, doch schützen Sie ein Kind dadurch, dass sie einen der Konsumenten hochnehmen? Oder hundert?

Schützen können Sie Kinder nur, indem Sie die Produzenten und die Verbreiter zu packen bekommen, indem Sie die Menschen aus dem Verkehr ziehen, die das Material produzieren.

Wenn Sie allerdings durch die Sperren den Zugang wirklich erschweren wird auch das Aufspüren der Produzenten und Verbreiter unendlich viel schwerer. Denken Sie wirklich, dass niemand mehr Kinderpornographie produziert, wenn sie das Internet sperren? Gab es Kinderpornographie nicht schon lange vor dem Internet?

Sie kämpfen für die Kinder und tun das, was Sie für richtig halten. Ich verstehe das, ich verstehe Ihre Angst um die Kinder, ich verstehe auch, warum Sie zu dem Schluss kommen, eine Sperre würde helfen, ganz naiv betrachtet tut Sie das auch, doch alles was sie erreichen ist die Verfolgung der Täter zu erschweren. Sie drücken das Problem noch viel weiter in die Dunkelheit, „aus den Augen, aus dem Sinn“, doch es ist nicht weg, sie können es nur nicht mehr sehen.

Verstehen Sie eines, die Kritik an ihrem Plan hat nichts damit zu tun, dass irgendjemand Kinderpornographiekonsumenten, -produzenten oder -verbreiter schützen will. Die Kritik rührt daher, dass Ihre Pläne das Problem nicht mal in Ansätzen lösen oder die Probleme auch nur mildern können, dass allerdings die möglichen Randeffekte Ihres geplanten Vorgehens katastropahle Konsequenzen für unser aller Freiheit haben können.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Geuter

iNtoleranz oder schon iZensur?

Braucht jemand wieder einen guten Grund nicht von Apple zu kaufen?

In Ägypten deaktivieren sie grad mal munter die GPS-Funktion des iPhone 3G, auf Wunsch der Regierung. Ist natürlich nicht so toll wenn jeder Hans und Franz über solche Mittel verfügen kann. Ob Wolfgang S. schon mal mit Steve J. konferiert hat, was für Möglichkeiten sich so beim Bundestrojaner ergeben? iSparta  hört sich doch schon mal gar nicht sooo schlecht an 😉

Quelle:

Apple disables Egyptian iPhone GPS • The Register.

Via Fefe natürlich 😉